Strategische Initiative «EduNaT»

    EduNaT

    Das Verständnis naturwissenschaftlicher und technischer Vorgänge ist gleichsam eine Lebensschule: eine Voraussetzung dafür, Phänomene und Prozesse des täglichen Lebens zu begreifen. Dadurch wird bewusstes und verantwortungsvolles Handeln möglich.

    Darüber hinaus hängen der wirtschaftliche Erfolg und damit der hohe Lebensstandard in der Schweiz zu einem erheblichen Teil von naturwissenschaftlich-technischen Innovationen ab. Die Innovationskraft ist durch einen Mangel an Fachkräften gefährdet. Gemäss der «Erklärung 2011» des Bundes und der kantonalen Erziehungsdirektionen muss deshalb das Interesse an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) auf allen Bildungsstufen gefördert werden, also bereits ab der Kindergartenstufe.

    Für eine nachhaltige Nachwuchsförderung sind koordinierte Anstrengungen von Bildungsinstitutionen, Industrie und Politik nötig. Die Strategische Initiative EduNaT (Education Naturwissenschaft und Technik) soll mit Breitenwirkung das Interesse an Naturwissenschaft und Technik fördern und die Grundbildung in diesen Bereichen stärken. Mit einem umfassenden Forschungs- und Entwicklungsprogramm übernimmt die FHNW in der Schweiz die Themenführerschaft hinsichtlich der naturwissenschaftlich-technischen Bildung und leistet einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung des MINT-Fachkräftemangels. Nicht zuletzt sollen das Interesse und die Wahrnehmung der eigenen Kompetenz von Mädchen und jungen Frauen gefördert werden, die viel seltener eine MINT-Ausbildung wählen als ihre männlichen Altersgenossen.

    Video «Strategische Initiative EduNaT»



    Video «Zwei Projekte kurz vorgestellt»


     

    Projekte


    Projekt Nr. 1
    Aufbau eines Schwerpunkts Technische Bildung an der FHNW
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Ziel des Projekts ist der Aufbau eines hochschulübergreifenden Schwerpunkts «Technische Bildung» an der FHNW. Dadurch soll eine Lücke im Bereich der technischen Bildung in der Schweiz geschlossen werden. mehr

    Projekt Nr. 2
    Erfolgsfaktoren für die allgemeine technische Bildung
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Technik (Lead), Pädagogische Hochschule
    Kurzbeschrieb: Aufgrund einer Analyse der Literatur und der Ist-Situation in der Schweiz sollen Erfolgsfaktoren für die technische Bildung bestimmt werden. mehr

    Projekt Nr. 3
    Neue Technologiefelder für die Schule
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik (Lead), Hochschule für Life Sciences, Hochschule für Technik, Pädagogische Hochschule
    Kurzbeschrieb: Neue Technologien sollen als Lehreinheiten für die Sekundarstufe aufbereitet werden. Es kommen drei Themenfelder in diesem Teilbereich zum Einsatz: Thema Lärm, Thema Nanotechnologie und Thema Wasser. mehr

    Lebensschule: naturwissenschaftliche und technische Vorgänge verstehen lernen. (Foto: Franz Gloor)

    Projekt Nr. 4
    Begabungsförderung Naturwissenschaften und Technik
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Ziel des Projektes ist die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines ausserschulischen Enrichment-Angebots für naturwissenschaftlich und technisch begabte Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis fünfzehn Jahren. mehr

    Projekt Nr. 5
    Technische Weiterbildung von Lehrpersonen (CAS)
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Der CAS-(Certificate of Advanced Studies)-Lehrgang soll Lehrpersonen für das Unterrichten von technischen Inhalten auch über den neuen Fachbereich Natur und Technik hinaus befähigen. Die Inhalte werden kompetenzorientiert vermittelt, moderne technische und mediale Unterrichtsverfahren kommen zum Einsatz. mehr

    Projekt Nr. 6
    Dem Kind und der Sache verpflichtet: Stärkung der Technikaffinität von Lehrpersonen durch das Angebot persönlicher und medialer Unterstützung
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Gestaltung und Kunst, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Das Projekt hat zum Ziel, Technikferne oder -scheu von Lehrpersonen zu reduzieren, indem ein die Neugier und Begeisterung stärkendes synthetisches Angebot aus persönlichen und medialen Anregungen zugänglich gemacht wird. mehr

    Projekt Nr. 7
    Technische Perspektive Sachunterricht: Hochschultypen-übergreifende Ausbildung von Primarlehrpersonen
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Über das Projekt soll die Ausbildung der Studierenden am Institut Primarstufe der Pädagogischen Hochschule FHNW in Bezug auf die technische Perspektive des Sachunterrichts akzentuiert werden. mehr


