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Institute HyperWerk for Postindustrial Design

Das Institut HyperWerk ändert sich ständig, und das ist gut so. Nach 15 glücklichen Jahren in einer schönen Barockvilla im Herzen von Basel, sind wir nun im Campus Dreispitz angekommen.

Ganz im Gegensatz zu unseren düsteren Prognosen, macht es uns hier am neuen Ort immer mehr Spass. So haben wir zum Studienbeginn im Herbst 2014 eine neue Möbelkollektion eingeweiht, die wir speziell für den Trost in technokratischer Umgebung entworfen haben. Wir bauen diese Möbel selber, als Lernprojekt im Umgang mit CNC-Technologie. Wir haben nämlich unser Budget für neues Mobiliar nicht so wie die anderen Institute für brave Design-Möbel für gehobene Ansprüche verspielt, sondern wir haben uns daraus Sperrholz, Granit und Stahl gekauft, und aus diesen Materialien entwickeln wir jetzt unsere eigene Welt.

Dies geschieht in einer leistungsfähigen high-tech Werkstatt, die wir uns  im französischen Mulhouse einrichten. Aufgrund unserer Initiative entsteht dort der neue Kraftort der Region, an dem wir unseren angestammten Freiraum auch in Zukunft pflegen werden und ausbauen können. Aktuell nutzen wir dort mit dem von uns gegründeten Verein motoco 10'000 m2, und ab Frühjahr werden wir für unser strategisches Projekt openparc 100'000 m2 beanspruchen können. Für uns ist klar, dass unsere Fabrikanlage in Mulhouse die beste Chance der Region darstellt, ein eigenes Kreativzentrum zu erhalten. Wie man solch ein Projekt anreisst, begleitet und zum nachhaltigen kommerziellen Erfolg führt, das lernt man im HyperWerk.

Im Studium der Prozessgestaltung entwirft und erprobt man Pilotprojekte zum gesellschaftlichen Umbau. Die Entwicklungen von Digitaltechnologie, Klimaerwärmung und Globalisierung erhöhen den Bedarf an umfassend konzipierten Strukturen und Strategien. Wie schiebt man mit geringen Mitteln etwas Grosses an? Wie findet man eine relevante, lösbare und zugleich offene Frage, und wie gewinnt man zu ihrer Beantwortung geeignete Partner? Wie strukturiert man ein grösseres Projekt? Zur Beantwortung solcher Fragen entwickeln wir im interdisziplinären Team unsere Thesen zur Prozessgestaltung und überprüfen diese an realen Auftragssituationen mit konkreten Projektpartnern, um so nachhaltige und verantwortbare Ansätze zu erarbeiten.

Immer wieder begeistern unsere Studierenden durch ihre Visionen, Projekte und Geschäftsideen, für die sie bei ihren KollegInnen und im Leitungsteam solidarische Unterstützung und Partnerschaft finden. HyperWerk sucht Studierende, die Prozesse zu gestalten wagen, und unsere Studierenden brauchen ein Umfeld, das unternehmerisches Handeln fordert und fördert. Empowerment – dieser kaum übersetzbare Ausdruck verkörpert das Credo hinter HyperWerk.

Mit freundlichen Grüssen

Prof. Mischa Schaub
Leiter Institut HyperWerk HGK FHNW

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