Jahresthemen am HyperWerk
Jedes Studienjahr wird durch eine übergreifende Jahresthematik geprägt, die gemeinsam mit den Studierenden entwickelt und dann in Projekten, Workshops und Seminaren behandelt wird.
09-10
undwasjetzt (2009/2010): “Immer mehr” und “nimmermehr”, solche Kurzformeln behaupten, eine Gewissheit über das Kommende zu besitzen, während undwasjetzt vorsichtiger bleibt und auch nicht sagt “es kommt wie es kommt” oder “erstens kommt es anders und zweitens als man denkt”.
undwasjetzt stellt bekannte Reflexions- und Handlungsräume in Frage. In einer unsicheren und komplexen Gegenwart delegiert undwasjetzt den nächsten Schritt nicht an andere und macht sich selbst nicht zum Objekt des Geschehens. undwasjetzt fordert die Verantwortung, den Mut und die Phantasie des Einzelnen.
08-09
emerge! (2008/2009): Emergenz kann man als das Springen eines Systems in einen neuen Zustand beschreiben, ohne dass dieser Sprung vorhersagbar oder aus dem Gegebenen ableitbar wäre. Ein besonderer Fokus soll im kommenden Studienjahr also darauf liegen, ob und wann und wie wir Emergenz ermöglichen oder beobachten können. Wir formulieren „emerge!“ mit Ausrufezeichen, als einen Imperativ also, eine Aufforderung, den Sprung ins Neue zu tun, das ja doch nicht geplant oder willentlich hervorgerufen werden kann.
07-08
ELEMENTAR
(2007/2008) befasst sich mit Komplexität. Mit ihrer Darstellung und dem
Versuch, sie so weit als möglich herunterzubrechen – ohne in die Falle
des Simplifizierens zu tappen. Elementar ist, was nicht weiter
vereinfacht werden kann, ohne an Inhalt einzubüssen: das Sinnatom der
Komplexität. Von wo an geht Informationsgehalt verloren? Startpunkt
eines Prozesses soll es sein, diese Bausteine zu erkennen, um daraufhin
auf ihnen aufzubauen, sie zu grösseren – komplexeren – Molekülen zu
kombinieren und deren neu gewonnenen Eigenheiten zu nutzen.
06-07
actefact (2006/2007) Ausgangslage: Mit der Digitalisierung von Werkzeugen und Produkten scheinen die Folgen des gestalterischen Handelns nur noch schwer erkennbar. Begriffe wie Nachhaltigkeit, Ökologie, Verantwortung etc., die dem eigenen Handeln so etwas wie Sinn verleihen sollen, driften mehr und mehr in den Raum abstrakter Einstellungsfragen ab, in den Bereich der political correctness. Das Wechselverhältnis von Zweck und Mittel, Gestaltung und Anwendung, Wissen und Tun stand dabei ebenso im Zentrum wie die Frage nach sinnvollen Kriterien für Innovation und Qualität. Solche Kriterien könnten etwa darin bestehen, die Bedingungen und Folgen gestalterischer Eingriffe als Teil des eigenen Handelns zu erkennen. Entwickelt werden deshalb in actefact Methoden und Werkzeuge nachhaltiger Prozessgestaltung.
05-06
translearn (2005/2006) setzte sich mit den Veränderungen des Lernens in postindustriellen Lebenswelten (und für sie) auseinander. Das Hauptaugenmerk lag nicht auf Strukturdebatten, sondern auf der Veränderung des Lernens selbst (zum Beispiel das sogenannte ‚informelle’ Lernen), auf der Veränderung von Lernkontexten und -inhalten hin zur Entwicklung kommunikativer Potenziale. Ausserdem wurde an einem erweiterten Werkzeugbegriff und dessen Anwendungsmöglichkeiten gearbeitet, der in Abkehr vom traditionellen, auf Trennung und (Ab)Spaltung orientierten Wissenschaftsbegriff für die Verknüpfung und Integration bislang nicht verbundener Bereiche steht und damit neue Dimensionen des Lernens ermöglicht.
04-05
nomadix (2004/2005) befasste sich mit der Minimierung intelligenter Gebrauchsobjekte, mit den Veränderungen in der Lebenswelt moderner Nomaden. Mobilität, Digitalisierung des Alltags, Transformationen von Ortsbezügen sowie des Ortes selbst bildeten hier die theoretischen Kontexte. Auf der Ebene experimenteller Praxis wurde ein Ausstellungssystem realisiert, das eben diesen Anforderungen an Mobilität, multimediale Kommunikation, minimale Dimensionierung und Transportfähigkeit durch geringes Gewicht entsprach
03-04
02-01
01-02

