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Laufbahnen im System Schule

Die Pädagogische Hochschule FHNW bildet Lehrerinnen und Lehrer von der Vorschul- und Primarstufe bis zum Gymnasium sowie Fachleute in Sonderpädagogik aus. Diese Lehrerinnen- und Lehrerbildung aus einer Hand ermöglicht angehenden wie etablierten Lehrerinnen und Lehrern zahlreiche Laufbahnen und Entwicklungsmöglichkeiten nicht nur im System Schule.
Exemplarisch werden hier drei Laufbahn-Beispiele vorgestellt:


A) Von der Primar- zur Sekundarlehrerin


Während zehn Jahren ist Barbara A. begeisterte Primarlehrerin. Sie mag ihren Beruf, die Kinder, die Arbeit im Team und die Aufgaben ausserhalb des Unterrichts. Nach einem Auslandsaufenthalt tritt Barbara A. eine Stellvertretung an einer Sekundarschule an. Die Stufe gefällt ihr sehr gut, und es erwächst in ihr der Wunsch, auf dieser Stufe dauerhaft zu unterrichten.
Sie entscheidet sich für das Zweitstudium zur Lehrerin an der Sekundarstufe I und absolviert dieses für den Bereich Gesellschaftswissenschaften sowie für das Schulfach Englisch. Daneben unterrichtet sie mit einer 50-Prozent-Stelle im Jobsharing. Nach Abschluss des Studiums
unterrichtet Barbara A. an einer Bezirksschule Englisch und an einer Sekundarschule Geschichte und Geografie.


B) Vom Vorschullehrer zum Bildungsforscher


Mario B. unterrichtet mit einer Lehrbefähigung für die Vorschul- und Primarstufe im Kindergarten. In jüngster Zeit befasst er sich mit der Einführung von Eingangs- und Basisstufen und der künftigen Bildung der 4- bis 9-Jährigen. Insbesondere die Hintergründe des Schrifterwerbs interessieren Mario B. Mit der Aufhebung der strikten Trennung von Vorschule und Schule ist voraussehbar, dass die Schriftförderung künftig früher als bisher einsetzen kann. Sein Wissensdurst ist geweckt.
Mario B. entschliesst sich für den «Master of Arts in Educational Sciences» und peilt nach einem Doktorat zum Thema «Schrifterwerb von 4- bis 9-Jährigen» eine Laufbahn in der Bildungsforschung an.

C) Studieren – Lebensunterhalt verdienen – studieren


Nach der Fachmaturität Pädagogik freut sich Priska C. auf ihr Studium zur Lehrerin auf der Vorschul- und Primarstufe. Mit 21 Jahren möchte sie aber möglichst bald von zu Hause ausziehen und auch finanziell eigenen Beinen stehen. Sie entscheidet sich nach zwei Semestern,
ihr Studium im flexiblen Modell berufsbegleitend fortzusetzen und arbeitet – dem aktuellen Lehrermangel sei Dank – bereits während des Studiums zu 30 Prozent auf der Vorschul- und Primarstufe.
Mit dem Bachelor-Abschluss Vorschul- und Primarstufe unterrichtet Priska C. mehrere Jahre erfolgreich auf der entsprechenden Schulstufe. Nach einer Familienpause kehrt die leidenschaftliche Lehrerin an die Pädagogische Hochschule zurück, um sich in einem Zweitstudium zur Primarlehrerin ausbilden zu lassen.

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