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Zehn Hochschulen Ein Ziel

Die FHNW umfasst 10 Hochschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wählen Sie eine Hochschule aus, um deren spezifische Kurse, Studiengänge und Informationen zu sehen.

Angewandte Psychologie

Architektur, Bau und Geomatik

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Soziale Arbeit

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Jahresbericht 2025,

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Jahresberichte
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Auf dieser Seite finden Sie Zahlen und Informationen aus dem Berichtsjahr 2025.

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Aus den HochschulenStiftung FHNW


Aus den Hochschulen der FHNW


Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW

Psychologische Impulse für die Arbeitswelt von morgen – Auch 2025 trug die Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW mit psychologischer Expertise massgeblich zur humanzentrierten Zukunftsgestaltung bei. Aus‑ und Weiterbildung sowie anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung adressieren konsequent aktuelle Bedarfe von Wirtschaft und Gesellschaft.

Gruppenbild. Antonio hält dir Urkunde für die beste Bachelorarbeit in den Händen
Preisverleihung HRM-Arbeit des Jahres mit Prof. Dr. Justus Julius Kunz, Antonio Mero, Dr. med. Alexander Wopfner und Prof. Dr. Albert Vollmer (v.l.n.r.)

Ausbildung: wirkungsvoll und nachgefragt

Die Ausbildungsangebote der Hochschule sind stark nachgefragt und zukunftsfähig. Sie nehmen gesellschaftliche Bedarfe und wirtschaftliche Herausforderungen wahr und stärken die Ausbildung von Fachkräften in sinnstiftenden und relevanten Tätigkeitsfeldern.

2025 wurden 201 Studierende diplomiert – so viele wie nie zuvor. Die Studierendenzahl wuchs auf 943 Bachelor- und Master-Studierende (+ 8 % ggü. Vorjahr).

Der neue Master-Studiengang Human‑Centered Digital Innovation startete erfolgreich. Er kombiniert Interdisziplinarität und eigenverantwortliches Lernen mit Praxisimmersion durch Mitarbeit an digitalen Innovationsvorhaben in Unternehmen– eine herausragende Lehrinnovation der Hochschule.

Anpassungen in den Psychologiestudiengängen ermöglichen neu den Erwerb der für eine Psychotherapieweiterbildung notwendigen ECTS-Punkte in klinischen Fächern. Dies eröffnet zusätzliche berufliche Perspektiven für die Absolvent*innen und trägt zur Entschärfung des Fachkräftemangels bei.

2025 ging der Preis für die beste Bachelorarbeit des Jahres im Bereich Human Resource Management, verliehen vom Institut für Personalmanagement und Organisation, an Antonio Mero, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie.

Podium des Praxisevent. Ein Mann steht inmitten einer Gruppe auf der Bühne vor einem grossen Bildschirm mit Präsentation und hält die Arme nach oben. Im Vordergrund sieht man den Rücken des Publikums.
Der Praxisevent 2025 stiess auf grosses Interesse
Foto: Daniela Friedli

Praxisnahe Weiterbildung

Neue Weiterbildungsangebote machen aktuelle Ergebnisse aus der angewandten Forschung für die Praxis nutzbar: Der 2025 lancierte CAS HR-Zukunftsstrategie vermittelt ein vernetztes Verständnis relevanter Trends und Herausforderungen im HR-Management. Der massgeschneiderte Kurs «Human Factors für die Nuklearbranche», auf Anfrage und in Kooperation mit dem Nuklearforum Schweiz entwickelt, ist ein gelungenes Beispiel für eine partnerschaftlich erarbeitete branchenspezifische Weiterbildungslösung.

Die Online‑Reihe Psychologie kompakt verzeichnete erstmals über 2000 Anmeldungen und wird zunehmend auch von Organisationen in deren interne Schulungen integriert.

Forschung und Events zum Thema Future Health

Weitere Forschung und Events fokussierten das Zukunftsfeld Future Health: Ein Forschungsteam untersuchte, wie Laufbahnen von Spitalärzt*innen besser an unterschiedliche Lebensphasen angepasst werden können. Basierend auf einer Befragung mit 557 Spitalärzt*innen entstand ein Handbuch mit praxisorientierten Lösungen in den Bereichen Arbeitsorganisation, Führung und Kooperation – mit dem Ziel, Fachkräfte im Gesundheitswesen zu gewinnen und zu halten sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern. Das Projekt fand breite Resonanz in Spitälern und Berufsverbänden, ein Folgeprojekt ist bereits gestartet.

Beim Praxisevent zu Future Health präsentierten Forschende der Hochschule zusammen mit Praxispartner*innen innovative psychologische Ansätze zur nachhaltigen Förderung von Resilienz, psychischer Gesundheit und Leistungsfähigkeit in Unternehmen. Rund 230 Teilnehmende nahmen die Gelegenheit wahr, neue Impulse für ihren Arbeitsalltag zu erhalten.

Der Alumni-Verein Angewandte Psychologie feierte sein 15-jähriges Jubiläum unter dem Motto «Gesund leben, gesund arbeiten, gesund verändern». Betriebsbesichtigungen bei Mobiliar und Migros Aare sowie das Forum Wirtschaftspsychologie zum Thema «Life & Job Crafting», lösten bei den nahezu 1000 Vereinsmitgliedern positive Resonanz aus.

Zwei Frauen und zwei Männer schauen in die Kamera. In der Mitte steht Roboter Temi. Er ist etwa 1 Meter hoch und hat als Kopf ein lachendes gelbes Smiley auf einem Display.
Roboter TEMI kommt am Strickhof zum Einsatz

Expertise für Arbeit und Industrie

Im Zukunftsfeld New Work ist die Hochschule seit vielen Jahren etablierte Forschungs- und Entwicklungspartnerin für Unternehmen. 2025 wurden in diesem Themenfeld erfolgreich Projekte abgeschlossen, aus denen sich wichtige Handlungsempfehlungen ableiten.

Die fünfte FlexWork Trendstudie zu mobil‑flexiblem Arbeiten zeigte: 50 % der Erwerbstätigen nutzen mobiles Arbeiten, 30 % setzen New‑Work‑Praktiken ein – verbunden mit höherer Zufriedenheit und besserer Work‑Life‑Balance. Die Ergebnisse liefern Orientierung für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Arbeitsmodellen, liefern eine belastbare Datengrundlage zu modernen Arbeitsformen und zeigen langfristige Trends.

2025 startete ein Projekt mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) zur Förderung der integrativen Sicherheit. Ziel ist es, theoretisch fundierte Instrumente zu entwickeln, um Aufsichtsbehörde und Unternehmen der Nuklearbranche für die Wechselwirkungen zwischen Safety, Security und Informationssicherheit zu sensibilisieren und deren Integration zu unterstützen.

Menschenzentrierte KI in der Praxis

Gemeinsam mit der Berner Fachhochschule wurde das Potenzial für menschzentrierte KI in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) analysiert. Das Projekt klärte, ob die BSLB eigene KI‑Tools entwickeln will und welche Prioritäten dabei zu setzen sind. Ergebnis ist ein fundierter Überblick über mögliche Use Cases und technische Lösungsansätze – als solide Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte.

Ein weiteres Projekt testet den Nutzen des sozialen Roboters TEMI am Strickhof Lindau, etwa bei Veranstaltungen oder im Empfangsbereich. Erste Tests zeigen: Die Akzeptanz steigt bei gezielter Einbindung ins Programm. Die Auswertung der Reaktionen zeigt, unter welchen Bedingungen ein regelmässiger Einsatz möglich ist.

Screenshots des digitalen Velotraininigs auf einem Desktop und zwei Handys.
Visualisierung digitales Velotraining
Foto: Pro Velo

Mobilität: Sicher und nachhaltig unterwegs

Ein digitales Velotraining verbessert nachweislich das Verhalten in kritischen Situationen – etwa beim Kreuzen eines Kreisels oder beim Vorbeifahren an parkierten Autos. Es basiert auf früheren FHNW‑Forschungen zu velospezifischen Fahrkompetenzen und spielerischen Lernmethoden.

Gemeinsam mit den SBB wurden Mobilitätsbedürfnisse zukünftiger Pensionierter untersucht. Aus den ermittelten motivierenden Faktoren sowie Barrieren für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs wurden Strategien zur Ansprache dieser Zielgruppe abgeleitet.

Mit diesen positiven Entwicklungen blickt die Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, die im Jahr 2026 ihr 20-jähriges Bestehen


Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

Zukunftsfähige Räume nachhaltig gestalten – Im Jahr 2025 schärfte die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW ihr Profil weiter als praxisorientierte Bildungs- und Forschungsinstitution für die künftigen Lebensräume. Sowohl in der Aus- und Weiterbildung als auch in der angewandten Forschung legte sie Schwerpunkte auf nachhaltiges Bauen, transformative Raumentwicklung, digitale Planungs- und Bauprozesse sowie auf die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften für eine sich wandelnde Planungs- und Baupraxis.

Gruppenbild der Absolvent*innen auf der Bühne. Sie lächeln und halten teilweise ihre Diplome und Auszeichnungen in den Händen.
Absolvent*innen des Bachelor of Science FHNW in Bauingenieurwesen
Foto: FHNW

Praxisbezogene Ausbildung mit gesellschaftlicher Relevanz

Die fünf Bachelor- und fünf Master-Studiengänge der Hochschule zeichnen sich weiterhin durch einen hohen Praxisbezug und eine enge Verzahnung von Konzeption, Technik und gesellschaftlichen Fragestellungen aus. Im September schlossen 131 Studierende ihr Studium erfolgreich ab. An der Diplomfeier am FHNW Campus Muttenz wurden neben den Studienabschlüssen auch besonders überzeugende Abschlussarbeiten gewürdigt, die sich unter anderem mit nachhaltigem Bauen, Energieeffizienz, digitaler Projektkoordination sowie räumlicher Analyse auseinandersetzten. Mehr dazu lesen Sie in den News der HABG zum Studienabschluss 2025.

