Reise zum Bildplaneten - Werkstattausstellung «Zeichnen zwischen 4 und 14»
Werkstattausstellung zum Projekt und Lehrmittel «Zeichnen zwischen 4 und 14» mit Otto Heigold
Kinder zwischen 4 und 14 Jahren haben wunderbare Entdeckungs- und Erfolgserlebnisse erfahren, auf ihrer Reise zum Bildplaneten. Ihre Bilder auf über 40 Kartontafeln vermitteln Einblicke in die phantasievolle Welt des Bildplaneten.
Jeder Karton zeigt ein Kapitel aus dem gleichnamigen Werkbuch von Otto Heigold.
Ausstellung:
12. September 2011 bis 10. März 2012
Kurs:
Siehe unten
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 8–18.30 Uhr
Samstag, 8–12 Uhr
Geschlossen an Allerheiligen
Dienstag, 1. November 2011
Öffnungszeiten über die Feiertage 2011/2012
Ort:
Pädagogische Hochschule FHNW, Hauptgebäude A
Obere Sternengasse 7, 4502 Solothurn
(Karte)
Flyer:
hier downloaden (pdf)
Expedition zum Bildplaneten – Begegnung mit Otto Heigold
26. Oktober 2011 14–15 Uhr
an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Solothurn
Mehr über Otto Heigold:
www.ottoheigold.ch
Kurs «Zeichnen in der Druckwerkstatt»
Ergänzend zur Ausstellung wird ein Kurs im Rahmen der Lehrerweiterbildung stattfinden. Der Kurs vermittelt einfache Drucktechniken und Wege zum elementaren Zeichnen sowie Impulse für den Schulalltag.
Datum/Uhrzeit:
Samstag 10. März 2012, 10 –17 Uhr
Ort:
Pädagogische Hochschule FHNW
Obere Sternengasse 7, 4502 Solothurn
(Karte)
Kursdetails und Anmeldung:
Jetzt Anmelden unter:
http://www.fhnw.ch/ph/iwb/kurse
Zur Expedition
Bilder bedeuten eine grosse Welt. Mit mehreren Bildzonen, Ebenen, Verbindungsebenen, unzähligen Farben, Schichten, Geschichten; mit vielen Texturen, Höhenkurven, Grenzzonen, Energiefeldern, unbekannten Innenräumen, mit Bewegung, Dynamik, Schwerelosigkeit, Atmosphäre, Licht und Vibration.
Dieser Bildwelt ist dieses Werkbuch gewidmet. Es will zur Expedition einladen. Was nehmen Sie in ihrem geistigen Gepäck mit? Angst, Beklemmung oder vielmehr Lebensmut, Offenheit, Denkvermögen, Interesse... Ebenso wichtig sind Ihre Sinne: Mit diesen wird die Bildwelt spürbar, sinnlich wahrnehmbar, leibhaftig wirklich. Auf der Entdeckungsreise nach Bildwelt hält das ganze Reiseteam die Augen offen. Es gibt aber sehr viel zu sehen, nicht alles kann gespeichert werden. Aus diesem Grund zeichnen wir fortlaufend. Diese Tätigkeit braucht minimale Voraussetzungen. Dieses Werkbuch will zum Denken, Erleben und Tun anregen, um so das Zeichnen begreifbar zu machen und zu einer neuen, umfassenden Begrifflichkeit zu gelangen.
Alle können zeichnen
Zeichnen ist ein weiter Begriff: Es löst Bewunderung aus bei Menschen, die zeichnerische Meisterwerke betrachten. Zeichnen bringt auch den Atem zum Stocken. Wer möchte nicht einmal ein Stillleben getreulich abzeichnen können? Und wer möchte mit Zeichnen nicht seinen Gefühlen freien Lauf lassen? In der Alltagswelt ist das Zeichnen sehr gegenwärtig: Der Manager unterzeichnet den Vertrag, die Verkäuferin zeichnet die Waren aus, die Verbandsdirektorin zeichnet Sportler aus, die Schneiderin zeichnet ein Schnittmuster nach, der Baufachmann zeichnet markante Schnittstellen in die Pläne ein, die Radio-Reporterin zeichnet ein Gespräch auf, der Pfarrer bezeichnet den Täufling mit dem Kreuzzeichen, die Technikerin zeichnet den Plan rein.
Nun sollen alle zeichnen können? Ist dies möglich, wünschbar? Ich denke, nicht alle müssen fachspezifisch zeichnen können. Aber alle können (sofern interessiert und motiviert) je ihre individuelle Befindlichkeit aufzeichnen - können den eigenen Atem zeichnerisch auf Papier bringen.
Es ist dies ein grosses Ziel, vor allem in der Volksschule, wo die Randbedingungen selten optimal sind. Dieses Ziel liegt irgendwie quer zu den gesellschaftlichen Vorgaben. Sie verlangen Tempo, Norm, Rationalität, Funktionalität, Nützlichkeit, Innovation. Kann die Schule gegen den Strom schwimmen? Darf sie ein gesellschaftliches und politisches Diktat hinterfragen, soll sie das Individuum stärken, muss sie das Musische fördern? Mir scheint, letzteres bedeutet innerhalb der Stundentafel nicht nur Kompensation zu den «Hauptfächern».
Das Musische, das Bildnerische Gestalten, das Zeichnen im Besonderen: fördert die Imaginationskraft, das innovative Denken, das Hinhören, das Schauen. Das Bildnerische Gestalten gibt dem Assoziieren Raum. Es ist eine Gegenkraft im Alltag, wo so vieles auseinander driftet und punktuell wahrgenommen wird. Und schliesslich erfordert das individuelle Zeichnen grossen Respekt. Respekt vor sich selber und gegenüber andern (vielleicht nicht verständlichen) Lösungen.
Zeichnen hinterlässt Linien, sie verbinden Bildteile aber auch Menschen, innerhalb einer Gruppe, innerhalb verschiedener Sprachen und Kulturen. Zeichnen wird zum Zeichen für Integration.
(Ein Text von Otto Heigold)
Kontakt:
| Stefan Schor stefan.schor@fhnw.ch M +41 76 434 30 44 |
Sabine Amstad sabine.amstad@fhnw.ch M +41 79 762 95 31 |
Otto Heigold www.ottoheigold.ch |


