Bachelor of Arts
Der „Jardins des Modes“ braucht nämlich gerade aufgrund der scheinbaren Kurzlebigkeit und des Zukunftswillen der Mode vor allem Geduld, Wissen um Traditionen und Mut: in der Verbindung von Materialen und Formen, von Praxis und Theorie, von Individuellem und Allgemeinem, von fast gebrochenen Tabus und einer Konventionalität, die freien Geistes ist.
„In der Mode kann man beinahe alles wagen, weil sie sich durch eine extreme Toleranz gegenüber Extravaganz und Wagnis auszeichnet; man weiss ohnehin, dass man sich ändert. Der >Inhalt< ist gerade das Veränderliche, [...] Das Veränderliche in der Mode ist nicht zufällig oder mehr oder weniger abwendbar, sondern ist von Anfang an geplant und wesentlicher Bestandteil ihres Sinngehaltes. [...] Darin besteht nach Hegel ihre verschwommene Vernünftigkeit: >Dass sie über das Zeitliche das Recht, es immer von Neuem zu verändern, ausübt<“.
(Elena Esposito, Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden Paradoxien der Mode, Frankfurt a. M. 2004)
Wir nehmen diese Perspektive ernst: der Entwurf, die Realisierung und Vermittlung von Mode durch Kleidung können Aktualität (und ebenso Vergangenheit und mögliche Zukunft) erfahrbar machen und ökonomische, gesellschaftliche, kulturelle, politische Bedingungen wie in einem Brennglas fokussieren. Das Sprungbrett sind die Studieninhalte!