Während des Studienjahres vertiefte die Hochschule projektbasierte und experimentelle Lehrformate. Exkursionen, Seminarwochen und internationale Studienreisen ermöglichten den Studierenden, komplexe Planungs- und Bauprozesse in der realen Umgebung zu analysieren. In den Studiengängen wurden innovative Materialien, Methoden und digitale Werkzeuge praktisch erprobt, etwa im Umgang mit alternativen Baustoffen oder datenbasierten Planungsgrundlagen.

Teilnehmende der Geomatik Summer School beim Grille
Auch gemeinsames Grillen ist Teil der Geomatik Summer School
Foto: FHNW

Nachwuchsförderung und grenzüberschreitendes Lernen

Mit der erneut erfolgreichen Geomatik Summer School eröffnete die Hochschule jungen Menschen auch ausserhalb des regulären Studiums einen spielerischen und praxisnahen Zugang zur angewandten Geomatik. Neben spannenden Workshops an der Kinderhochschule und dem Zukunftstag trug die Summer School so entscheidend zur Nachwuchsförderung bei.

An der Sommerakademie Hochrhein trafen sich 70 Studierende und junge Fachleute von 20 Hochschulen aus dem D-A-CH-Raum in Rheinfelden (CH), um räumliche Fragestellungen entlang des Hochrheins in einem grenzüberschreitenden Kontext zu bearbeiten. In interdisziplinären Teams entwickelten sie Projektideen für klimaangepasste Landschaften, industrielle Transformationsräume und rheinübergreifende Freiräume. Die Sommerakademie leistete einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit zukunftsfähigen räumlichen Entwicklungen im Hochrheingebiet.

Gruppenbild der lachenden Absolvent*innen. Manche haben ihr Diplom in der Hände.
Absolvent*innen des MAS Digitales Bauen
Foto: FHNW

Weiterbildung für komplexe räumliche Herausforderungen

In der Weiterbildung begegnete die Hochschule auch 2025 neuen Herausforderungen in Planung, Verwaltung und Bauwirtschaft. Mit dem CAS Transformative Raumentwicklung schuf sie ein neues Angebot für Fachpersonen, die räumliche Veränderungsprozesse im Kontext von Klimawandel und Mobilität verantwortungsvoll gestalten wollen. Das CAS-Programm verbindet gezielt theoretische Grundlagen mit konkreten Fallstudien und stärkt die Handlungskompetenz der Teilnehmenden in komplexen Entscheidungssituationen.

Bestehende Weiterbildungsprogramme, etwa in den Fachgebieten GeoBIM und digitale Planungsmethoden, wurden erfolgreich weitergeführt und inhaltlich vertieft. Die daraus entstandenen Zertifikatsarbeiten zeigten praxisnahe Anwendungen von Building Information Modeling, Geodatenintegration sowie interdisziplinärer Zusammenarbeit und verdeutlichten den direkten Nutzen der Weiterbildung in der Praxis. Mehr dazu in den News der HABG.

Ein weiteres Highlight des Jahres war die MAS-Diplomfeier der HABG am Campus Muttenz: Die rund 30 Absolvent*innen der berufsbegleitenden MAS-Programme – darunter Digitales Bauen, Bauleitung und Nachhaltiges Bauen – wurden feierlich gewürdigt.

Bild der Fotofalle. Die KI hat Wildschweine über den Gleisen identifiziert und markiert sie mit einem gelben Quadrat
Adrian Meyers Fotofalle dokumentiert die Passage von Tieren, die KI identifiziert die Tiere als Wildschweine
Foto: Adrian Meyer

Lebenswerte Räume erforscht

Die Forschung an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW war 2025 stark auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen ausgerichtet. Dazu gehörte das von Innosuisse geförderte Projekt «Superblock-Mainstreaming» am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau, das sich mit der Übertragbarkeit autoarmer Stadtquartiere in den städtischen Alltag beschäftigt. Ziel des Projekts ist es, Strategien, Werkzeuge und Empfehlungen zu entwickeln, die eine breitere Umsetzung von Superblocks in Schweizer Städten erleichtern und so zu lebenswerten, klimaangepassten und verkehrsreduzierten Quartieren beitragen.

Ein weiteres aussergewöhnliches Forschungsprojekt am Institut Geomatik befasste sich mit der Analyse von Wildtierbewegungen im Umfeld von Schieneninfrastrukturen. Mithilfe von Geodaten, räumlichen Analysen und Methoden der künstlichen Intelligenz wurden Aufenthaltswahrscheinlichkeiten von Wildtieren modelliert, um Risikobereiche für Wildtierkollisionen im Bahnverkehr, insbesondere mit Wildschweinen, besser zu identifizieren. Die Ergebnisse unterstützen die Entwicklung von Präventions- und Schutzmassnahmen und leisten einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie zum Schutz von Lebensräumen.

Abschalungselemente sind eine Art Holzkasten mit Stahlbewehrung in die der Beton zum Aushärten gegossen wird
Das Abschalungselement WAVEnd
Foto: FHNW

Im Baulabor FHNW wurde gemeinsam mit einem Industriepartner ein neuartiges Abschalungselement für den Stahlbetonbau entwickelt und erprobt. Das innovative Element erleichtert die Verbindung von Betonieretappen auf der Baustelle und wurde erfolgreich im Bauversuch validiert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis zeigt, wie anwendungsorientierte Entwicklungen direkt auf reale Bauprozesse wirken.

Gruppenbild des Leitungsteams vor dem FHNW Campus Muttenz
Das Leitungsteam Institut Architektur (IARCH) von links: Prof. Tim Seidel, Prof. Axel Humpert (beide ab September 2025 Leitung Master IARCH), Prof. Shadi Rahbaran, Prof. Ursula Hürzeler (beide ab September 2025 Co-Leitung IARCH)
Foto: FHNW

Personelle Wechsel und institutionelle Kontinuität

Mit der Berufung von Oliver Schneider zum Professor am Institut Digitales Bauen stärkte die Hochschule ihre Kompetenzen in den Bereichen digitale Bauprozesse, BIM und integrale Planung. Seit Anfang April leitet Prof. Nora Dainton das Institut a. i. und ist Mitglied der Hochschulleitung.

Am Institut Architektur erfolgte turnusgemäss ein Wechsel: Prof. Ursula Hürzeler und Prof. Shadi Rahbaran übernahmen die Institutsleitung und verbinden Kontinuität mit neuen Impulsen für die strategische und inhaltliche Weiterentwicklung.

Im Institut Bauingenieurwesen trat Prof. Dr. Lukas Knittel die Nachfolge von Prof. Dr. Ulrich Trunk an und übernahm die Leitung des Fachbereichs Geotechnik. Seine breite Expertise im Spezialtiefbau und im nachhaltigen Bauen ermöglichen neue richtungsweisende Impulse.

Auch im Institut für Nachhaltigkeit und Energie am Bau fand ein Generationenwechsel statt: Prof. Dr. Ralph Eismann, langjähriger Leiter des Fachbereichs Gebäudetechnik und erneuerbare Energien, hat die Leitung an die ausgewiesene Energieexpertin Prof. Dr. Natasa Vulic übergeben.


Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW

Kreatives Umfeld für Design, Kunst und Vermittlung – Die Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW (HGK Basel) bietet ein kreatives Umfeld für das Studium in Kunst, Design und Vermittlung. Studierenden werden individuelle Freiräume eröffnet und gleichzeitig ein Bewusstsein für das Zusammenleben in gesellschaftlichen Kontexten vermittelt. Die HGK Basel hat den Anspruch, eine inspirierende und ambitionierte Hochschule zu sein, die gleichzeitig einladend, fröhlich und transformativ agiert. Dabei spielen die Themen Digitalität, Diversität und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Im Vordergrund der Park mit Sitzbänken, im Hintergrund das HGK-Hochhaus
Der neue Pocket Park auf dem Campus der HGK Basel FHNW
Foto: Pati Grabowciz, HGK Basel

Greening the Campus: Begrünungsprojekte auf dem Campus der HGK Basel FHNW

Die Initiative «Greening the Campus» im Rahmen der Strategie HGK Basel 2035 hat mit verschiedenen Projekten Form angenommen. Rund um Freilager-Platz, Ateliergebäude, Hochhaus und Ausstellungsraum «der Tank» entstehen auf dem Campus der HGK Basel Ort für Aufenthalt, Austausch und soziale Interaktion – im Sinne der Zukunftsfelder der FHNW: «New Work», «Future Health» und «Zero Emission».

Zu den Begrünungsprojekten gehören der «Pocket Park» an der Oslo-Strasse, der Kräuter- und Gemüsegarten «Soul Kitchen» im Gleishof, eine Wildblumenwiese vor dem «Tank» sowie sieben Aufenthaltsobjekte aus dem Projekt «SociaLandscapes», realisiert von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Innenarchitektur und Szenografie unter der Leitung von André Haarscheidt.

Das jüngste Projekt ist die Begrünung des Gleisbogens auf dem Freilager-Platz. Dort wurde der Boden entsiegelt, mit Mergel versehen und von einer Hecke aus Bäumen und Büschen eingefasst. In Kombination mit den Aufenthaltsobjekten aus «SociaLandscapes» entsteht so ein «Baumzimmer» als Meetingraum im Freien.