    Das Projekt Nr. 7 zielt darauf ab, die Technikferne oder Technikscheu von Lehrpersonen zu reduzieren. (Foto: Adriana Bella)

    Projekt Nr. 8
    Ein Werkzeug zur Unterstützung des Programmierunterrichts
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Life Sciences (Lead), Hochschule für Technik, Hochschule für Wirtschaft, Hochschule für Angewandte Psychologie
    Kurzbeschrieb: Es wird eine Software-Anwendung für die didaktische Unterstützung des Programmierunterrichts entwickelt. Im Gegensatz zur traditionellen Videoaufzeichnung soll dieses Werkzeug den Studierenden erlauben, die von der Lehrperson in Echtzeit vorgeführte Programmierarbeit nachzuvollziehen, darauf aufzubauen oder den neuen Code weiterzuentwickeln. mehr

    Projekt Nr. 9
    Hochschulkulturen an MINT-Fachhochschulen: Zugangs- und Laufbahnbarrieren für Frauen?
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Angewandte Psychologie (Lead), Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Hochschule für Life Sciences, Hochschule für Soziale Arbeit, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Das Projekt untersucht ausgewählte arbeits- und organisationskulturelle Merkmale an den MINT-Hochschulen der FHNW in ihrer Bedeutung für den Zugang von Frauen sowie deren akademische Laufbahnen. Auf der Basis der Resultate erarbeiten die Projektleitenden Empfehlungen zur Hochschulentwicklung. mehr

    (Projekt Nr. 10 entfällt)

    Projekt Nr. 11
    Geschlechtsspezifische MINT-Interessen im Vorschul- und Primarschulalter
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Angewandte Psychologie (Lead), Pädagogische Hochschule
    Kurzbeschrieb: Das Projekt untersucht, wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede in beruflichen Interessen und in spezifischen MINT-Fachinteressen im Vorschul- und Primarschulalter entwickeln und festigen. mehr

    Projekt Nr. 12
    Gendergerechte Gestaltung von technikwissenschaftlichen Studiengängen an Fachhochschulen
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Technik (Lead), Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Pädagogische Hochschule
    Kurzbeschrieb: Das Projekt untersucht die Fach- und Lehrkulturen in drei technischen Studiengängen der FHNW mit dem Ziel, Ein- und Ausschlussmechanismen aus der Genderperspektive zu eruieren und daraus Ansatzpunkte zur gendergerechten Gestaltung der Studiengänge abzuleiten. mehr

    Projekt Nr. 13
    Medizin und Pharmazie als neue Zugänge zu Naturwissenschaften und Technik
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Angewandte Psychologie, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Hochschule für Life Sciences
    Kurzbeschrieb: Teile der Sekundarstufe-II-Physik sollen anhand humanmedizinischer Beispiele entwickelt werden. Dazu werden Unterrichtseinheiten entwickelt und in Schulklassen durchgeführt. In einem iterativen Prozess sollen die Materialien verbessert und schliesslich publiziert werden. mehr

    Buben wählen viel öfter eine Ausbildung im MINT-Bereich als Mädchen.
    (Foto: Franz Gloor)

    Projekt Nr. 14
    Neue Technologiefelder für ausserschulische Lernorte erschliessen
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik (Lead), Hochschule für Gestaltung und Kunst, Pädagogische Hochschule, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Neue Technologien sollen als Lehreinheiten im ausserschulischen Kontext für die Sekundarstufe aufbereitet werden. Es kommen zwei Themenfelder in diesem Teilbereich zum Einsatz: Planung und Architektur sowie Nanotechnologie. mehr

    Projekt Nr. 15
    Computational Music Thinking (CMT): Eine Vision des digitalen Lernens im 21. Jahrhundert
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Gestaltung und Kunst, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Das Projekt entwickelt durch die iterative Durchführung von Workshops mit Kindern und Jugendlichen Formen und Methoden einer ganzheitlichen informatischen Bildung, welche das Computational Thinking und musikalische Kreativität auf innovative Art verbindet. mehr

    Projekt Nr. 16
    Einfluss der Interface-Ästhetik digitaler Medien auf das Lernen von MINT-Themen in Ausstellungen
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Angewandte Psychologie (Lead), Hochschule für Gestaltung und Kunst, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Ziel des Projekts ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welchen Einfluss die Interface-Ästhetik interaktiver digitaler Medien auf das Lernen naturwissenschaftlicher Inhalte hat. Untersucht wird, inwiefern positive Affekte, Interesse und Lernerfolge bei Jugendlichen durch Interface-Ästhetik unterstützt werden. mehr

