Projekte von Anja Blechschmidt
Arbeit in Forschungs- und Entwicklungsprojekten
2005-2011 Gesprächspartizipation bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildung (FBA 6-16)
Am Beispiel einer Stichprobe von Kindern im Schulalter mit einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildung, die zum Teil auch nach Operationen in ihrem Sprechen beeinträchtigt sind und logopädische Therapie erhalten, wird ein Beitrag im interdisziplinären Forschungsfeld Linguistik, Logopädie/Sprachheilpädagogik und Medizin geleistet. Die Studie richtet ihren Fokus auf den Aspekt der alltäglichen Fähigkeiten im Gespräch und deren Beeinträchtigung.
Im Anschluss an die Entwicklung eines Fragebogens zur Beteiligung an Alltagskommunikation (FBA 6-16) wird die Befragung einer Stichprobe, bestehend aus Schulkindern mit und ohne Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildung, deren Eltern und Lehrkräften durchgeführt. Die Beteiligten schätzen die kommunikativen Fähigkeiten dieser Schulkinder ein.
Projektleitung
Prof. Anja Blechschmidt
Projektpartnerschaften
Universitätsspital Basel, Interdisziplinäres Zentrum für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, kraniofaziale Fehlbildungen und verwandte Krankheitsbilder; PD Dr. med. Dr. med. dent. Katja Schwenzer-Zimmerer und Team
2010-2013 MaDiK — Mit ausreichenden Deutschkenntnissen in den Kindergarten
Das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt hat das Projekt «Mit ausreichenden Deutschkenntnissen in den Kindergarten» lanciert. Das Vorhaben will Kindern mit keinen oder minimalen Sprach- bzw. Deutschkenntnissen den regelmässigen Besuch einer Spielgruppe/Kindertagesstätte mit integrierter Sprachförderung ermöglichen und damit einen Beitrag zur Erhöhung der Chancengleichheit leisten. Alle im Kanton Basel-Stadt wohnhaften Kinder sollen bereits beim Eintritt in den Kindergarten über möglichst gute Deutschkenntnisse verfügen.
Die Pädagogische Hochschule FHNW begleitet das Projekt wissenschaftlich in Kooperation mit der Universität Basel, welche die Effekte der frühen Sprachförderung mit quantitativen Verfahren misst. Die Studie der pädagogischen Hochschule ist qualitativ ausgerichtet und untersucht die Sprachförderpraktiken der Sprachförderpersonen.
Konkret geht die PH FHNW folgenden Hauptfragen nach:
1. Welche subjektiven Theorien von Sprachförderung mehrsprachiger Kinder haben Förderpersonen?
2. Welche Merkmale der Prozessqualität von Sprachförderung mehrsprachiger Kinder, insbesondere des sprachlich-kommunikativen Verhaltens der Förderpersonen sind in den Kindertagesstätten/Spielgruppen beobachtbar?
Die Sprachförderung von insgesamt 16 Kindern mit Deutsch als Zweitsprache aus vier Jahrgängen, die ein Jahr vor dem Kindergarteneintritt eine Spielgruppe oder eine Kindertagesstätte mit alltagsintegrierter Sprachförderung besuchen, wird während eines Jahres untersucht. Zur Erhebung der Förderkonzepte der Förderpersonen werden problemzentrierte Interviews durchgeführt und Logbücher eingesetzt, in denen die Förderpersonen ihre Förderaktivitäten notieren. Das Sprachverhalten sowie das Wechselspiel zwischen Förderperson und Kind werden mittels Videoaufnahmen eines Förderhalbtags erfasst. Die kommunikativen Fähigkeiten der Kinder werden von den Förderpersonen anhand des "Pragmatischen Profils" (Dohmen, 2009) eingeschätzt. Die gewonnenen Daten können deskriptiv in Beziehung gesetzt werden zu den Ergebnissen, welche in der parallel laufenden und breiter angelegten Wirksamkeitsstudie der Universität Basel gewonnen werden, konkret zum allgemeinen Entwicklungsstand und der Sprachentwicklung der Kinder, welche in die Fördermassnahme einbezogen worden sind.