Ein weibliches und ein männliches Model tragen die Trikots in rot-blauen Streifen
Die von Studierenden des Masterstudio Design der HGK Basel gestalteten Trikots der HGK Basel
Foto: FC Basel 1893

Masterstudio Design der HGK Basel FHNW entwirft die Trikots des FC Basel für die Saison 2025/26

Connor Muething, Vladislav Ruegger und Livia Simoni, Studierende am Masterstudio Design (ICDP) der HGK Basel, entwarfen die Trikots des FC Basel für die Saison 2025/26 – inspiriert von den Strömungen des Rheins.

Das Heimtrikot greift mit dunkelrot-dunkelblauen Streifen die Vereinsfarben von 1893 auf, gekrümmte Schulterstreifen erinnern an Wasserbewegung. Knallige Outlines, strukturierte Textilien und der Baslerstab im Nacken runden das Design ab. Beim Auswärtstrikot mischen sich Rot und Blau zu hellem Lila mit glänzenden Streifen, Navy-Details und Rückennummern in der FCB-Schrift «1893».

Die Trikots entstanden in Kooperation mit Macron aus recyceltem PET nach Global Recycled Standard, betreut von Jacqueline Loekito, Leiterin Masterstudio Fashion Design.

Eine Frau steht an einem Tisch und zeigt ihren Entwurf. Ein Mann beugt sich über den Tisch und guckt den Entwurf an
Ausstellung CoLAB, ICDP Prospects Unfolded im House of Switzerland an der Milano Design Week 2025
Foto: Timon Wullschleger

Präsenz der HGK Basel FHNW an der Milano Design Week 2025

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und Präsenz Schweiz präsentierten an der Milano Design Week vom 7.–13. April 2025 im House of Switzerland Arbeiten junger Designer:innen, Marken und Hochschulen. Das Institute Contemporary Design Practices (ICDP) der HGK Basel zeigte die Ausstellung «CoLAB: ICDP Prospects Unfolded» zu interdisziplinärer Zusammenarbeit in Bachelor- und Masterstudiengängen – kuratiert vom Wiener mischer’traxler studio.

Rund 23 500 Besucher*innen, darunter Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, bestätigten das internationale Interesse an Schweizer Design. Auch Studierende aus dem Bachelor-Studiengang Prozessgestaltung am Hyperwerk und dem Master-Studiengang Transversal Design am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) stellten Projekte vor, darunter das Masterprojekt «Käsesyndikat» zu Landwirtschaft und Gemeinschaftspraxis in Guttannen sowie die «Study Group for Future Abolitionists» mit «Prison Times – Spatial Dynamics of Penal Environments» zu repressiven Strukturen und einer Zukunft ohne Gefängnisse.

Menschen sitzen auf einem Podium
Das Full Circle Symposium 2025 der HGK Basel FHNW und der Hochschule für Wirtschaft FHNW
Foto: Full Circle Symposium

«Full Circle» – gemeinsames Symposium zur Kreislaufwirtschaft in der Schweiz der HSW und HGK Basel FHNW

Wer hat welche Rolle in der Kreislaufwirtschaft? Wie arbeiten Akteur*innen in diesem Feld zusammen und wie können sie voneinander profitieren? Die erste Ausgabe von «Full Circle», dem von der HGK Basel FHNW und der Hochschule für Wirtschaft FHNW ausgerichteten Symposium zur Kreislaufwirtschaft in der Schweiz, versammelte am 27./28. März 2025 auf dem Campus der HGK Basel zahlreiche Vertreter*innen aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft, um den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zu beschleunigen. Die zweite Ausgabe des Symposiums findet am 23./24. April 2026 statt.

Chus Martínez sitzt in einem roten Kleid in einer Bibliothek und arbeitet am Laptop
Chus Martínez leitet die 36. Ljubljana Biennale of Graphic Arts
Foto: Christophe Bühler

The Oracle: 36. Ljubljana Biennale of Graphic Arts unter der Leitung von Chus Martínez

Die 36. Ljubljana Biennale of Graphic Arts, die vom 6. Juni bis 12. Oktober 2025 unter dem Titel «The Orcale» stattfand, stand unter der künstlerischen Leitung von Chus Martínez, Leiterin des Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel.

Die Ljubljana Biennale of Graphic Arts ist eine der ältesten internationalen Biennalen der Welt und feierte 2025 ihr 70-jähriges Bestehen. Unter dem Titel «The Oracle» bezieht sich die Ljubljana Biennale 2025 thematisch auf das Orakel im Sinne des antiken Begriffs für einen Ort, an dem wir die Zukunft treffen. Gleichzeitig erkundete sie die Kraft der Vorstellungskraft, um unseren Glauben an Freiheit und Solidarität zu erneuern.

Lumo ist ein mit Compuer designtes Männchen in Herzform und grossen Augen und Wuschelhaaren
Lumo – von Lynn Brunner entworfene Logo des ESC 2025 in Basel
Foto: SRG SSR

Entwurf des Maskottchens für den ESC 2025 aus der HGK Basel FHNW

Lynn Brunner, Studentin im Bachelor Visuelle Kommunikation und digitale Räume am Institute Digital Communication Environments (IDCE) der HGK Basel, gewann den Wettbewerb für das offizielle Maskottchen des Eurovision Song Contest 2025, der vom 13. bis 17. Mai in Basel stattfand. Rund 1 100 Studierende und Lernende der HGK Basel und der Schule für Gestaltung Basel hatten die Möglichkeit, Entwürfe einzureichen. Das Maskottchen «Lumo» – abgeleitet von «luminous» – wurde zum Symbol für Licht, Energie und das ESC-Motto «United by Music».

Preise & Auszeichnungen 2025 (Auswahl)
Ausstellungen 2025 (Auswahl)

Hochschule für Informatik FHNW

Ein neues Kapitel für die FHNW: Die Gründung der Hochschule für Informatik – Mit einem kräftigen Aufbruchssignal eröffnete die FHNW die neue Hochschule für Informatik. Sie reagiert damit entschlossen auf den wachsenden Fachkräftebedarf, beschleunigt den Transfer von Wissen in die Wirtschaft und eröffnet jungen Talenten neue Perspektiven.

Doris Agotai und Peter Flohr stehen auf einer Bühne. Im Hintergrund ist eine Medieninstallation mit Progammiercode
Doris Agotai, Direktorin der Hochschule für Informatik FHNW, und Peter Flohr, Direktor der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW
Bild: Stiftung FHNW

Digitalisierung als Chance nutzen

Die digitale Transformation und die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz führen zu einer tiefgreifenden Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dies verlangt nach neuen Kompetenzen, neuen Ausbildungsformen und nach einem Fokus auf ein lebenslanges Lernen. Die Hochschule für Informatik FHNW nimmt dies als Chance auf und versteht sich als Impulsgeberin. Sie setzt auf ein dynamisches Zusammenspiel von Ausbildung, Forschung und Praxis. Im Zentrum stehen der Aufbau neuer Studienangebote, innovativer Lernformate sowie die Etablierung von spezialisierten Labs, in denen Studierende, Forschende und Unternehmen gemeinsam an Lösungen für die digitale Zukunft arbeiten.

«Mit der neuen Hochschule für Informatik FHNW schaffen wir einen inspirierenden Ort für alle, die die digitale Zukunft aktiv mitgestalten wollen. Wir verbinden tiefgreifende Expertise, Praxisnähe und eine starke Community, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu stärken.» (Doris Agotai, Direktorin der Hochschule für Informatik FHNW.)

Neue Angebote und Themensetzungen: High Performance Computing

Mit dem Herbstsemester 2025 fiel der Startschuss für die ersten neuen Angebote: Mit Artificial Intelligence & High Performance Computing entsteht eine einzigartige Verbindung von AI und Hochleistungsrecheninfrastruktur. Die Hochschule positioniert sich damit an einer Schnittstelle, an der mit Hilfe von AI-Algorithmen komplexe Modelle auf grossen Datenmengen effizient trainiert, simuliert und skaliert werden – und so neue Anwendungen in Forschung und Industrie ermöglichen.

Ein weiteres Angebot umfasst Data Science & Artificial Intelligence for Sustainabilty, wo Studierende lernen, Daten und AI gezielt für nachhaltige Innovationen einzusetzen – so beispielsweise durch die Optimierung von Energiesystemen, die Modellierung von Klimaszenarien oder die Entwicklung ressourcenschonender Technologien. Bald folgen weitere Studienrichtungen, darunter Security, Platforms & DevOps, die dringend benötigtes Know-How zu Cybersecurity mit agiler Plattformentwicklung und DevOps-Prozessen verbindet.

Auch im Master of Science in Engineering MSE fand eine Erweiterung des Angebots statt. Die beiden bestehenden Profile in Computer Science und Data Science wurden um ein drittes Profil in Information and Cyber Security erweitert.

Computervisualisierung der Euclid-Sonde
Die Euclid-Sonde der ESA
Bild: ESA

Begeisternd, fundiert, vernetzt

Mit über 100 drittmittelgeförderten Projekten ist die HSI eine profilierte und forschungsstarke Hochschule. International sichtbar war die Arbeit im Umfeld der Euclid-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Die Hochschule leitet die Entwicklung eines HPC-Frameworks, das die Verarbeitung sehr grosser Datenmengen in verteilten Supercomputing-Umgebungen ermöglicht. Damit trägt sie dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse aus komplexen Daten überhaupt erst zugänglich zu machen.

Ein weiteres Beispiel zeigt die Nähe zur Lebenswelt: In Zusammenarbeit mit Baby Sleep Doctors und dem Kinderspital Zürich entstand eine KI-basierte App, die Familien beim Schlafverhalten von Kleinkindern unterstützt. Die öffentliche Präsentation im Format «Die Höhle der Löwen» machte anwendungsorientierte Informatik für ein breites Publikum greifbar.

Zum Forschungsverständnis gehört auch die kritische Einordnung neuer Technologien. Gemeinsam mit dem SRF-Format «Kassensturz» verglich die Hochschule führende Chatbots und zeigte, wo Chancen liegen und wo Grenzen, Risiken oder Missverständnisse entstehen können. So trägt sie dazu bei, Debatten rund um KI sachlich und verständlich zu führen.

