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Arbeitsgebiet

Alle Menschen haben die gleichen Rechte, auch das Recht, an der Gesellschaft, in der sie leben, zu partizipieren. Dabei ist aus einer menschenrechtlichen Perspektive von Bedeutung, dass auch diejenigen, deren Teilhabe aus welchen Gründen auch immer eingeschränkt, erschwert oder behindert ist, die Möglichkeiten und die Förderung erhalten, die sie brauchen, um ihre Rechte gleichberechtigt wahrzunehmen.

Die Professur untersucht in Lehre und Forschung die gesellschaftlichen, sozio-kulturellen, institutionellen und individuellen Faktoren, die soziales Lernen und soziale Teilhabe erschweren und die zu unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und sozialen Entwicklungen in der frühen Kindheit und in der Schule führen.

Erschwerte Bedingungen können ganz unterschiedliche Ursachen haben und von Geburt an vorhanden sein oder in ganz unterschiedlichen Lebensphasen auftauchen. Armut beispielsweise und soziale Benachteiligung können genau so das soziale Lernen und die soziale Teilhabe erschweren, wie Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder Nationalität oder Zugangsbeschränkungen zum regulären Schulsystem aufgrund von Autismus oder einer Erblindung. 

Stressoren wie ökonomische Belastungen, soziale Integrationsschwierigkeiten, gesundheitliche Einschränkungen oder überhöhte Ansprüche können zu psychosozialen Belastungsfaktoren bei Kindern und Jugendlichen führen, die nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihr Umfeld beeinträchtigen können.

Die Rahmenbedingungen, unter denen Professionsangehörige im Bereich der Sonderpädagogik arbeiten, sind entsprechend komplex und stellen erhöhte Ansprüche an Wissen und Können, beispielsweise bezogen auf die interdisziplinäre Kooperation und Beratung Kommunikation im Berufsfeld.

Die Forschungstätigkeit der Professur verortet sich an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Auf der Grundlage anwendungsorientierter Grundlagenforschung entwickelt die Professur konkrete Handlungsempfehlungen und Materialien für die Praxis, mit dem Ziel den erschwerten Bedingungen des sozialen Lernens entgegen zu wirken und die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung und Zielgruppenspezifität bilden die Leitplanken bei der Erarbeitung von Materialien für die Praxis.

Die Professur verknüpft ihre Aktivitäten in Lehre und Forschung eng miteinander. Der vierfache Leistungsauftrag der Pädagogischen Hochschule im Bereich Lehre, Weiterbildung, Dienstleistung sowie Forschung und Entwicklung soll somit nicht nur nebeneinander, sondern in einem wechselseitigen Dialog erfüllt werden.

Die Professur arbeitet mit in ihrem Schwerpunktbereich liegenden und den für die Ausprägung eines inklusiven erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Lehrprofils geeigneten Organisationseinheiten der PH FHNW zusammen.

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