Projektleitung
Prof. Dr. Andrea Bertschi-Kaufmann
Dr. Silvana Kappeler Suter
Projektmitarbeitende
Florence Aggeler, Anja Blechschmidt, Simone Kannengieser, Natalie Plangger
Projektpartnerschaften
Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie
Institut Forschung und Entwicklung
Institut Vorschul- und Unterstufe
Universität Basel
2012-2014 MeKi — Frühe sprachliche Förderung und Therapie für mehrsprachige Kinder ab 3 Jahren
International und in der Schweiz ist die Bedeutung einer früh einsetzenden Sprachförderung unbestritten. Wenig weiss man aber über die Erfolgsbedingungen und Qualitäten von Sprachförderkonzepten; hier setzt das Projekt ein. Je jünger die Kinder, desto näher liegen Betreuung, Förderung und (sprachliche) Bildung beieinander. Um so relevanter erscheint die prägnante Analyse mit abgeleiteten Massnahmen für (Lehr-)Personen, welche in diesem Alterssegment tätig sind. Dieses Projekt leistet hierzu einen Beitrag. Es nutzt das in Basel-Stadt lancierte Feld in den Kindertagesstätten, zeigt vor dem Hintergrund eines grossen Datensatzes den Zusammenhang von Förderung und Entwicklung auf, entwickelt zusammen mit Fachleuten aus der Praxis Fördermaterialien und bietet Orientierungswissen und Umsetzungshilfen für die Praxis. Ziele und Produkte: MeKi nimmt das Desiderat frühe und gute Sprachförderung für mehrsprachige Kinder auf und entwickelt anregende, evidenzbasierte Materialien; diese werden den Akteurinnen und Akteuren im Frühförderbereich in einem attraktiven Format zugänglich gemacht.
Projektleitung
Dr. Simone Kappeler Suter
Projektmitarbeitende
Prof. Anja Blechschmidt Dr. Simone Kannengieser
Projektberatung
Prof. Dr. Andrea Bertschi-Kaufmann
Projektpartnerschaften
Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie
Institut Forschung und Entwicklung Pädagogische Hochschule
Universität Basel
2010-2013 FiDe — Handbuch für pädagogische, didaktische und methodische Fragestellungen für die Förderung in Deutsch vor der Einschulung
Im Auftrag der kantonalen Erziehungsdepartemente des Bildungsraums Nordwestschweiz wird ein Handbuch für die Förderung in Deutsch vor der Einschulung entwickelt.
Die Frühe Bildung, Betreuung und Erziehung ist in allen Kantonen des Bildungsraums ein Thema, die Förderung in Deutsch vor der Einschulung ein anerkanntes Anliegen. Die strukturellen und politischen Voraussetzungen zur Umsetzung sind kantonal unterschiedlich. Je nach Kanton sind mehrere Departemente oder Direktionen vertreten, werden unterschiedliche Strategien verfolgt. Die konkrete Förderung geschieht allerdings immer vor Ort in den Tagesheimen, in den Tagesfamilien und Spielgruppen. Für diese praktische Umsetzung fehlt aktuell eine fundierte, von Wissenschaft und Erfahrung gestützte Didaktik. Neben Grundlagen werden Umsetzungshilfen benötigt, welche aufzeigen, wie in einer Spielgruppe oder in einem Tagesheim die sprachliche Förderung und der Zweitspracherwerb sinnvoll gestaltet werden können.
Das Handbuch wird deshalb einerseits die wichtigsten Grundsätze der frühen Sprachförderung und des frühen Zweitsprachenerwerbs vermitteln und andererseits die daraus folgenden Möglichkeiten der Umsetzung beispielhaft darstellen.
Projektleitung
Prof. Dr. Andrea Bertschi-Kaufmann
Projektmitarbeitende
Florence Aggeler
Dr. Simone Kannengieser
Dr. Silvana Kappeler Suter
Natalie Plangger
Projektpartnerschaften
Institut Forschung und Entwicklung
Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie: Prof. Anja Blechschmidt Professur für Logopädie
Institut Vorschul- und Unterstufe: Prof. Dr. Mathilde Gyger
Prof. Anna Walser
Weitere Projekte der FHNW finden Sie im Projekt- und Publikationstool FHNW.