Weiterbildung und lebenslanges Lernen

Die Hochschule für Informatik FHNW versteht Weiterbildung als Teil lebenslanger Lernbiografien. Im Gründungsjahr wurde das Zentrum für Weiterbildung aufgebaut, thematische Linien weiterentwickelt und neue Angebote vorbereitet, die Fachpersonen im Beruf adressieren: von KI und Data Science über Security bis zu modernen Ansätzen im Bereich Software Entwicklung. Damit ergänzt die Hochschule ihre Ausbildung und Forschung um Formate, die aktuelles Wissen gezielt in die Praxis bringen.

Weiterbildung Informatik

Ein Bagger vor dem neuen FHNW Campus Dreispitz in Basel.
Der zukünftige FHNW Campus Dreispitz in Basel
Bild: Sylvain Gardel, FHNW

Ausblick: Präsenz erweitern und Community stärken

Ein nächster Meilenstein ist die Eröffnung des zweitens Standorts in Basel ab Sommer 2026, um die digitale Innovationskraft im Raum Basel zu stärken. Mit einem neuen Campus im Dreispitz erweitert die Hochschule für Informatik ihre fachlichen Angebote, bietet vor Ort neue Studienmöglichkeiten an und positioniert sich auch in der Weiterbildung.

In enger Zusammenarbeit mit der Innovationsförderung Basel Stadt wurde der Verein «Basel Tech» gegründet, der die Entstehung eines neuen ICT Ökosystem in der Region Basel vorantreibt.


Hochschule für Life Sciences FHNW

Die Hochschule für Life Sciences FHNW als Impulsgeberin für Future Health und Zero Emission im Rahmen der FHNW-Strategie 2035

Das Process Technology Center am FHNW Campus Muttenz gehört zu den modernsten Verfahrenstechnik-Zentren Europas und bietet optimale Bedingungen für angewandte Forschung, Ausbildung und Innovation. Quelle: Hochschule für Life Sciences FHNW

Flagship-Projekte für KI-gestützte Krebsmedizin gestartet

Mit den Innosuisse-Flagship-Projekten ORION und NAIPO stärkt die Hochschule für Life Sciences ihre Kompetenz in künstlicher Intelligenz und Präzisionsonkologie. ORION entwickelt KI-gestützte Tumormodelle auf Basis patientenspezifischer Daten und Gewebeproben, um Therapien realitätsnah zu testen und langfristig digitale Tumorzwillinge zu erstellen. Die Forschungsgruppe Cell Biology unterstützt die Validierung und Sicherheitsprüfung. NAIPO baut eine sichere, datenschutzkonforme KI-Infrastruktur für die Krebsmedizin in der Schweiz auf und entwickelt Anwendungen, die klinische Entscheidungen unterstützen, Tumorboards vernetzen und Patient*innen digital begleiten.

Gemeinsam schaffen ORION und NAIPO die Brücke von experimenteller Forschung zu skalierbarer klinischer Anwendung und zeigen die umfassende KI-Kompetenz der Hochschule.

Herzrhythmus unter Kontrolle: KI sagt Therapieerfolg voraus

Vorhofflimmern, die weltweit häufigste Herzrhythmusstörung, tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Üblicherweise wird sie durch eine kurze Operation, die sogenannte Katheterablation, behandelt. Forschende des Instituts für Medizintechnik und Medizininformatik der Hochschule für Life Sciences untersuchen gemeinsam mit einer Forschungsgruppe der Kardiologie des Universitätsspitals Basel, ob sich der Erfolg dieses Eingriffs anhand von Patientendaten vorhersagen lässt. Dabei kommt künstliche Intelligenz unterstützend zum Einsatz.

Treffpunkt der internationalen Biotech-Community

Organisiert von der Hochschule für Life Sciences wurde der FHNW Campus Muttenz vom 9. bis 11. November 2025 zum Treffpunkt der internationalen Biotech-Community. An der Dreiländertagung SSBE | ÖGBMT | DGBMT: BMT 2025, wurden u.a. neue Ansätze in der Medizintechnik, biomedizinische Sensorsysteme, digitale Gesundheitslösungen sowie regulatorische und translationale Fragestellungen diskutiert.

Arzt interagiert mit KI
Foto: Zohaibzahid / Adobe Stock (generiert mit KI)

Zukunft der Medizin: KI im Fokus

Erfolgreich fand zum zweiten Mal vom 10.–11. November 2025 die AI in Health International Conference auf dem FHNW Campus Muttenz statt mit einer grossen internationalen Beteiligung aus Forschung, Spitälern, Politik und Industrie. Organisatorin und Host der Veranstaltung war das Institut für Medizintechnik und Medizininformatik der Hochschule für Life Sciences, das mit der Konferenz spannende Einblicke in die Zukunft von KI im Gesundheitswesen lieferte. Themenschwerpunkte waren KI in Therapie und Diagnostik sowie digitale Zwillinge und Patient-Empowerment.

Grafik_ Grüner Kreislauf mit Symbolen der Life Sciences wie DNA-Strang, Zahnrad, Erlenmeyer-Kolben und Wissenschaftlern. Ti
Symbolische Darstellung der Circular Economy in den Life Sciences mit Forschung, biobasierten Prozessen und nachhaltigen Kreisläufen
. Bild: KI-generiertes Bild (OpenAI DALL·E)

Kreislaufwirtschaft in den Life Sciences ganzheitlich denken

Das 2025 gegründete Center of Excellence für Circular Economy in Life Sciences verfolgt einen systemischen Ansatz, um Kreislaufwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Life Sciences-Branche wirksam umzusetzen. Es schafft Transparenz über Material- und Stoffströme, identifiziert Hebel und fördert kooperative Lösungen. Getragen wird das Center von der Hochschule für Life Sciences mit dem Institut für Ecopreneurship, dem Verein Go Circular in Life Sciences (GCiLS) und BaselCircular.

Zwischen Hoffnung und Abhängigkeit: Rohstoffe für Schlüsseltechnologien der Energiewende

Dünnschicht‑Photovoltaik gilt als vielversprechender Hoffnungsträger der Energiewende und eröffnet neue zukünftige Anwendungsmöglichkeiten. Gleichzeitig basieren diese Technologien auf kritischen Rohstoffen, deren Versorgung nicht selbstverständlich ist. Erfahren Sie von der Gruppe Angewandte Kreislaufwirtschaft, was Dünnschicht‑Photovoltaik ausmacht, welche Rohstoffe darin stecken und wie wir durch umweltverträgliches Recycling Abhängigkeiten reduzieren können.

Internationale Perspektiven für nachhaltige Ressourcennutzung auf dem Weg zu Zero Waste

Vom 5. bis 7. Mai 2025 richtete die Hochschule für Life Sciences das internationale Fach-Event FullReco4Us im Rahmen der EU-COST-Action 20133 aus. Diskutiert wurden nachhaltige Ressourcenrückgewinnung und Kreislaufwirtschaft. Beiträge aus Wissenschaft, Industrie und Politik zu Abgasen, Bioökosystemsanierung, Biopolymeren aus Abfällen und der EU-Bioökonomie zeigten, dass erfolgreiche Zero-Waste-Strategien enge Zusammenarbeit erfordern.

hands4health WASH-Symposium 2025

Am 17. und 18. Juni 2025 fand in Muttenz das gemeinsam von hands4health und dem Swiss Water & Sanitation Consortium (SWSC) organisierte WASH-Symposium statt. Der Event bildete den Abschluss der bisherigen hands4health-Zusammenarbeit. Neben zentralen Zukunftsfragen und Workshops standen Themen wie WASH FIT zur Stärkung der Primärgesundheitsversorgung, nachhaltige Infrastruktur in Krisenkontexten, Wirkungsmonitoring sowie der Rolle angewandter Forschung für nachhaltige Entwicklungswirkung im Fokus. Die Beteiligung aller Projektländer machte deutlich, dass hands4health weit mehr als ein Projekt ist: ein globales Netzwerk, das seine Zusammenarbeit und Erkenntnisse zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene langfristig weiterführt.

Oliver Germershaus und Maike Otto schauen in die Kamera
Prof. Dr. Oliver Germershaus, Leiter Institut für Pharmatechnologie und Biotechnologie, Dr. Maike Otto, Studiengangleiterin
Foto: Hochschule für Life Sciences FHNW

Strategisch gestärkt in die Zukunft

Das Institut für Pharmatechnologie und Biotechnologie der Hochschule für Life Sciences richtet sich 2025 neu aus und stärkt gezielt seine Rolle in angewandter Forschung, Lehre und Industriekooperation. Unter neuer Leitung setzt das Institut verstärkt auf Innovation, Qualität und die enge Vernetzung von Wissenschaft und Praxis, um sich sowohl als verlässliche Partnerin für die Industrie als auch als attraktives, zukunftsorientiertes Ausbildungsumfeld für die Fachkräfte von morgen zu positionieren.

Einblicke in die Welt der Pharmazie, aktuelle Trends der Prozess- und Verfahrenstechnik gab es am 17. Pharma Forum

Als Gastgeberin des Pharma Forum 2025 schaffte die Hochschule für Life Sciences am 29. April im FHNW Campus Muttenz die Gelegenheit für Networking und Austausch mit Branchen-Expert*innen aus der Pharmaindustrie, dem Engineering sowie aus angewandter Forschung und Lehre. Es standen aktuelle Entwicklungen in der Pharma-Prozess- und Automatisierungstechnik, Wissenstransfer, Vernetzung und praxisnahe Weiterbildung im Fokus.

