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    Studio 31

    Entwicklung einer portablen Orgel und eines Cembalos mit 31 Tönen pro Oktave

    Das Projekt entsteht in Kooperation mit der Schola Cantorum Basiliensis.

    Forschungsschwerpunkt: Neue und zeitgenössische Musik
    Forschungsfeld:
    Anwendungsorientierte Grundlagenforschung, Aufführungspraxis der Neuen Musik, Instrumentarium der Neuen Musik
    Forschungsteam:
    Johannes Keller (Musiker), Martin Kirnbauer (Musiker und Musikwissenschaftler), Caspar Johannes Walter (Musiker), Bernhard Fleig (Instrumentenbauer), Barbara Fleig, Markus Krebs (Instrumentenbauer)
    Projektdauer:
    ab 2015
    Finanzierung:
    Kommission für Technologie und Innovation (KTI)

    Weitere Informationen

    Nicola Vicentinos (1511–1576/77) erstmals 1555 in Rom erschienener Traktat "L’antica mvsica ridotta alla moderna prattica" („Die antike Musik eingerichtet für die moderne Praxis“) ist schon vielfach und in ganz unterschiedlicher Hinsicht musikwissenschaftlich ausgewertet worden. Nur in einem zentralen Punkt fehlen bislang konkrete Forschungen, obwohl gerade dieser auf dem Titelblatt explizit genannt wird. Dort heisst es: "Et con l’inventione di vno nvovo stromento, nelqvale si contiene tvtta la perfetta mvsica, con molti segreti mvsicali" („Und mit der Erfindung eines neuen Instrumentes, welches die vollständige perfekte Musik enthält, mit vielen musikalischen Geheimnissen“). Tatsächlich beschreibt Vicentino detailliert ein Tasteninstrument (Archiorgano wie Arcicembalo) mit jeweils 31 Tonstufen pro Oktave, mit deren Hilfe eine „perfekte Musik“ aufzuführen ist. 

    Das von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) geförderte ForschungsprojektStudio 31schliesst genau diese Forschungslücke, indem Prototypen für ein Orgelpositiv und ein Cembalo mit 31 Tönen in der Oktave entwickelt und hergestellt werden. Als Instrumente orientieren sie sich an Vorlagen aus dem 16. bzw. frühen 17. Jahrhundert, zusätzlich sind sie mit Sensoren, Selbstspiel-Technik und einer digitalen Schnittstelle ausgerüstet. Damit erschliessen sie nicht nur musikpraktisch ein bis heute weitgehend unbeachtetes 'vieltöniges' Repertoire, sondern sie bereichern auch das Instrumentarium für zeitgenössische Musik um mikrotonale Tasteninstrumente. Entsprechend dokumentiert das Forschungsprojekt nicht nur ein historisches Repertoire und seine Aufführungspraktiken, sondern interessiert sich auch für aktuelle und neuartige Verwendungsmöglichkeiten. Zudem wird der konkrete Einsatz in der Ausbildung an einer Musikhochschule erkundet.

    Tagungsteilnahmen

    26.11.2016
    "sonare & cantare le pronuntie delle passioni delle parole“. Annäherungen an Nicola Vicentinos Arciorgano - Vortrag von Martin Kirnbauer und Johannes Keller

    Im Rahmen der Tagung "Stimme - Instrument - Vokalität. Die menschliche Stimme als instrumentales Vorbild: Ideal oder Klischee?"

    Informationen für:
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