Lectures 2012
Im Frühlingssemester 2012 finden am Institut Visuelle Kommunikation der HGK Basel zwei Lectures-Veranstaltungen statt. Prof. Alois M. Müller referiert über Positionen in der zeitgenössischen Kunst.
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Der amerikanische Künstler Jeff Koons (*1955) wird in diesem Frühjahr/Sommer gleich in drei Museen umfassend ausgestellt. In Frankfurt mit den beiden Ausstellungen „The Painter“ und „The Sculptor“, und in Basel in der Fondation Beyeler. Anlass genug, sich mit diesem wirkungsmächtigen Werk und Künstler zu befassen.
In Basel werden die drei zentralen Werkgruppen „The New“, „Banality“ und „Celebration“ gezeigt, welche drei Etappen im Werdegang des Künstlers darstellen.
Jeff Koons hat 1992 ein Buch mit selbst verfassten Kurztexten zu den einzelnen Werken zusammengestellt, das „Jeff Koons Handbuch“. Anhand dieses Künstlerbuches, in welchem auch viele Werke aus der Basler Schau kommentiert werden, wollen wir uns der Bilderwelt und dem Weltbild Jeff Koons’ nähern, um danach den Blick auf das gesamte Schaffen zu öffnen.
Lecture Prof. Alois M. Müller: Jeff Koons
Mittwoch, 30. Mai 2012, 16.30 Uhr, Aula
Vogelsangstr. 15, 4058 Basel
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Anlässlich der Art 43 wird im Theater Basel „The Life and Dead of Marina Abramovic“ aufgeführt. Regie führt Robert Wilson (*1941).
Zentral für die Performances von Marina Abramovic (*1946) sind die Belastung und die Versehrung des menschlichen Körpers. Seit 1989 hatte sie vor, ihr Leben auf der Bühne zusammen mit einem Regisseur zu inszenieren: „Ich gebe ihm das Material, alle meine Aufzeichnungen, und sie tun damit, was sie wollen.“ Nun führt der Hohepriester theatraler Künstlichkeit, Robert Wilson, Regie.
Die Charaktere und Werke könnten unterschiedlicher nicht sein. Marina Abramovic, die sich dem Schmerz körperlich aussetzt, und Robert Wilson, der die Körperlichkeit in kühle Strukturen und Muster auflöst. Diese Diskrepanz und ist das Thema des Referates.
2010 sass Marina Abramovic drei Monate lang, sieben Stunden am Tag in ihrer Ausstellung im Museum of Modern Art in New York auf einem Stuhl bewegungslos einem Tisch. Einzelne Zuschauer konnten sich ihr gegenüber setzen, um mit ihr in einen stummen Dialog zu treten. Auf dem Netz sind berührende Porträts dieser Begegnungen zu sehen, viele Menschen begannen zu weinen (siehe „Marina Abramovic Made Me Cry“).
„The Artist is Present“ hiess die Performance, über deren Entstehen und Ablauf der Regisseur Matthew Akers einen Film gedreht hat. Er läuft während der Art 43 im Stadtkino Basel (14./15. Juni 2012, 20h/22h).
Lecture Prof. Alois M. Müller: Marina Abramovic / Robert Wilson
Mittwoch, 6. Juni 2012, 16.30 Uhr, Aula
Vogelsangstr. 15, 4058 Basel
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