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      FHNW-Forschung für die Raumfahrt-industrie gewinnt Innovationspreis

      Eine Erfindung der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW im Satellitenbau wurde mit dem YPSOMED Innovationspreis 2016 ausgezeichnet. Der auf Basis dieser Erfindung sodann entwickelte Automatisierungsprozess hat zum Erhalt eines Grossauftrags für den Projektpartner RUAG Space beigetragen.

      Mit dem YPSOMED Innovationspreis 2016 ausgezeichnet wurde die Entwicklung des «GreDom-Insert» – einer neuen Art von Inserts, welche vollständig automatisiert in Satelliten-Paneele eingesetzt und verklebt werden können. Inserts sind spezielle Gewindeeinsätze, mit denen Instrumente, Aggregate und Sensoren an der Tragstruktur eines Satelliten befestigt werden. Ein durchschnittlicher Kommunikationssatellit hat 5‘000 bis 10‘000 Inserts, die bisher ausschliesslich manuell verbaut wurden.

      Bei der Vergabe des YPSOMED Innovationspreises 2016 brachte Prof. Dr. Peter Mürner, Stiftungsrat des YPSOMED Innovationsfonds den Entscheid der Jury auf den Punkt: «Diese an der FHNW gemachte Erfindung ist ein Musterbeispiel gezielter, innovativer und zukunftsorientierter Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft»

      «GreDom-Insert» und automatisierter Fertigungsprozess ersparen der Raumfahrtindustrie Zeit und Kosten
      Auf Basis des an der FHNW entwickelten Insert «GreDom» und den entsprechenden Erkenntnissen aus diesem von der Kommission für Technologie und Innovation KTI finanziell unterstützten Forschungsprojekt, hat der Industriepartner RUAG Space sodann die sogenannte «Automated Potting Machine» entworfen und gebaut – eine Maschine, die automatisiert das Paneel zuschneidet, Löcher bohrt, Klebstoff aufträgt und die Inserts mit hoher Präzision im Paneel platziert. Hiermit kann die Fertigungszeit von Satellitenstrukturen signifikant verkürzt werden, was erhebliche Kosteneinsparungen zulässt.

      «Der YPSOMED Innovationspreis erfreut uns sehr, denn solche Auszeichnungen sind eine Anerkennung für die exzellente und praxisorientierte Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz», so Prof. Dr. Ursula Renold, Präsidentin des Fachhochschulrats der FHNW.

      Unmittelbarer Nutzen für RUAG Space
      Die revolutionäre Erfindung hat einen unmittelbaren Nutzen für den Industriepartner RUAG Space. «Den Zuschlag für den Bau der OneWeb-Satellitenstruktur haben wir unter anderem dank  dieses automatisierten Herstellungsprozesses erhalten. Mit unserer Effizienz heben wir uns vom Wettbewerb ab.», so Urs Breitmeier, CEO von RUAG. Bei diesem Grossprojekt sollen bis Ende 2020 insgesamt 900 Satelliten flächendeckend Breitband-Internet zur Verfügung stellen. Das ist die bisher grösste Serienproduktion in der Geschichte des Satellitenbaus.

      Spezialität Raumfahrtindustrie
      Produkteentwicklungen im Bereich der Raumfahrtindustrie sind ein Forschungsschwerpunkt der Hochschule für Technik der FHNW. Die 14 Institute der Hochschule für Technik arbeiten bei der angewandten Forschung und Entwicklung eng mit der Wirtschaft zusammen.

       

      v.l.n.r: Willy Michel (Verwaltungsratspräsident der Ypsomed Holding AG); die Gewinner Dominik Nägeli (ehemals Fachhochschule Nordwestschweiz, heute RUAG Space) und Prof. Dr. Gregor Burkhard (Fachhochschule Nordwestschweiz), sowie Prof. Peter Mürner (Mitglied der Jury und des Stiftungsrats des Ypsomed Innovationsfonds) 

       

      Sandwich-Paneel mit Inserts als Teil einer Satellitenstruktur; Quelle: RUAG Space.

       

      Am Forschungsprojekt Beteiligte:
      Erfinder des revolutionären Inserts «GreDom» sind Prof. Dr. Gregor Burkhard (FHNW) und Dominik Nägeli (ehemals FHNW, heute RUAG Space). Ihre Erfindung wurde vom Projektteam mit den FHNW-Forschern Laurent Repond, Marcel Gloor und Stefan Kobler unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Peter Gröbelbauer (FHNW) und Stefan Kögl (ehemals RUAG Space) weiterentwickelt. Das Forschungsprojekt wurde von der Kommission für Technologie und Innovation KTI finanziert.

      Der YPSOMED Innovationspreis:
      Die Stiftung Ypsomed Innovationsfonds will kreative und innovative Teams oder Einzelpersonen motivieren, bei ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit die Bedürfnisse von Industrie und Dienstleistungen mit einzubeziehen. Die vorgestellten Arbeiten sollen deshalb innovative und wirtschaftlich umsetzbar erscheinende Ideen, Produkte, Verfahren, Methoden oder Dienstleistungen zum Inhalt haben. Zusammen mit dem Preis erhält der Gewinner des YPSOMED Innovationspreises ein Preisgeld von CHF 30'000.-.

       

      Kontakt
      Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
      Hochschule für Technik
      Herr Sandro Nydegger
      Verantwortlicher Media Relations
      056 202 84 13
      sandro.nydegger@fhnw.ch

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