«zwischenhalt» von Miriam Nietlisbach
| «Zwischenhalt» ist eine Reihe von Werkzeugen zur Standbildung. Die Objekte positionieren sich als Schnittstellen innerhalb bestehender Strukturen und dienen dem flexiblen Errichten und Erweitern von Marktständen. Durch ihren offenen Charakter werden sie den Bedürfnissen der Markthändler nach individueller Standgestaltung und Anpassungsfähigkeit an Wetter und Angebot gerecht. Sie inspirieren zur Improvisation, zum Umnutzen und Weiterbauen. Während der «Aufsteller» Lösungsvorschläge für den Umgang mit der Tischplatte bietet – er beinhaltet Potenzial zum Bau von Vitrinen, Regalen oder Rückwänden –, so bezieht sich der «Hochstapler» auf die Standardmasse der verschiedenen Kistenmarken. Durch ihn lassen sich Kistentürme als Displays und Regalwände nutzen. Er stapelt Kisten auf Distanz und macht sie zu Standfüssen von Dachlatten oder Aluprofilen. Eine flexible Dachgestaltung wird mit Hilfe des «Ausspanners» – der Blachen oder Baufolien über die Standfläche hinauszieht – möglich. Der «Anhänger» verbindet sie miteinander oder befestigt sie an Zäunen, Lieferwagen oder sonstigen sich anbietenden Elementen. «Zwischenhalt» unterstützt die faszinierenden Eigenschaften des Marktes: seine Flexibilität, seine Fähigkeit zur Selbstorganisation, seine Unkompliziertheit und Vielfältigkeit. Miriam Nietlisbach Referent Praxis: Lutz Gebhardt Referent Theorie: Claude Lichtenstein Fotografie © Hans-Peter Wyss |

