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      Die neuen Selbständigen 2009

      Junge Unternehmerinnen und Unternehmer in der Schweiz: Der erste Bericht der umfassendsten Schweizer Studie zu Start-ups und ihren Gründern ist da.

      Zehn Jahre, nachdem die Hochschule für Wirtschaft FHNW ein erstes, landesweites Bild der neuen Selbständigen gezeichnet hat, legt das Team des Instituts für Unternehmensführung unter der Leitung von Rolf Meyer eine Folgestudie vor. Damit wird erstmals ein Langzeitvergleich der jungen Unternehmerinnen und Unternehmer in der Schweiz möglich. Verlässlich zeigt er zudem auf, wie sich das Umfeld für die Schweizer Start-ups im vergangenen Jahrzehnt verändert hat.

      Im Sommer 2009 wurden 4698 neue Selbständigen in der ganzen Schweiz befragt, 3448 in der Deutschschweiz und im Tessin, 1250 in der Westschweiz. Die Studie «Die neuen Selbständigen 2009» wertet die Ergebnisse dieser Befragung statistisch aus.

      Im Fokus des ersten Forschungsberichts (im Anhang) stehen die Gründungspersonen und ihre Unternehmen: Wer sind die Personen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen? Was sind ihre Motive? Wie ist ihr Erfahrungsrucksack? Mit welchen Ideen und in welchen Branchen gründen sie ihre Unternehmen? Und vor allem: Wie unterscheiden sich die neuen Selbständigen 2009 von ihren Vorgängern zehn Jahre zuvor?

      Im Verlauf des Winters 2010 folgen weitere detaillierte Analysen der Start-ups in der Schweiz. Vorgesehen sind Berichte zu folgenden Themen:

      • Rolle des Gesundheitsmanagement bei Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern
      • Erfolg und Erfolgsfaktoren junger Unternehmen
      • Verhalten der jungen Unternehmen in der Finanz- und Wirtschaftskrise
      • Unternehmensgründungen in der Schweiz – Unterschiede zwischen Männern und Frauen
      • Wie viele Jobs schaffen neue Unternehmen?

      Die Studie der Hochschule für Wirtschaft FHNW wurde ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung, Forum BGM Kanton Aargau, Aargau Services sowie vom Verlag Orell Füssli. NEFU Schweiz ist wie schon 1999 Partner dieser Studie.

      Die wichtigste Ergebnisse auf einen Blick

      Zu den Gründungsperson:

      Immer älter: Die durchschnittliche Gründungsperson ist 45 Jahre alt – vor zehn Jahren war sie noch 42 Jahre alt.

      Immer mehr Frauen: Der Grossteil der Gründungspersonen ist zwar männlich, doch der Anteil Frauen wächst. Waren 1999 15 Prozent aller neuen Selbständigen weiblich, sind es 2009 über 20 Prozent.

      Immer besser ausgebildet: 38 Prozent der neuen Selbständigen haben einen Uni-, ETH- oder Fachhochschulabschluss. Vor zehn Jahren waren es nur 15 Prozent. Das ist nicht nur auf die Reform im Fachhochschulwesen zurückzuführen. Ganz offensichtlich hat sich das Prestige von Selbständigen erhöht. Auch scheint die institutionelle Förderung des Unternehmertums zu wirken.

      Ein Tummelfeld für Macher: Nimmt man Persönlichkeitsprofile der Gründungspersonen unter die Lupe, fällt auf, dass die Selbständigkeit überdurchschnittlich viele Macher anzieht. Rund 40 Prozent aller neuen Selbständigen bezeichnen sich so.

      Flucht nach vorne: Die überwiegende Mehrheit der Gründungspersonen arbeiteten zwar zuvor im Angestelltenverhältnis. Doch die Zahl der Arbeitslosen, die den Schritt zu Selbständigkeit wagen, hat sich seit 1999 verdoppelt.

      Selbstverwirklichung ist Trumpf: Obwohl Selbständige meist mehr als Angestellte arbeiten und im Durchschnitt gleich viel wie diese verdienen, schätzen die meisten nichts so sehr als die Möglichkeit zur Durchsetzung eigener Ideen und zur Selbstverwirklichung.

      Die jungen Unternehmen:

      Klein ist fein: Das typische junge Unternehmen ist klein, kleiner als vor zehn Jahren. Im Durchschnitt beschäftigen die neuen Selbständigen bei der Gründung ihres Unternehmens eine bis zwei Personen (1999: zwei bis drei). Die jungen Unternehmen bleiben auch klein.

      Berater und Dienstleister: Junge Unternehmen beschleunigen den Strukturwandel in der Schweiz. 82 Prozent werden inzwischen im tertiären Sektor gegründet (1999: 72 Prozent). Am meisten Zuwachs verzeichnen Beratungen, EDV / Information und der Handel.

      Trendsetter: Jedes dritte junge Unternehmen bringt innovative Produkte oder Verfahren auf den Markt.

      Immer globaler: Gründerinnen und Gründer orientieren sich immer mehr international. Fast ein Drittel der jungen Unternehmen exportiert mehrheitlich ins Ausland. Vor zehn Jahren war es ein Viertel.

      Passive Banken: Zwei Drittel aller jungen Unternehmen kamen mit weniger als 50'000 Franken Startkapital aus. 90 Prozent der jungen Unternehmen brauchte den finanziellen Support von Banken nicht – oder hat ihn nicht erhalten.

      Zuversichtlich: Obwohl etwa die Hälfte der jungen Unternehmen die ersten fünf Jahre nicht übersteht, sehen die meisten neuen Selbständigen der Zukunft optimistisch entgegen.

      Download des Forschungsberichts unter: www.fhnw.ch/ifu/selbstaendige

      Kontakt und Auskünfte

      Prof. Dr. Rolf Meyer, Studienleiter
      Hochschule für Wirtschaft FHNW
      Institut für Unternehmensführung
      Riggenbachstrasse 16
      CH-4600 Olten

      T +41 61 286 01 64
      M +41 77 414 76 79

      rolf.meyer@fhnw.ch

      www.fhnw.ch/wirtschaft/ifu

      Adrian Urs Sidler
      Hochschule für Wirtschaft FHNW
      Institut für Unternehmensführung
      Zürcherstrasse 1202
      CH-5210 Windisch

      T +41 56 462 42 24
      M +41 79 797 42 24

      adrian.sidler@fhnw.ch

      www.fhnw.ch/wirtschaft/ifu

      Medienmitteilung, 28. Oktober 2009

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