Elena Rybak
«Ein Raum wird mit einem Gespinst aus weissem Fäden vernetzt, so dass sich der Raum in seiner Strenge mit der Arbeit verbindet. Spannungen interessieren mich: „Wuchtig“ soll meine Arbeit wirken und doch leicht. In ihrer Wucht und Natürlichkeit soll sie die Architektur kontrastieren, zugleich abweisend und anziehend wirken. Mir gefällt es, mit Anziehung und Abstoßung, Erotik und Distanz zu spielen. Ebenso lässt sich in der Installation auch Einengung und Beklemmung erfahren. Die Installation beschäftigt sich mit dem, was eine Netzkonstruktion ausmacht: eine höhere Ordnung bei unterschwelligem Durcheinander. Es erinnert an die faustische Suche nach dem, was die Welt zusammenhält. Etwas Einfaches und Stabiles besteht aus Komplexem und Fragilem - so wie Unruhiges und Verwirrendes Halt sucht in Übergeordnetem und Verbindendem. Insofern vereinen sich in der Netzinstallation gebärende Öffnung und traumatische Geschlossenheit. Was auch immer hier passiert, wir sehen es nicht. Was wir sehen, ist das, was übrig bleibt; keine Handlung, nur deren Spuren.»
Elena Rybak
Elena Rybak, «Erscheinung», Installation mit Bindfaden, Masse variabel, 2010