2025 lag ein Schwerpunkt des Zentrums für Ausbildung und Lehre auf der Integration KI-gestützter Technologien in das Lehrangebot und die Weiterqualifizierung der Mitarbeitenden. Für Studierende wurden selbst entwickelte KI-Agenten, etwa ein Englisch- und Chemie-Tutor, eingeführt, ergänzt durch eine pilotierte KI-Lernplattform. Parallel wurde die Digitalisierung der Lehre vorangetrieben: KI-Tools, digitale Prüfungsformate, interaktive Materialien und das Learning-Management-System flossen gezielt in die didaktische Weiterentwicklung ein.

International sichtbar

2025 stellte ein Rekordjahr für den internationalen Studierendenaustausch an der Hochschule für Life Sciences dar. Sowohl die Zahl der internationalen Gaststudierenden als auch der ins Ausland gehenden Studierenden übertraf die Zahlen der Vorjahre. Dieser Erfolg ist auf die gezielte Vertiefung bestehender Partnerschaften sowie den Abschluss neuer Kooperationen mit Partnerhochschulen weltweit zurückzuführen.

Ein neuer Film richtet sich gezielt an Studierende im Ausland, mit dem Ziel, die internationale Sichtbarkeit zu stärken und ausländische Studierende für ein Studium an der Hochschule für Life Sciences zu gewinnen.

Ausbau des Weiterbildungsportfolios

Im Zuge der Neuausrichtung des MAS Nachhaltigkeit und Umweltinnovation wurden zudem zwei neue Diploma of Advanced Studies eingeführt: DAS Leading Clean Production und DAS Leading Sustainable Transformation. Das Weiterbildungsportfolio der Hochschule für Life Sciences wurde zudem mit dem stark nachgefragten CAS Pharmaceutical Project Management und dem CAS Advanced Research Methods: Implementing the 3Rs in Animal Testing, der innovative 3R-Ansätze vermittelt, erweitert.


Hochschule für Musik Basel FHNW

Neues bewirken, musikalisches Erbe weiterentwickeln – Eine vielfältige Community und Musik vom Mittelalter bis zu Jazz und Elektronik im aktuellen Musikschaffen. Durchlässigkeit zwischen Epochen und Genres und die Verbindung mit anderen Kunstformen: An der HSM Basel wird musikalisches Erbe weitergetragen, reflektiert und Neues beflügelt.

Um- und Aufbrüche

Der für die Sanierungen notwendige Umzug der Schola Cantorum Basiliensis ins Provisorium Letzi war ein Kraftakt. Ein Standortwechsel mit mehreren hundert Studierenden und Dozierenden und rund 1 400 Instrumenten, davon über 130 Tasteninstrumente, konnte nur in der Sommerpause gestemmt werden.

Am Institut Jazz hat ein neues Leitungsteam seine Arbeit aufgenommen. Mit Michael Beck, Sarah Chaksad und Patrik Zosso übernahmen per September drei erfahrene und mit den Gegebenheiten des Jazzcampus bestens vertraute Musiker*innen gemeinsam die Leitung.

Last but not least konnte per September die neue Zentrale Studienadministration eingerichtet werden. Die HSM reagiert mit dieser Reorganisation auf die zunehmend notwendige Abstimmung der Prozesse zwischen den Instituten.

Fischaugenperspektive auf einen Studoraum im Elektronischen Studio Basel
Jubiläumsfest Elektronisches Studio Basel
Foto: Zlatko Micic

Forschung: ESB-Jubiläum und Carmina Burana

Im Rahmen des Projekts «Archiv der Zukunft. 50 Jahre Elektronisches Studio Basel» wurde am 24. Oktober 2025 dank Drittmitteln ein Jubiläumsfest mit Konzerten, Installationen, Vorträgen und Podiumsgesprächen ausgerichtet und eine Festpublikation präsentiert. Die Forschungsabteilung gewährte Einblicke in das bisher brachliegende Archiv des Studios und präsentierte ausgewählte Fundstücke, die auch einen akustischen Rückblick in Form eines Remixes der Co-Leitenden Svetlana Maras und Volker Böhm enthielt.

Eine Frau steht und hält ein Mikrofon in der Hand während sie spricht
Symposium zum Codex Buranus
Bild: Susanna Drescher

Das Symposium zu mittelalterlicher Liedkultur und dem Codex Buranus in Zusammenhang mit einem SNF-Projekt der Schola Cantorum Basiliensis fand viel Beachtung in der internationalen Fachwelt. Die Carmina Burana sind bekannt durch Carl Orffs Kantate sowie durch die Klangwelt, die seit den 1960er-Jahren von Ensembles für mittelalterliche Musikwieder entdeckt wurde. Ihnen allen liegt eine Handschrift des 13. Jahrhunderts zugrunde, der Codex Buranus, der eine Sammlung lateinischer und volkssprachiger Gedichte – teilweise mit Notation – überliefert. Die Handschrift ist ein zentrales Zeugnis mittelalterlicher Liedkultur.

Studentische Initiativen

Mit der Feminale 2025 initiierten die Studentinnen Elisa Rumici (Klavier), Margalith Eugster (Klavier), Liv Sindler (Jazz-Gesang & Komposition) und Sofia Will (Jazz-Saxophon & Komposition) im April Dank Drittmitteln ein Festival, das Komponistinnen eine Bühne gab und das Wirken von Frauen in der Musik hör- und sichtbar machte. Es vermittelte wichtige Impulse mit Blick auf die Lehre: So formierten sich vier Dozierende zur «Gender Balance Action Group» mit dem Ziel, vermehrt auch Musik von Komponistinnen in die gängigen Repertoires aufzunehmen. Auch zum Thema Nachhaltigkeit haben sich Studierende formiert und eine Konzertreihe ins Leben gerufen, deren erste beiden Ausgaben sich dem Wasser respektive dem Feuer widmeten.

Eine Block-Flötistin in einem Orchester umgeben von Streichern
Impressionen der Einspielung des «Te Deum» anlässlich des ESC in Basel
Videostill: Oren Kirschenbaum

Projekte und Kooperationen

Der Bereich sonic space basel der HSM Basel ist Partner eines durch die EU geförderten Projekts, das weitere renommierte Institutionen (HEAR Strasbourg, Festival Musica, Donaueschinger Musiktage, HfM Freiburg, ZKM Karlsruhe, Gare du Nord etc.) einbezieht und die grenzüberschreitende Vernetzung der zeitgenössischen Kunst- und Hochschulszene voranbringt.

Die erstmalige Durchführung des EUJAM am Institut Jazz war ein grosser Erfolg. Dieses Masterprogramm in Kooperation mit den Jazz-Instituten der Hochschulen in Trondheim, Berlin, Paris und Amsterdam ermöglicht es Studierenden, die mittleren beiden Semester an je einer anderen Partner-Hochschule zu studieren.

Das grosse mediale Musikspektakel 2025 war bekanntlich der ESC in Basel, die dazugehörige Hymne ist unverkennbar. Weitgehend unbekannt ist die Herkunft dieser Musik, die aus den ersten Takten des Präludiums von Marc-Antoine Charpentiers «Te Deum» (1692) besteht. Als Beitrag hat die Schola Cantorum Basiliensis ein gross besetztes Ensemble aus Studierenden und Dozierenden zusammengestellt und das Te Deum mit der historischen Instrumentierung aufgeführt. Als Kontrapunkt dazu haben auch ein Jazz-Pianist und ein Jazz-Trio ihre je eigene jazzige Interpretation des Te Deums beigesteuert. Die Einspielungen wurden auf Video aufgezeichnet und über die (Sozialen) Medien verbreitet.

Ein Dirigent steht vor dem Orchester
Das grosse Orchesterkonzert stand 2025 unter dem Titel «Nachklang»
Bild: Clemens Kögel

Aufführungen in grosser Besetzung

Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe (BWV 232) ist nicht nur ein Meilenstein der Musikgeschichte, sondern hat auch heute noch grosse Bedeutung. An der Schola Cantorum Basiliensis wurde das epochale Werk als Semesterprojekt mit Solist*innen, Chor und Instrumentalensemble erarbeitet. Als musikalischer Leiter des Projekts konnte der internationale Bach-Experte Masaaki Suzuki gewonnen werden.

Das grosse Orchesterkonzert des Instituts Klassik leitete der Dirigent Jac van Steen. Unter dem Titel «Nachklang» gelangten die 6. Sinfonie von Anton Bruckner und die Vier letzten Lieder von Richard Strauss, gesungen von der Sopranistin Ramona Zueck zur Aufführung.

Die Jazzcampus Bigband unter der Leitung von Guillermo Klein führte Komposition von Masterstudierenden des Instituts Jazz auf. Nach intensiver Probezeit begeisterte die Band das Publikum mit diesen brandneuen Kompositionen.

Das Kammerorchester spielt auf der Bühne
Die Chamber Academy Basel bei FHNW. Der Auftakt. 2025
Bild: Carole Wohlhauser

Auftakt und Dies Academicus

Wie jedes Jahr konnten Studierende der Hochschule den Dies Academicus der Universität Basel und den Neujahresanlass «FHNW. Der Auftakt» musikalisch begleiten. Die Chamber Academy spielte am Dies Academicus die Jupiter-Sinfonie von W. A. Mozart. Bei FHNW. Bei «FHNW. Der Auftakt» begeisterte die Chamber Academy Basel unter der Leitung von Daniel Sepec (Violine) mit der Solistin Varvara Vasylieva, Violine, mit Werken von Johann Gottlieb Graun, Thomas Preston, Thomas Adès und Joseph Haydn.

