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Netzgruppe Trimbach erhält Comenius Preis für Bildungsinnovation

Die Primarschule Trimbach arbeitet seit 2004 erfolgreich mit einer Netzgruppe zusammen, die aus Eltern von Migrationskindern und Lehrpersonen besteht. Das Brücken­angebot zwischen Schule und Elternhaus verbessert die Bildungschancen für mehrsprachige Kinder und stärkt die Kompetenzen von mehrsprachigen Eltern sowie deren Partizipation in der Schule. Die Pädagogische Hochschule FHNW würdigt diese Initiative mit dem Comenius Preis für Bildungsinnovation.

Die Schule Trimbach hat mit ihrem hohen Anteil an fremd­sprachigen Kindern schon vor mehreren Jahren den Bedarf an verstärkten Integrationsmassnahmen erkannt und gehandelt. Seit 2004 ist die Netzgruppe mit elf mehrsprachigen Müttern und einer Lehrerin fester Bestandteil der Primarschule Trimbach.

Aktive Beteiligung
Die Netzgruppe verbindet Kindergarten, Schule und Elternhaus. Konkret beantworten die Mitglieder der Netzgruppe Fragen zur lokalen Schule in acht verschiedenen Landessprachen, sie vermitteln Informationen zwischen Schule und Elternhaus und leisten so einen Beitrag zum besseren Verständnis. Ausserdem wirken sie an Schulhausanlässen wie Projektwochen oder Einschulungs­tagen mit oder organisieren selber interkulturelle Begegnungs­anlässe. Die Netzgruppe steht im Kontakt mit der Schulleitung und berät  fremdsprachige Familien zu Belangen rund um die Schule. Seit 2007 organisiert sich die Netzgruppe selbständig und wird geleitet von Frau Cordula Gysin.

Ressourcen- statt Defizitansatz
Die Schulgemeinde hat die Kompetenz der Netzgruppe und der beteiligten Eltern erkannt und nutzt diese intensiv. Das stärkt die Autonomie und Handlungsfähigkeit der Eltern, baut gegen­seitige Vorurteile zwischen Schule und Elternhaus ab und fördert den Lernerfolg der mehrsprachigen Kinder.

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Reihe oben von links nach rechts: Christa Rickenbacher (Gründerin der Netzgruppe und DAZ Lehrerin), Kefsere Biljali (Netzgruppenfrau aus Albanien), Regula Zimmermann (Netzgruppenfrau aus der Schweiz), Sabina Rendic (Netzgruppenfrau aus Bosnien), Barbara Neukom, Marina von Arx (Co-Schulleiterin PS Trimbach), Susann Müller-Obrist (PH FHNW)
Reihe unten von links nach recht: Mirjana Propadalo (Netzgruppenfrau aus Kroatien), Maria Forgia (Netzgruppenfrau aus Italien), Cordula Gysin (Leitung Netzgruppe), Jacqueline Lagnaz      (Lehrerin PS Trimbach), Helen Kyburz (Co-Schulleiterin PS Trimbach), Ömür Babucoglu (Netzgruppenfrau aus der Türkei), Sarah Sulaj (Netzgruppenfrau aus Algerien)

Würdigung
Aus Sicht der Pädagogischen Hochschule FHNW nimmt die Netzgruppe wichtige gesellschaftliche Anliegen im Bereich Elternpartizipation im interkulturellen Kontext auf und setzt sie lokal vorbildlich um. Diese Arbeit erfordert von allen Beteiligten eine grosse Bereitschaft zur Zusammenarbeit und interkulturelle Kompetenz.

Was ist der Comenius Preis?
Mit dem Comenius Preis für Bildungsinnovation würdigt die Pädagogische Hochschule FHNW hervorragende Projekte aus der Bildungspraxis in der Nordwestschweiz. Den Preis erhalten können Schulen, Weiterbildungseinrichtungen, einzelne innovative Gruppen von Lehrpersonen oder auch eine einzelne Lehrperson. Das Preisgeld von CHF 10'000.- muss für die Weiterentwicklung der ausgezeichneten Projekte eingesetzt werden.

Die Verleihung hat am 23. März, im Rahmen der fünften Hochschulkonferenz der Pädagogischen Hochschule FHNW im Landhaus Solothurn stattgefunden. Hermann Forneck, Direktor der Pädagogischen Hochschule FHNW, überreichte Cordula Gysin und der Netzgruppe Trimbach den Preis.

 

Kontakt
Christian Irgl, Leiter Marketing & Kommunikation der Pädagogischen Hochschule FHNW
T +41 56 462 49 53   

Cordula Gysin, Leiterin der Netzgruppe Trimbach
T 062 293 15 23, cgysin@bluewin.ch

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