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Angewandte Bildforschung

Wie lässt sich mit Bildern, bzw. durch Bilder über Bilder nachdenken?

Im Zeitalter der Digitalisierung stellt sich die Frage nach dem Gehalt und der Wirkung von Bildern auf neue und brisante Weise. Jenseits der tradierten Auffassung, dass Bilder etwas darstellen, kurz, dass sie repräsentieren, üben Bilder einen Einfluss (Werbung) auf uns, steuern Kommunikationsprozesse (Ökonomie, Medien) oder treten in Konkurrenz mit dem Leben selbst (Simulationen, Simulacra, Pornografie, Happy Slapping). Unter diesen Voraussetzungen scheint es notwendig, bildkritisch und analytisch nach der Wirkungsweise von Bildern zu fragen (Kooperation mit NCCR eikones).
Im Kontext einer Hochschule der Künste läuft die oben beschriebene Perspektive auf den Fluchtpunkt einer angewandten Bildforschung zu: Wie lässt sich mit Bildern, bzw. durch Bilder über Bilder nachdenken? Wie lässt sich unsere Alltags- und Medienkultur durch Bilder kritisch beobachten und reflektieren? Wie lässt sich der Entwurf und die diversen Methoden entwerferischen Gestaltens für bildtheoretische Fragen nach der Wirkungsentfaltung von Bildern nutzen? Die angewandte Bildforschung möchte in das Innenleben des Entwurfs hineinblicken, um Entwurfsmethoden zur Beantwortung bildtheoretischer Fragestellungen zu gewinnen. Mögliche Verfahrensweisen und Instrumente zur Klärung bildtheoretischer Fragen sind neben dem Entwurf auch qualitative Methoden der Geistes- und Sozialwissenschaften wie Beobachtung, Dokumentation, Interviews, bei denen technische Geräte wie Film-, Video- und Fotokamera als Instrumente der Forschung dienen können.
 
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