Teilnehmende einer Konferenz applaudieren
Bild: Susanna Drescher

Preise und mäzenatische Unterstützung

Zahlreiche Studierende der Hochschule für Musik Basel konnten einmal mehr internationale Preise gewinnen, einige wenige seien hier exemplarisch aufgeführt: Einer von drei Fritz-Gerber-Awards ging an Antonio Gaggiano, Schlagzeug (Klasse Christan Dierstein); Katia Geha (Klasse Johannes Kreidler) holte den 1. Preis bei International Sound Art. Mauricio Silva Orendain (Klasse Anne-May Krüger) gewann den Mizmorim-Kompositionswettbewerb. Der «Absolute first prize Baroque (over 17) & Best Bach Performance Special Award ging an Anastasiia Egorenkova (Klasse Andrea Marcon). Das Ensemble Zuléia Léna Ruisz (Klasse Amandine Beyer), Bianca Cucini (Klasse Paolo Pandolfo), Zuguang Xiao, Cembalo (Ergänzungsstudium) gewann den 1. Preis beim 13. Internationalen Telemann-Wettberweb in der Kategorie Kammermusikensembles.

Die Schola Cantorum Basiliensis erhält für die Jahre 2025–2029 finanzielle Unterstützung der Claudine und Hans-Heiner Zaeslin-Bustany-Stiftung, gezielt für extracurriculäre Austauschprojekte im angelsächsischen Raum. Im Zentrum steht zu Beginn ein erstes grosses musikalisches Projekt zu Beethoven für die Jahre 2026/27, in Zusammenarbeit mit der berühmten Juilliard School in New York, sowie der Aufbau eines Alumni-Netzwerks der Schola Cantorum Basiliensis.

Die Hochschule für Musik Basel FHNW ist privaten Unterstützer*innen und Stiftungen, die zahlreiche Exzellenz-Projekte, Studienpreise und Stipendien für HSM-Studierende ermöglichen, einmal mehr zu grossem Dank verpflichtet.


Pädagogische Hochschule FHNW

Wissen. Können. Zukunft bilden. Die Pädagogische Hochschule der Nordwestschweiz – 2025 stand im Zeichen von Neuorganisation, Digitalität und Qualitätsentwicklung. Die PH FHNW richtet ihre Strukturen neu aus, stärkt ihre Studiengänge, treibt Forschung und Praxisentwicklung voran und diplomiert erneut mehr Fachpersonen als im Vorjahr.

Neuorganisation der Hochschule – Perspektive: PH

Die Pädagogische Hochschule FHNW befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Unter dem Projektnamen Perspektive:PH wird bis zum Studienjahr 2027/28 eine Neuorganisation umgesetzt. Mit der Reorganisation kommt die Hochschule auch ihren strategischen Zielen nach, den Fokus auf ihre Angebote zu legen. Der Zeitpunkt der Reorganisation ist durch die finanziellen Rahmenbedingungen gegeben: Einerseits wies die PH FHNW 2024 ein Defizit aus, andererseits liegt der effektive Finanzierungsbedarf der Hochschule für die Leistungsauftragsperiode 2025–2028 deutlich über den zugesprochenen Globalmitteln der Trägerkantone. Ein zentraler Grund für diesen Mehrbedarf ist der erfreuliche Anstieg der Studierendenzahlen.

Um das strukturelle Defizit künftig zu vermeiden, plant die PH FHNW kurz-, mittel- und langfristig nachhaltige Sparmassnahmen im Umfang von rund fünf Millionen Franken pro Jahr. Im Mittelpunkt steht die Anpassung der Organisationsstruktur, die die Studiengänge – und damit die Produkte der Hochschule – künftig stärker ins Zentrum rückt. Zudem wird die Forschung in einem Institut konzentriert und so Kräfte gebündelt. Diese Neuausrichtung führt notwendigerweise auch zu Veränderungen im Personalkörper, die gemeinsam mit der FHNW verantwortungsvoll, sozialverträglich und GAV-konform gestaltet werden.

Mit diesem strategischen Schritt will die PH FHNW ihren Auftrag auch in Zukunft in hoher Qualität erbringen: Die Ausbildung zukünftiger Lehrpersonen und pädagogischer Fachpersonen soll weiterhin praxisbedeutsam, wissenschaftsbasiert, kohärent und finanziell tragfähig sein. Ende des ersten Quartals 2027 tritt die neue Struktur in Kraft.

Jahresthema 2025 – Bildung in einer Kultur der Digitalität

Digitalisierung, Digitalität und künstliche Intelligenz prägen Diskurse und verändern Erwartungen an Bildung grundlegend. Die PH FHNW sieht darin nicht nur technische Herausforderungen, sondern vor allem pädagogische Chancen. Deshalb heisst das Jahresthema 2025 und 2026 «Die Hochschule in der Kultur der Digitalität».

Ein Höhepunkt war der Hochschultag «Der Austausch» vom 20. November 2025. Das Format öffnete die Türen für interne und externe Gäste und bot Einblicke in Projekte aus Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistungen. In Workshops wurde diskutiert, wie sich Lehren und Lernen verändern, welche «New Ways of Learning and Teaching» an der Hochschule erprobt werden und wie hybride Zusammenarbeit Prozesse und Kultur beeinflusst.

Begleitet wird das Jahresthema von einer Ausgabe des PH‑Magazins «das HEFT», das gesellschaftliche Debatten und Projekte rund um Lernen, Lehren und Aufwachsen im digitalen Wandel beleuchtet.

Reakkreditierung – Studiengänge mit klarer Ausrichtung

Im turnusgemässen Reakkreditierungsprozess durch die EDK überprüft die PH FHNW ihre Studiengänge, die zu Lehr-, Logopädie- und sonderpädagogischen Diplomen führen. Die Hochschule nutzt diesen Prozess, um ihr Profil weiter zu schärfen und stellt vier Entwicklungslinien ins Zentrum:

  1. Das «Wozu» des Studiums klarer sichtbar machen
  2. Die Praxisbedeutsamkeit stärken
  3. Den Lernprozess der Studierenden in den Mittelpunkt rücken
  4. Die Organisation der Studiengänge vereinfachen

Die Institute arbeiteten während drei Jahren an der Weiterentwicklung ihrer Programme und setzen diese Neuerungen schrittweise um.

EULE®‑Modell – den Zyklus 1 kohärent gestalten

Mit dem EULE®‑Modell hat das Institut Kindergarten-/Unterstufe auf die Zusammenführung von Kindergarten und Primarstufe im Lehrplan 21 reagiert. Das Modell vereint unterschiedliche pädagogische Kulturen und schafft eine gemeinsame Grundlage für professionelles Handeln im Zyklus 1.

Studierende bringen EULE® in die Schulen – in Praktika, Projekten und Unterrichtssequenzen. Mit der Reakkreditierung werden neue Module eingeführt, die zentrale Handlungsfelder des Modells aufgreifen, etwa durchgängige Sprachbildung, Übergangsgestaltung oder Lernbegleitung.

Schulleitungsmonitor – Führung im Fokus

Gemeinsam mit VSLCH, CLACESO, der HEP Vaud sowie den Stiftungen Jacobs Foundation und Mercator Schweiz führt die PH FHNW den nationalen Schulleitungsmonitor durch. Die aktuelle Erhebung zeigt: Viele Schulleitende sind ihrem Beruf und ihrer Schule verbunden, erleben Sinnhaftigkeit und Unterstützung. Zugleich werden Belastungsfaktoren sichtbar – von administrativen Anforderungen bis zu Personalengpässen. Die Erkenntnisse unterstützen Schulen, Kantone und Weiterbildungsinstitutionen dabei, Führung und Schulqualität gezielt zu stärken.

Dritter Nordwestschweizer Bildungstag – Zukunft von Schule und Beruf

Martina Bircher, Fabian Kammerer, Bettina Tschäppät und Martin Dätwyler sitzen auf einem Podium und diskutieren
Podiumsdiskussion mit Martina Bircher, Fabian Kammerer, Martin Dätyler und Bettina Tschäppät während des Nordwestschweizer Bildungstags

Unter dem Titel «Bildung Wozu? Perspektiven für Schule und Berufswelt 2040» diskutierten rund 130 Fachpersonen aus Schule, Hochschule, Verwaltung, Politik und Wirtschaft zentrale Zukunftsfragen des Bildungsraums Nordwestschweiz. Der vom Bildungsraum Nordwestschweiz und der PH FHNW gemeinsam organisierte Bildungstag fand am FHNW Campus Muttenz statt und setzte Impulse zu Themen wie Fachkräftemangel, Kompetenzerwartungen, Digitalität, Kooperation zwischen Akteuren und regionaler Bildungsentwicklung.

871 Diplomierte – ein neuer Höchststand

2025 durfte die PH FHNW 871 Diplomierte verabschieden – 52 mehr als im Vorjahr. Verliehen wurden Diplome für alle Stufen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie für Logopädie und Sonderpädagogik.

Die Feiern fanden in Basel, Brugg‑Windisch, Muttenz und Aarau statt. Die frisch diplomierten Fachpersonen treten in ein vielseitiges, verantwortungsvolles und herausforderndes Berufsfeld ein – und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildungslandschaft der Nordwestschweiz.


Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Vorausschauend. Partnerschaftlich. Wirkungsvoll. – Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW verbindet Forschungsstärke mit ihrer Nähe zur Praxis. Sie nimmt gesellschaftliche Trends auf, entwickelt in dialogischer Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft und Praxis effektive Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen und setzt in ihrer Ausbildung auf Innovation.

Teilnehmnde der Summer School  stehen im Kreis. Sie sind von unten fotografiert und gucken von oben in die Kamera
Summer School: Künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit
Bild: zVg

Summer School: Künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit

2025 setzte die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in der internationalen Summer School einen thematischen Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit. Die Veranstaltung bot Studierenden die Möglichkeit, sich vertieft mit den gesellschaftlichen, ethischen und praktischen Auswirkungen neuer Technologien auseinanderzusetzen und diese im Kontext Sozialer Arbeit zu reflektieren.

