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Berufsfeld Sonderpädagogik

Das Berufsfeld der Sonderpädagogik ist vielfältig. Einerseits weil ganz unterschiedliche Menschen ein Recht auf sonderpädagogische Unterstützung haben, andererseits kann man dieses Recht auf ganz verschiedene Weise umsetzen. Dies führt je nach Kanton und Gemeinde zu einer unterschiedlichen Praxis in der sonderpädagogischen Arbeit.

Sonderpädagogische Tätigkeitsfelder sind auf dem Hintergrund von Sozial­ und Partizipationszielen immer weniger isoliert. Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen nehmen Anteil an integrativen Entwicklungen und unterstützen sowohl die Kinder und Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf und deren Umfeld wie auch die Entwicklung von günstigen Rahmenbedingungen für das gemeinsame Lernen, Leben und Arbeiten.

Sonderpädagogische Tätigkeitsfelder gibt es in den Bereichen der Volksschule und der beruflichen Bildung, der Frühförderung und der familienbezogenen Beratungs­ und Unterstützungsarbeit sowie in pädagogischen, sozialen und medizinischen Dienstleistungssystemen.

Heilpädagogische Früherziehung

Das Berufsfeld der Heilpädagogischen Früherziehung schliesst schulische und ausserschulische Tätigkeitsfelder ein. Dazu gehören die Heilpädagogischen Früherziehungsdienste beziehungsweise Frühförderzentren, Einrichtungen in der Familien­ und Erziehungsberatung, Elternbildung, Spitäler und Kliniken, gemeindeorientierte Projektarbeit, Kindertagesstätten sowie integrative und separative Angebote im Bereich des Kindergartens und der Primarunterstufe. Der Beruf der Heilpädagogischen Früherzieherin und des Heilpädagogischen Früherziehers ist noch vergleichsweise jung. Daher sind die Tätigkeitsfelder nicht abschliessend durch den Beruf bestimmt. Ausgebildete Fachpersonen können sich immer auch in neue und verwandte Tätigkeitsfelder einarbeiten. Dabei treffen sie auf Angehörige anderer Berufe, mit denen sie zusammenarbeiten.

Schulische Heilpädagogik

Das Berufsfeld im Bereich der Schulischen Heilpädagogik schliesst alle Stufen des Bildungssystems ein. Dazu gehören zum Beispiel integrative Schulungsformen im Schuleingangsbereich, auf Primar­ und Sekundarstufe I, spezielle Fördersettings und Sonderschulen, Förderzentren, Angebote im Übergang Schule­Beruf, in der beruflichen Erstausbildung und der allgemeinbildenden Sekundarstufe II sowie in der integrativen oder separativen Weiterbildung. Dabei arbeiten die meisten Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in einem Tätigkeitsfeld, das der Stufe ihres zuvor erworbenen Lehrdiploms für Regelklassen entspricht. Ihre Spezialisierung bezieht sich in der Regel auf spezifische Lern­ und Sozialisationsbedürfnisse oder auf bestimmte Behinderungsformen beziehungsweise auf die Arbeit in integrativen oder separativen schulischen Angeboten.

Gute Berufschancen

Die Berufsaussichten sind sowohl für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen in der Heilpädagogischen Früherziehung wie in der Schulischen Heilpädagogik sehr gut. In beiden Vertiefungsrichtungen werden sich auf dem Hintergrund integrativer Systementwicklungen und anhaltender Nachfrage die Tätigkeitsfelder dynamisch weiterentwickeln. Mit einem Master­Studium in Sonderpädagogik erwerben die angehenden Fachpersonen die dazu nötigen fachlichen, sozialen und personalen Kompetenzen – wissenschaftsorientiert und berufsbezogen.

 

 Ein Mädchen schreibt mit Farbstift sorgfältig in verbundener Schrift auf ein grosses weisses Papier

 

 

 

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