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Lernen ermöglichen - Entwicklung fördern / Basler Beiträge zur Speziellen Pädagogogik und Psychologie

 

Band 1:
Verwahrlost, beziehungsgestört, verhaltensoriginell.
Zum Sprachwandel in der Heil- und Sonderpädagogik

Herausgeber: Johannes Gruntz-Stoll
Mit Beiträgen von Konrad Bundschuh, Andrea Burgener Woeffray, Wilfried Datler, Heinrich Greving, Johannes Gruntz-Stoll, Emil E. Kobi und Christian Mürner

Dass Behinderungsbegriffe als Schimpfwörter benutzt werden, hat Tradition. Ähnliches gilt für Sonderschulen und Erziehungsheime: Ihre Namen sind immer schon als Drohgebärden oder Warnsignale missbraucht worden. Und wie verhält es sich mit aktuellen Sprachregelungen und Sprechweisen im Zusammenhang mit Behinderung und Beeinträchtigung? Entsprechen dem Sprachwandel in der Heil- und Sonderpädagogik veränderte Denk- und Sichtweisen? Und was heisst dies für das Sprechen über Behinderung und mit Behinderten? Fragen, mit denen sich die Autorinnen und Autoren des ersten Bandes der Reihe «Lernen ermöglichen – Entwicklung fördern» auseinander setzen.

Haupt Verlag Bern Stuttgart Wien 2006


Band 2:
Dummlinge, bucklige Hexen, böse Stiefschwestern und Zwerge.
Vom Umgang des Märchens mit Behinderung

Herausgeber: Fitzgerald Crain
Mit Beiträgen von Fitzgerald Crain, Esther Schaller, Ulrich Scheibner, Severin Perrig/Beat Matzenauer, Christian Mürner, Johannes Gruntz-Stoll, Ursula Burkhard, Susanne Schriber, Eva-Maria Schnaith, Ursula Eggli.

Menschen mit einer sichtbaren oder unsichtbaren Behinderung treten im Märchen in vielgestaltiger Form auf. Was repräsentieren Märchen?guren mit einer kognitiven beziehungsweise geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung? Welches ist die Bedeutung von Männern, Frauen oder Kindern im Märchen, die schwierig, verhaltensauffällig oder «böse» sind? Was bedeutet Behinderung im Märchen für jene, die in ihrem Selbstverständnis nicht behindert sind? In welcher Weise erkennen sich Menschen mit einer Behinderung im Märchen? Wie wird die anspruchsvolle heilpädagogische Arbeit durch das Märchen und im Märchen dargestellt? Den heilpädagogischen Fragestellungen liegt die grundsätzliche und theoretisch begründete Annahme zugrunde, dass Märchen für den Aufbau der inneren Realität von Kindern (und Erwachsenen), ob mit oder ohne Behinderung, wichtig sind. Volksmärchen werden dabei ebenso untersucht wie Kunstmärchen oder Märchen, die in eine musikalische Form gebracht wurden. Berücksichtigt wird der historische Kontext, in dem die Märchen erzählt oder schriftlich niedergelegt wurden.

Haupt Verlag Bern Stuttgart Wien 2007


Band 3:
Das Mögliche ermöglichen.
Wege zu Aktivität und Partizipation

Herausgeber: Beat Richiger-Näf
Mit Beiträgen von Fred Aschwanden & Georges Krieg, René Broder, Monika Brunsting, Céline I. Ducommun, Irmtraud Eis, Andres Jost, Urs Kühnis, Beat Richiger, Friedrich Salomon, Peter Kobald und Irina Weber

Jedes Kind geht als einzigartige Persönlichkeit mit seinen individuellen Begabungen und Erschwernissen den Weg zum Erwachsensein. Liegen diese Potenziale und Einschränkungen ausserhalb einer sogenannten Normalität, nimmt sich die Spezielle Pädagogik der besonderen Aufgaben-stellung an. Was ist das Spezielle an dieser Speziellen Pädagogik? Mit welchen Kompetenzen und Prozessen ermöglicht sie Kindern und Jugendlichen mit besonderen Lernvoraussetzungen, ihr Potenzial in Aktivität und Partizipation zu realisieren?

