Arbeitsgebiet
Fachverständnis der Professur
Interdisziplinäres/fächerübergreifendes Lernen ist eines der zentralen Konzepte der Vorschul- und Primarstufe. Lernen von Kindern im Alter von vier bis acht Jahren soll sich an deren Erfahrungswirklichkeit ausrichten und gestaltet sich demzufolge themenorientiert, non-disziplinär, jedoch fachlich fundiert.
Angesichts der zunehmenden Komplexität gesellschaftlicher Wirklichkeit und der damit zusammenhängenden Vernetztheit von Wissensbereichen gewinnt interdisziplinäres Lernen auch auf anderen Schulstufen an Bedeutung. Eine interdisziplinäre Herangehensweise ist immer dann angezeigt, wenn Fragen zu beantworten sind, welche die Grenzen einer Disziplin oder eines Faches sprengen.
Interdisziplinäres Lehren setzt Kenntnisse über Potential und Grenzen von Disziplinarität voraus sowie die Fähigkeit, Wissensbestände, Denkweisen und Gegenstandskonstruktionen verschiedener disziplinärer Herkunft im Unterricht anknüpfend an die Lebenswelt der Lernenden gewinnbringend aufeinander zu beziehen. Interdisziplinarität setzt somit immer Disziplinarität voraus.
Beitrag zur Lehre
Es zeigt sich, dass interdisziplinäres Arbeiten und Unterrichten nicht einfach „by doing“ gelernt wird, dass blosses Erfahren interdisziplinärer Zusammenarbeit resp. interdisziplinären Unterrichts nicht per se zu entsprechenden Kompetenzen führt.
Aus diesem Grunde werden die Studierenden in verschiedenen Modulen im Bereich der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie der Entwicklung und Gestaltung sinnvollen interdisziplinären Unterrichts ausgebildet. Thematisch fokussieren die Module exemplarisch auf Fragen Nachhaltiger Entwicklung. Sie gehören zur Modulgruppe „Fachwissenschaft und Fachdidaktik Sachunterricht und Interdisziplinäres Lernen und Lehren“, die gemeinsam mit der Professur Didaktik des Sachunterrichts konzipiert wurde.