    Projekt Nr. 17
    Analog und Digital im Dialog: Mit künstlerischen Strategien den Zugang zur Technik fördern
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Gestaltung und Kunst (Lead), Hochschule für Angewandte Psychologie, Pädagogische Hochschule, Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Im Projekt soll ein Zugang zu technischer Ausbildung gefunden werden, der ausgehend von gestalterischen und inhaltlichen Fragen das Verhältnis zwischen Lernenden, Lehrenden und Lernstoff entspannt, sodass das Lernen bereichert und besser verankert wird. mehr

    Projekt Nr. 18
    Technik-Grosi und Naturkunde-Nonno
    Beteiligte Hochschulen: Pädagogische Hochschule (Lead), Hochschule für Technik
    Kurzbeschrieb: Im Rahmen des Projekts werden Kurse für Seniorinnen und Senioren angeboten. Diese lernen, wie sie mit Kindern von 4 bis 12 Jahren forschend Phänomene entdecken können. Weiter sieht das Projekt vor, interessierte Grosis und Nonnos in einem Aufbaukurs zur «Senior-Expertin», zum «Senior-Experten» auszubilden. mehr

    Informationen zu Technik-Grosi und Naturkunde-Nonno: Dr. Maria Till, Pädagogische Hochschule FHNW

    Projekt Nr. 19
    MINT-Sommercamp auf dem Campus der FHNW in Brugg-Windisch
    Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Technik (Lead), Pädagogische Hochschule
    Kurzbeschrieb: 2016 und 2017 sollen auf dem Campus Brugg-Windisch der FHNW vier- bis fünftägige MINT-Sommercamps für etwa acht- bis elfjährige Kinder von Mitarbeitenden angeboten werden. Das Pilotprojekt könnte bei positiver Bewertung zum Beispiel auf den Campus der FHNW in Muttenz ausgeweitet werden. mehr

    Organisation der Strategischen Initiative

    Die Strategische Initiative «EduNaT» verfügt über eine Programmsteuerung, einen Programmleiter, externe Expertinnen und Experten, einen Beirat sowie Projektleiterinnen und Projektleiter.
    Sie wird gemeinsam mit den anderen drei Strategischen Initiativen der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW gesamthaft über den Lenkungsausschuss gesteuert, den der Direktionspräsident der FHNW leitet.
    Die Programmsteuerung setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Hochschulen der FHNW zusammen. Sie verantwortet die Projektausschreibungen und sorgt für die Projektevaluation. Des Weiteren obliegen ihr die finanzielle Bewilligung und Abnahme der Projekte sowie die Rechenschaft gegenüber dem Lenkungsausschuss, der Direktion und dem Fachhochschulrat. Mitglieder der Programmsteuerung:

    Die vom Fachhochschulrat und von den Strategischen Initiativen benannten externen Expertinnen und Experten unterstützen die Qualitätssicherung. Sie evaluieren die einzelnen Projekte und verfassen einen Mitbericht zum jährlichen Zwischenbericht. Als Expertinnen und Experten fungieren für die Strategische Initiative «EduNaT»:

    • Dr. Stephan Girod, Biologe, Kantonsschullehrer in Aarau, Dozent an der Hochschule für Technik FHNW
    • Dr. h.c. Martin Hicklin, Wissenschaftsjournalist
    • Prof. em. Dr. Regula Kyburz-Graber, Biologin, Erziehungswissenschaftlerin
    • Dr. Béatrice Miller, Stellvertretende Generalsekretärin Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW)

    Dem Beirat gehören folgende Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft an:

    • Claudia Bischoff, Expertin Fachdidaktik am Life Science Zurich Learning Center (UZH/ETHZ)
    • Reto Kohli, Ausbildungsleiter der Swatch Group Ltd.
    • Regina Kuratle, Projektleiterin Lehrplan 21 und Evaluation am Erziehungsdepartement Basel-Stadt
    • Jonas Lang, Verantwortlicher Nachwuchsförderung im MINT-Bereich bei Swissmem
    • Brigitte Manz-Brunner, Geschäftsführerin NaTech Education
    • Prof. Dr. Ernst Meyer, Ordinarius für Experimentelle Physik an der Universität Basel

    Koordination und Kontakt

    Leiter Programmsteuerung «EduNaT»
    Prof. Dr. Peter Labudde, Pädagogische Hochschule FHNW

    Programmleiterin
    Claudia Stübi, Pädagogische Hochschule FHNW
    claudia.stuebi@fhnw.ch

    Informationen für:
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