Als Kernprozesse einer Speziellen Pädagogik, die mehr will als nur einen Schonraum für Lernende mit besonderen Bedürfnissen zu schaffen, haben sich Förderdiagnostik und Förderplanung etabliert, die sich vielerorts an den Konzepten der ICF orientieren. Die Autorinnen und Autoren beleuchten diese primären Arbeitsgrundlagen der Speziellen Pädagogik aus verschiedenen Perspektiven und stellen exemplarisch Konzepte und Methoden aus der sonderpädagogischen Praxis vor.

Haupt Verlag Bern Stuttgart Wien 2008


Band 4:
Schwierige Zeiten – Schwierige Kinder

Herausgeberin: Christine Meier Rey
Mit Beiträgen von Monika Baumann, Fitzgerald Crain, Andreas Fischer, Rainer Funk, Johannes Gruntz-Stoll, Heinz Stefan Herzka, Margrit Matyscak, Christine Meier Rey, Carola Meier-Seethaler, Milena Moser, Annemarie Pieper, Timo Rey, Hans Witzig

Schwierige Kinder und noch stärker schwierige Jugendliche sind ein fortwährend diskutiertes Thema im Alltag, in den Medien, an Kongressen, wie auch in der Politik. Sind es tatsächlich die Kinder und Jugendlichen, die schwierig sind? Sind Kinder und Jugendliche auch ein Spiegel ihrer Zeit, widerspiegeln sie die Gesellschaft und deren Schwierigkeiten?

Die Autorinnen und Autoren setzen sich in diesem Band mit solchen Fragen auseinander und schlagen aktuelle Konzepte und Strategien zu Erziehung, Bildung und Beziehungsgestaltung mit Kindern und Jugendlichen vor.

Haupt Verlag Bern Stuttgart Wien 2009


Band 5:
Grenzgänge. Heilpädagogik als Politik, Wissenschaft und Kunst

Emil E. Kobi

Emil E. Kobi hat in den Jahrzehnten seiner Tätigkeit als Dozent und Leiter des Instituts für Spezielle Pädagogik und Psychologie der Universität Basel mit seinen Vorlesungen und Vorträgen, mit Buchveröffentlichungen und Zeitschriftenbeiträgen ein ebenso zahlreiches wie breites Publikum angesprochen und erreicht: Dialogische Offenheit und kritisches Denken, die überzeugende Verknüpfung von Reflexion und Engagement, sowie eine Prise Scharfsinn und Sprachwitz charakterisieren Emil E. Kobis Ausführungen und – faszinieren Leserinnen und Hörer, Studierende und Fachpersonen gleichermassen. Aus einer beträchtlichen Reihe von Publikationen und Referaten der vergangenen zehn Jahre versammelt der vorliegende Band eine Auswahl von Texten zu aktuellen Themen der Heilpädagogik – als Politik, Wissenschaft und Kunst.

Haupt Verlag Bern Stuttgart Wien 2010


Band 6:
Erzählte Behinderung. Grundlagen und Beispiele narrativer Heilpädagogik

Johannes Gruntz-Stoll

Im Grenzbereich zwischen Literatur und Wissenschaft ist das Konzept einer narrativen Heilpädagogik angesiedelt: Während es in der Heil- und Sonderpädagogik um Praxis und Theorie von Bildung und Erziehung unter erschwerten Bedingungen geht, schildern literarische Texte erzählter Behinderung Erfahrungen von Personen mit besonderen Bedürfnissen. Das Zusammenleben von Betroffenen und ihren Angehörigen, von Beteiligten und Aussenstehenden, von Bezugs- und Fachpersonen ist charakterisiert durch Vielfalt wie durch Einmaligkeit und entzieht sich verallgemeinernden Aussagen, wie sie für wissenschaftliche Texte charakteristisch sind; literarische Texte vermitteln im Gegensatz dazu individuelle Erfahrungen von Personen in ihrer Komplexität, stellen sie in einen Erzählkontext und gewinnen dadurch Authentizität und Differenziertheit. Erzählte Behinderung erschliesst Lebenssituationen von Menschen mit Behinderung; Grundlagen und Beispiele dazu vermittelt die einführende Darstellung narrativer Heilpädagogik.

Haupt Verlag Bern Stuttgart Wien 2012

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