SIGTEC
Neben Kernfragen von Programmierung und Elektronik befassen wir uns mit innovativen Produktionsformen sowie mit dem Bau funktionsfähiger Prototypen. Eigene Erfahrungen in unserer mechanischen Werkstatt mit alten Werkzeugmaschinen oder auch ein Modellbau mit einer Tiefziehmaschine ermöglichen den selbstbewussten Umgang mit digital gesteuerten Maschinen wie CNC-Fräsen, Plasma- und Lasercuttern. Im Bereich Elektronik hilft uns die Arduino-Plattform, erste Bekanntschaft mit interaktiven Sensor- und Steuerungssystemen zu machen, begleitet von einem Einstiegskurs in die Grundlagen der textbasierten Programmierung mit Arduino und Processing wie auch in die Arbeit mit MAX/MSP.
Unser Ziel ist es, interaktive Installationen aus dem pixelbezogenen Kontext von Maus/Tastatur/Monitor in den realen Raum zu erweitern. Wir befassen uns dabei auch mit dem immer spannender werdenden Bereich der alternativen Robotik und behaupten, dass Fachbereiche wie etwa Animatronik oder Mechatronik durchaus in den Bereich der Gestaltung gehören. Besonders fasziniert sind wir von semianalogen Steuerungsformen, die die Qualitäten komplexer Kinematik mit digital gesteuerten Komponenten verknüpfen.
Im Studienjahr 2009/2010 begleiten wir mit unserer umsetzungsorientierten Forschungskompetenz die technologiegestützten Erlebnisparkinszenierungen, mit welchen in deralten Zollhalle des Basler Bahnhofs St. Johann die Geschäftsmodelle einer performativen Produktionskultur in einer bühnenartigen Umgebung durchgespielt und einem breiteren Publikum vorgeführt werden sollen.
Die SIGTEC wird von Frank Fietzek geleitet; das bedeutet auch, dass sie wegen seiner weiten Anreise von Berlin eher in dichten Intensivblocks und nicht im regelmässigen Wochenrhythmus stattfinden wird.

