Patrizia Maag-Barbieri
Flüchtige Erfahrungen stehen ebenso im Mittelpunkt wie Statements zu bestimmten Beobachtungen. In ihren SW Fotografien von Körperdetails erinnern die Hautfalten und Spuren, welche die Zeit im Körper eingeschrieben hat, an die menschliche Verletzlichkeit und Vergänglichkeit. So wie die Haut die Erinnerungen der Zeit speichert, diese in sie eingeschrieben werden, ist auch die Architektur eine Schnittstelle von zeitlichen Prozessen. Die Installationen aus Glas erinnern an Bauten der Gegenwart, deren oftmals grosszügige Transparenz die Grenze von öffentlichem und privatem Raum unsichtbar machen. Der Eindruck von Offenheit und Durchsichtigkeit evoziert Empfindungen von Fragilität – man scheint den Balanceakt von vermeintlicher Stabilität und potentieller Einsturzgefahr förmlich zu spüren.
Patrizia Maag-Barbieri, Ausstellungsansicht, 2010