Im Fokus der Summer School stand dabei nicht die Technik als Selbstzweck, sondern ihre gesellschaftliche Bedeutung: Welche Aufgaben können Fachpersonen an Systeme delegieren, und wo braucht es verbindliche ethische Leitplanken? Diese Fragen führten die Teilnehmenden nicht nur durch Keynotes und Workshops, sondern stiessen auch tiefgehende Reflexionen über Werte, Haltung und professionelles Selbstverständnis in einer digitalisierten Welt an.

Eine Frau steht im FHNW Campus Muttenz vorne im Härsaal und erklärt etwas
Bild: zVg

Ein besonderer Moment war die Auseinandersetzung mit dem Unterschied zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz, wie sie ein philosophischer Vortrag zu Beginn der Woche thematisierte. Dieser eröffnete einen Rahmen, in dem sowohl Skepsis als auch Offenheit einen Platz hatte und die Teilnehmenden ihre eigenen Positionen neu ausrichten konnten.

Der interaktive Austausch wurde durch ein praktisches Projekt ergänzt: Gemeinsam wurde ein Chatbot entwickelt, der zeigte, wie KI konkret gedacht, genutzt und kritisch hinterfragt werden kann. Die Studierenden verknüpften damit Theorie mit praktischer Erfahrung und gewannen einen unmittelbaren Zugang zu einem Thema, das in der Sozialen Arbeit zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Studierende beschrieben die Woche als bereichernd und horizonterweiternd – nicht zuletzt, weil sie weit über den Campus hinausging: Neben fachlichem Input bot die Summer School, durch die Teilnahme von Studierenden sowie Sozialarbeiter*innen, Expert*innen und Wissenschaftler*innen aus dem Ausland, Raum für internationale Vernetzung und das Entstehen neuer Ideen für zukünftige Projekte und Kooperationen.

Erklärfilm Gesundheitsförderung und Prävention

Erklärfilme zum Thema «Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit»

Wie lassen sich Projekte der Gesundheitsförderung und Prävention wirksam auf sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen ausrichten? Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit und Gesundheitsförderung Schweiz entstand eine neue Reihe von kurzen Erklärfilmen, die Fachwissen für Fachpersonen niederschwellig zugänglich machen und den Wissenstransfer zwischen Forschung, Lehre und Praxis stärken.

Die Filme entstanden in Kooperation mit der HETSL/HES-SO und Unisanté und greifen relevante Fragestellungen der Gesundheitsförderung auf. Thematisiert wird etwa, wie gesundheitliche Chancengleichheit argumentiert und begründet werden kann, welche Qualitätsmerkmale bei der Planung von Angeboten relevant sind und wie Zugänge so gestaltet werden können, dass Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen erreicht werden. Die Inhalte sind bewusst kompakt gehalten und werden durch ein Dokument mit weiterführenden Informationen, wissenschaftlicher Literatur und Verweisen auf praktische Tools und Plattformen vertieft. Die Filmreihe zeichnet sich durch ihre klare Sprache und visuelle Anschaulichkeit aus. Sie eignet sich sowohl als Einstieg in die Thematik als auch zur Vertiefung einzelner Aspekte in Ausbildung, Weiterbildung und Praxis. Damit schaffen die Erklärfilme eine gemeinsame Wissensgrundlage und unterstützen Fachpersonen dabei, gesundheitsfördernde und präventive Ansätze reflektiert weiterzuentwickeln.

Die Erklärfilme zur Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit sind online verfügbar.

Auf dem Plakt sind Themen um die digitale Teilhabe in der Berufsbildung illustriert
Orientierungsrahmen für die Berufsbildung

Digitale Teilhabe stärken: Ein Orientierungsrahmen für die Berufsbildung

Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP77 «Digitale Transformation» wurde an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW der «Orientierungsrahmen Digitale Teilhabe» entwickelt und publiziert. Das Instrument ging aus dem Forschungsprojekt «Digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung» hervor und zeigt auf, wie digitale Teilhabe umgesetzt werden kann und wie Barrieren für Menschen mit Behinderungen abgebaut werden können. Im Fokus stehen der Zugang zu digitalen Bildungsangeboten sowie die Gestaltung digitaler Lern- und Prüfungsformate für Lernende mit unterschiedlichen Bedarfen.

Der Orientierungsrahmen bündelt praxisnahe Hinweise und Beispiele und erlaubt den Einstieg entlang von neun Themenbereichen, die an zentrale Aufgaben innerhalb der beruflichen Bildung anknüpfen. Die Themenbereiche umfassen unter anderem digitale Infrastruktur, Information und Kommunikation, Konzepte und ihre Umsetzung sowie individuelle Unterstützung und Nachteilsausgleich. Er macht deutlich, dass digitale Teilhabe sowohl individuelle Massnahmen als auch strukturelle Anpassungen erfordert, die innerhalb von Bildungsorganisationen abgestimmt umgesetzt werden müssen.

Der Orientierungsrahmen bietet eine strukturierte Orientierung, wie digitale Bildungsangebote zugänglicher gestaltet werden können und unterstützt damit eine inklusive berufliche Bildung. Digitale Teilhabe wird dabei als Qualitätsaspekt sichtbar, welcher verschiedene Aufgaben- und Verantwortungsbereiche verbindet. Adressiert werden unterschiedliche Funktionen und Akteursgruppen der Berufsbildung.

Der Orientierungsrahmen ist frei verfügbar unter: www.inclusion-digital.ch

Studie «re:connect »

Mit dem Projekt «re:connect – Digitale Medien im Alltag von Jugendlichen in intensiv betreuten stationären Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie» beleuchtete die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW ein Thema, das im Rahmen der digitalen Alltagsgestaltung bislang wenig erforscht wurde: Wie können und sollen junge Menschen mit einer hohen Fremd- oder Selbstgefährdung in stark regulierten, teils restriktiven Wohn- und Betreuungssettings digitale Medien nutzen? Wie können Fachpersonen die jungen Menschen begleiten, ohne Risiken zu übersehen oder die Autonomie unnötig einzuschränken?

Digitale Medien sind für Jugendliche ein zentraler Raum zur Kommunikation, Selbstreflexion und Alltagsbewältigung – auch dort, wo der Alltag stark beaufsichtigt ist. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt führte in acht stationären Einrichtungen Interviews mit Jugendlichen sowie Gruppendiskussionen mit Fachpersonen. So entstand ein differenziertes Bild von Chancen und Herausforderungen, die mit der Nutzung digitaler Medien in solchen Kontexten verbunden sind.

Die Ergebnisse wurden in einem wissenschaftlichen Bericht und einer praxisorientierten Broschüre zusammengeführt. Letztere bietet Fachpersonen konkrete Reflexionsfragen, Praxistipps und methodische Anregungen, wie digitale Medien im pädagogischen Alltag nicht einfach nur eingeschränkt, sondern fachlich fundiert und ressourcenorientiert thematisiert und eingesetzt werden können.

Mehr zur Studie «re:connect» gibt es hier: re:connect - MEKiS Projekte - MEKiS - Medienkompetenz in der Sozialen Arbeit


Hochschule für Technik und Umwelt FHNW

Neue Hochschule für Technik und Umwelt FHNW startet in eine nachhaltige Zukunft – Mit der Gründung der Hochschule für Technik und Umwelt FHNW beginnt Anfang 2025 ein neues Kapitel für den Bildungs- und Forschungsstandort Brugg-Windisch. Technik, Umwelt und Innovation werden gezielt verbunden, um Antworten auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

60-jähriges Jubiläum und Gründung einer neuen Hochschule

Anfang 2025 ist mit dem Start der neuen Hochschule für Technik und Umwelt FHNW ein bedeutender Schritt in die Zukunft gelungen – just in dem Jahr, in dem am Standort Brugg-Windisch zugleich das 60-jährige Jubiläum jener Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) gefeiert wird, die den Grundstein für den heutigen Bildungs- und Forschungsstandort gelegt hat. Mit der Neuausrichtung stärkt die FHNW gezielt die Verbindung von Technik mit ökologischen Fragestellungen und reagiert damit auf zentrale gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Entwicklungen. Im Zentrum der strategischen Weiterentwicklung stehen die Umweltthemen Energie, Materialien und Kreisläufe.

Die neue Hochschule vereint ingenieurwissenschaftliche Exzellenz mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die technologische Innovationen nicht isoliert betrachten, sondern stets im Kontext von Umwelt, Ressourcen und gesellschaftlicher Verantwortung denken. Daraus entstehen neue, zukunftsweisende Aus- und Weiterbildungsangebote sowie interdisziplinäre Forschungsprojekte mit hoher Praxisrelevanz.

Ein Mann und eine Frau stehen mit Laboranzügen und Schutzbrillen in einem Labor. Die Frau nimmt mit einer Zange etwas aus einem Tiefkühlbehälter aus dem flüssiger Sticktsoff dampft
Bild: Matthias Willi

Werkstoffe im Fokus – mit neuem Studienangebot Materials Engineering

Ein sichtbares Beispiel für diesen Aufbruch ist das neue Studienangebot Materials Engineering, das 2026 startet und schweizweit einzigartig ist. Werkstoffe gelten als Schlüsseltechnologie für zahlreiche Zukunftsbranchen – von erneuerbaren Energien über Medizintechnik bis hin zur nachhaltigen Mobilität. Die Hochschule für Technik und Umwelt FHNW reagiert mit diesem Angebot auf die wachsende Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften, die Materialeigenschaften verstehen, optimieren und nachhaltig einsetzen können.

