topbild
You are here: ihw → Projekte → Strategische Projekte → Generatives Design
Artikelaktionen

Generatives Design

Mit generativer Gestaltung vom Massenprodukt zum Möglichkeitssystem: HyperWerk versteht sich inmitten der Ablösung der Industriegesellschaft durch noch zu gestaltende, postindustrielle Verhältnisse. Uns fasziniert die aktuelle Bewegung weg vom industriellen Massenprodukt hin zum Unikat, das spezifische Kundenwünsche erfüllen kann. Im Rahmen unseres Grossprojekts acar2 reagieren wir auf diesen Kontext und untersuchen dazu die faszinierenden Methoden der generativen Gestaltung.

Rollenwechsel
Während die massenproduzierende Industrie in Europa im Abbau begriffen ist, entwickelt sich der Designer zum interdisziplinären Entwickler von Möglichkeitssystemen, die vom Kunden interpretiert werden können. Und damit entwickelt sich der bisherige Produktdesigner zum Prozessgestalter, während der Kunde zum produktgestaltenden Interpreten dieser Angebote wird.

Teamarbeit
Im Team der Hochschulen, die gemeinsam acar2 betreiben, übernimmt HyperWerk die Rolle der Interaktionsleitung – das heisst, wir liefern die Rahmenhandlung und ermöglichen gemeinsame Auftritte.

Produktionsplattform

 

Mittelfristig wollen wir mit acar2 eine Vermarktungs- und Produktionsplattform für Designprodukte aufbauen. Sie soll Studierenden europäischer Designhochschulen ermöglichen, ihre Entwürfe weltweit anzubieten und als Einzelstücke entsprechend Kundenwunsch fertigen zu lassen. Als Zusatznutzen wollen mit diesem öffentlichkeitswirksamen Schaufenster eine zeitgemässe Rolle für Designhochschulen vorstellen und praktisch erproben.

 

Haltung

 

Angesichts einer beunruhigenden Materialverknappung und einer wachsenden Umweltproblematik sucht acar2 ein zeitgemässes Selbstverständnis des Design. Wir wollen Qualitäten neuer Technologien nutzen, um ihre bedrohlichen Auswirkungen, wie beispielsweise die Globalisierung oder den «digitalen Graben», zumindest partiell zu entschärfen.

 

Nachhaltigkeit

 

Wir verwenden leistungsfähige Entwurfsmittel, Dienstleistungs- und Produktionsformen, um von der  anonymen Massenproduktion zur tragbaren Einzelstückfertigung nach Kundenwunsch und vom Wegwerfprodukt zum langlebigen, qualitätsbetonten und identitätsbildenden Wunschobjekt zu gelangen.

 

Generative Gestaltung

 

Ihre Formen entstehen als Folge von Softwareabläufen in einer Art von künstlichem Wachstum. Dabei legt der Designer auf einer abstrakten Ebene die formgebenden Regeln eines Produktes fest, deren vielschichtige Überlagerung komplexe Auswirkungen ergeben können. Es entstehen formal attraktive, überzeugende Formen der Selbstähnlichkeit zwischen Oberflächenstruktur, Farbe und Form der damit gestalteten Objekte. Der Kunde soll dabei auf simple Weise komplexe Eingriffe vornehmen können, deren Stimmigkeit und innere Logik konsequent gewahrt bleiben.

 

Hardware

 

Die Ergebnisse dieser neuartigen Entwurfsarbeit lassen sich im HyperWerk mit einer Reihe von HighTech-Geräten zur Einzelstückproduktion umsetzen, also beispielsweise mit Lasercuttern, mit CNC-Fräsmaschinen oder auch mit RAP-Technologien, deren Produkte dreidimensional ausgedruckt werden. In der praktischen Arbeit mit solchen Geräten wollen wir das Rollenverständnis des Design im Zeitalter von Kundenentwurf und Einzelstück überdenken und umgestalten.

 

Eckdaten

Partner: 8 europäische Designhochschulen

Nächste Auftritte: Medienfestival Ars Electronica 2008 und 2009

Projektlaufzeit: 2003 bis 2010  |  Bisheriges Budget 400’000 CHF

Mischa Schaub: mischa.schaub@fhnw.ch   

http://acar2.org

 

Informationen für:
Direkt zu
Suchportlet
Events
Übersicht Events