Artikelaktionen

    Grenzgang

    Künstlerische Untersuchungen zur Wahrnehmung und Vermittlung von Raum im trinationalen Grenzgebiet

     

    AKTUELL: Grenzgang im Diskurs - Temporäre Forschungsplattform   Programminformationen

    Ziele:
    Angestrebt wird eine dichte Vernetzung des Denkens im und über den Grenzraum um Basel. Ausgewertet wird das Datenmaterial in einer methodischen Triangulation (im Sinne der Verknüpfung unterschiedlicher Arbeits­weisen der Raumwahrnehmung): Die Hochschule für Musik steuert zu diesem Zweck ein Forschungs­interface bei, das unterschiedliche Quellen wie Videos, Bilder, Töne, Text und Musik in der INTERPRETATION ver­binden kann. Seitens des Instituts LGK wird eine zweite Auswertung in einer INSTALLATION die Daten räumlich zueinander in Beziehung setzen, eine dritte Auswertung, ebenfalls seitens des Instituts LGK, ver­knüpft das Potential der gesammelten Daten zu einer PERFORMANCE. Das Projekt zielt jedoch nicht auf eine Synthetisierung dieser Arbeitsweisen und der aufgearbeiteten Daten, sondern erbringt einen Beitrag zur Diskussion der epistemischen Qualitäten künstlerischer und vermitt­lerischer Praxis. Diese korrelierend sollen Forschungsmodi begründet und erprobt werden, die die Wahr­nehmung von Raum und dessen Generierung im Gehen aufzeigen und zur Erkundung des Grenzraumes einbringen.

    Projektteam:
    Prof. Beate Florenz, Institut Lehrberufe für Gestaltung und Kunst HGK FHNW (Leitung)
    Markus Schwander (Co-Leitung), 
    Daniel Brefin, Simone Etter, (Wiss. MitarbeiterIn HGK, LGK)
    Amadis Brugnoni (Abt. Forschung & Entwicklung, Hochschule für Musik FHNW)

    Finanzierung:
    SNF, am Projekt beteiligte Institutionen (Dauer: 2 Jahre)

    Publikationen:
    Beate Florenz, Markus Schwander: "Grenzgang". Vom Dreispitz in den trinationalen Raum. In: Ortszeit. Hg. Prof. Kirsten Merete Langkilde. Christoph Merian Verlag. Basel, 2014
    -> Text als PDF ( 455 KB) downloaden

    Vorgehen:
    Geographischer Ansatzpunkt des Projektes Grenzgangist der vielseitig genutzte, aber durch die Grenz­situation nicht vollständig durchstrukturierte Raum im Dreiländereck Schweiz – Frankreich – Deutschland. Auf der Basis künstlerischer Forschungsmodi sollen Veränderungen dieses Gebietes durch Nutzungen, Grenzziehungen und Zufälligkeiten jenseits der Planung erfahrbar werden, die neue Vorstellungen von Raum etablieren können. Damit soll ein Diskussionsbeitrag geleistet werden, wie anstehende Verände­rungen aus einer künstlerisch reflektierten, wahrnehmungsorientierten Sicht analysiert und erweitert werden können. Einen konzeptionellen Ausgangspunkt bilden die Schriften Lucius Burckhardts zur Spaziergangs­wissenschaft. Darin betont Buckhardt den Zusammenhang zwischen den Bildern in unseren Köpfen und dem, was wir im Raum wahrnehmen. Künstlerische Arbeiten, die einerseits den Spaziergang als Wahr­nehmung von Raum und zur Datenerhebung nutzen (sowohl historische als auch zeitgenössische), oder ihn andererseits als Aktion im öffentlichen Raum sehen, bilden wesentliche Anhalts­punkte für das Vorgehen.

    Das Projekt Grenzgang agiert als Teamforschungsprojekt zwischen dem Institut Lehrberufe für Gestaltung und Kunst (LGK) der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW und der Abteilung Forschung und Entwicklung der Hochschule für Musik FHNW. Grundlage des Projektes bilden gemeinsame Spaziergänge des Forschungsteams im trinationalen Grenzgebiet um Basel. Die Forschenden bringen vor dem Hinter­grund der eigenen Disziplin – Musik, Bildende Kunst und Kunstvermittlung – ihre spezifischen Strategien ein, um indivi­duelle, künstlerische Raumprotokolle zu erstellen. Die hieraus resultierende Datensammlung bildet bewusst ein Kon­glomerat unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Ausdrucksweisen zum Grenz­raum, das dem gesamten Forschungsteam zur Verfügung gestellt wird. Regelmässige Workshops dienen als Milestones und disziplinübergrei­fender Diskursort mit internationalen Experten.

    Begleitet wird das ForschungsprojektGrenzgangdurch das von Pro Helvetia im Rahmen des Programmes «Triptic – Kulturaustausch am Oberrhein» geförderte „Trinationale Festival des Spazierens”, das eine Art Live-Recherche ermög­licht, dem internationalen Austausch dient und die Inhalte des Forschungsprojektes in einem frühen Stadium in eine öffentliche Diskussion bringt.

    Informationen für:
    Suchportlet