Parallel dazu wird das bestehende Studienangebot weiterentwickelt. Mit der neuen Vertiefung Computational Engineering im Studiengang Maschinenbau stärkt die Hochschule ihr digitales Profil. Computational Engineering nutzt moderne Sensor- und Messtechniken zur Datenerfassung und -analyse. Systeme werden simuliert, modelliert und optimiert, mithilfe von Machine Learning und KI. Absolventinnen und Absolventen sollen dadurch noch besser auf komplexe Entwicklungsaufgaben in einer digitalisierten Arbeitswelt vorbereitet werden.

Joël Alfeld steht auf einer Bühne im Atrium der HTU. Neben ihm steht ein Mann und liest etwas vor. Neben der Bühne sind Banner von Siemens.
Joël Alfeld erhielt den Siemens Excellence Award
Bild: zVg

Prämierte Abschlussarbeiten und Preise in den Bereichen Systemtechnik, Mechatronik Trinational und Energie- und Umwelttechnik

Systemtechnik-Absolvent Joël Alfeld erhielt 2025 den Publikumspreis des nationalen Siemens Excellence Award. In seiner Bachelorarbeit mit dem Titel «KI-basierte Reifenerkennung für effizientere Ressourcenzufuhr in der Zementproduktion» entwickelte er einen Algorithmus, der den automatisierten Sortierprozess von Altreifen verbessert und so die Energieeffizienz und CO₂-Bilanz bei der Zementherstellung optimiert.

Das Team des Trinatronic-Wettbewerbs hält einen gorssen Schek
Erfolg beim Trinatronics-Wettbewerb
Bild: zVg

Mechatronik Studierende der FHNW haben beim trinationalen Trinatronics-Wettbewerb mit innovativen mechatronischen Lösungen überzeugt. Besonders erfolgreich war das Projekt «Kletternder Regenrinnenreiniger», das den zweiten Platz belegte. Der entwickelte Roboter reinigt Regenrinnen selbstständig und erleichtert so Wartungsarbeiten an Gebäuden.

Dominik Müller hält eine Pfanne und einen Blumenstrauss in der Hand
Mit RePan ausgezeichnet: Dominik Müller
Bild: zVg

Dominic Müller, Energie und Umweltechnologie, hat mit einer radikal zirkulären Idee den Circular Award 2025 gewonnen: Statt Pfannen wegzuwerfen, lässt RePan sie professionell reparieren und neu beschichten – mit einem Ressourcenverbrauch, der rund 20-mal geringer ist als bei einer Neuproduktion.

Ausgangspunkt war eine einfache Energiebilanz, entwickelt im Studium der Energie- und Umwelttechnik an der FHNW. Heute ist RePan das einzige Unternehmen in der Schweiz, das marken- und typenunabhängig Pfannen und Bleche instand setzt – für Private ebenso wie für Grossküchen. Der Award würdigt den grossen ökologischen Hebel dieser Idee und den schnellen Aufstieg eines Start-ups, das zeigt, wie Kreislaufwirtschaft konkret funktionieren kann.

Gruppenbild der Teilnehmenden des Robot Days mit Robotern
Begeisterte Besuchende und Teilnehmende: der FHNW Robot Day
Bild: zVg

FHNW Robot Day 2025 begeistert mit Technik und Teamgeist

Der FHNW Robot Day 2025 lockte rund 300 Besucherinnen und Besucher auf den FHNW Campus Brugg-Windisch. Familien, Studierende und Technikinteressierte erlebten Robotik-Wettkämpfe, Zukunftsszenarien und interaktive Mitmachstationen. Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, wie Technik, Teamgeist und frühe Förderung Hand in Hand gehen können.

Ein Vorlesungsraum der FHNW
Swiss Sustainable Polymer Conference
Bild: zVg

Erfolgreiche Premiere der Swiss Sustainable Polymer Conference an der FHNW

Mit über 130 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Industrie und Start-ups feierte die erste Swiss Sustainable Polymer Conference (SSPC) am 23. Mai 2025 an der FHNW in Windisch eine gelungene Premiere. Im Fokus standen Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Materialien und innovative Lösungen für die Transformation der Kunststoffindustrie.

Die Konferenz bot eine lebendige Plattform für den Austausch zwischen Forschung und Praxis – mit Keynotes, Fachvorträgen, Laborführungen und Start-up-Pitches. Das durchweg positive Echo unterstrich das grosse Interesse und das Potenzial der Schweiz, eine aktive Rolle in der nachhaltigen Kunststoffwirtschaft zu übernehmen. Die FHNW plant, die SSPC künftig weiterzuführen.

Neue Weiterbildungen

Mit neuen Weiterbildungsangeboten reagiert die FHNW gezielt auf aktuelle technologische und gesellschaftliche Herausforderungen.

Das CAS Ökobilanzierung (LCA) wurde im Frühling 2025 erstmals erfolgreich durchgeführt und vermittelt fundiertes Know-how für nachhaltige Entscheidungsprozesse.

Ebenfalls neu lanciert wurde das CAS Elektrische Antriebe, das im Frühlingssemester 2026 das erste Mal durchgeführt werden soll und sich an Fachpersonen richtet, die sich vertieft mit modernen Antriebstechnologien befassen möchten.

Auch der Tageskurs «Bootcamp AI-Agents - Organisationen mit KI-Agenten transformieren» wurde im Herbstsemester 2025 gestartet und bereits erfolgreich durchgeführt.


Hochschule für Wirtschaft FHNW

International. Digital. Nachhaltig. – Im Jahr 2025 durfte die Hochschule für Wirtschaft FHNW eine Rekordzahl von Neueintritten in den Bachelor- und Master-Studiengängen verzeichnen und bestätigte damit ihre Position als attraktive und praxisnahe Ausbildungsstätte für den Wirtschaftsstandort Nordwestschweiz.

Zwei Frauen und ein Mann stehen vor dem FHNW Campus Brugg-Windisch
Bild: Pati Grabowicz

Neue Master-Studiengänge: Leadership und Finance

Mit der Entwicklung der neuen Studiengänge Master of Science in Finance und Master of Science in Strategischem Leadership und Management ergänzt die Hochschule für Wirtschaft FHNW ihr Ausbildungsportfolio um zwei attraktive Angebote. Der Master in Finance deckt die zentralen Kompetenzbereiche in der Finanzwirtschaft ab und ist mit der Unterrichtssprache in Englisch stark international orientiert. Dank dieser internationalen Ausrichtung, dem Fokus auf praktische Fähigkeiten und reale Fragestellungen sowie der engen Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus der Praxis bei der Entwicklung des Studiengangs eröffnet der Master of Science in Finance den Absolvierenden attraktive Karrierewege. Der Master of Science in Finance wird ab Herbst 2026 am neuen FHNW Campus Dreispitz in Basel angeboten.

Der Master of Science in Strategischem Leadership und Management bildet innovative Führungskräfte aus, die sich in der global vernetzten und zunehmend komplexen Welt durch strategisches Denken und nachhaltiges Handeln auszeichnen. Als Weiterführung einer betriebsökonomischen Grundausbildung auf Bachelorstufe vermittelt der Masterstudiengang nicht nur Fachwissen, sondern auch die nötigen Kompetenzen, um als inspirierende Führungspersönlichkeit die Zukunft aktiv mitzugestalten. Strategie und Leadership sind gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz zentrale Kompetenzen für Führungskräfte. Der Master of Science in Strategischem Management und Leadership wird ab September 2026 am Campus Olten angeboten.

Eine jugngfe Frau sitzt in einem Unterrichtsraum der FHNW. Sie sitzt mit dem Rücken zur Kamera, aber dreht sich über den Stuhl und lächelt in die Kamera
Bild: Pati Grabowicz

Internationale Studierendenprojekte jubilieren

Zwei internationale Studierendenprojekte der Hochschule für Wirtschaft feierten 2025 runde Jubiläen. Das Projekt Focus India blickt auf 20 erfolgreiche Jahre zurück, das Projekt exploreASEAN durfte das zehnjährige Bestehen feiern. Die internationalen Studierendenprojekte werden jährlich von Studierenden organisiert, von der Themensetzung bis zum Fundraising. Im Fokus stehen interkulturelle Erfahrungen und die vertiefte Auseinandersetzung mit aufstrebenden und dynamischen Wirtschaftsräumen auf der ganzen Welt. Nach einem Seminar in der Schweiz reisen die Studierendenprojekte in die Zielländer in Asien und Nordamerika und erleben neue Geschäftswelten und fremde Kulturen hautnah bei Besuchen bei Unternehmen und Organisationen.

Eine junge Frau mit einem VR-Headset macht eine Tipp-Geste in die Kamera
Bild: Pati Grabowicz

Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit als Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Mehrere Forschungs- und Dienstleistungsprojekte der Hochschule für Wirtschaft FHNW befassten sich 2025 mit dem zielführenden und gewinnbringenden Einsatz von künstlicher Intelligenz in KMU. Das KI-Zentrum bietet konkrete Leitfäden und Beratungen an und bietet so einen direkten Mehrwert für Unternehmen in der Region.

Auch in der Lehre hat KI einen starken Fokus. Zum Beispiel konnten sich die Studierenden am MAKEathon bei der Entwicklung von praxisnahen, funktionierenden KI-Anwendungen beweisen. 60 Studierende erstellten während zwei Tagen Prototypen, um aktuelle und reale Herausforderungen von Unternehmen zu lösen.

Neben diesen Aktivitäten in der Schweiz setzte sich die Hochschule für Wirtschaft FHNW auch für die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung ein. Die Swiss-Africa Cybersecurity Community schlägt Brücken von der Schweiz nach Afrika und trägt zum Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks zur Förderung von digitaler Resilienz und Innovation bei.

Die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft steht im Fokus des Förderprogramms, das die Aargauische Kantonalbank gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft FHNW lanciert hat. Jährlich werden zehn ausgewählte KMU bei ihren ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsvorhaben unterstützt.

Fachhochschule
Nordwestschweiz FHNW

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