Integrative Schulung, Kanton Aargau
Mit dem nationalen bildungspolitischen Leitprinzip «Integration vor Separation» orientierten sich viele Schulen an einer Pädagogik der Vielfalt. Diese nimmt die unterschiedlichen Voraussetzungen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler als Ausgangspunkt des pädagogischen Handelns und bringt sie mit den Kompetenzzielen der öffentlichen Bildung in Verbindung. Mit entsprechenden Massnahmen werden Schülerinnen und Schüler mit einer besonderen Begabung, einer Lernbeeinträchtigung, einem Lernrückstand oder einer Verhaltensauffälligkeit - im Einzelfall auch Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung - unterstützt, ihre Fähigkeiten innerhalb der Regelschule zu entwickeln.
Das Institut Weiterbildung und Beratung bietet zum Thema Integrative Schulung – Unterrichtsentwicklung individuelle Weiterbildungskurse, Beratung und schulinterne Weiterbildung an.
Im Kanton Aargau entscheiden die Schulpflegen, ob Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten in Kleinklassen oder mit heilpädagogischer Unterstützung in Regelklassen gefördert werden. Die Mehrheit der Aargauer Schulgemeinden hat die «Integrative Schulung» (IS) eingeführt. Durch die integrierte Heilpädagogik (IHP) im Unterricht und die vorgesehene enge Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrpersonen und den Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sind die beiden Professionsgruppen gefordert, ihre Kompetenzen insbesondere im Bereich der Kooperation zu vertiefen.
Diese Veränderungen beinhalten Prozesse der Schul- und Unterrichtsentwicklung, die auf mehrere Jahre angelegt sind, und umfassen organisatorische, strukturelle, personelle, pädagogische und didaktische Aspekte. Fachspezifische und interdisziplinär angelegte Weiterbildungs- und Supportangebote können diese Prozesse anregen und begleiten.
Weiterbildungsangebote
- Auszug aus dem Kursprogramm 2012 zur integrativen Schulungen / Unterrichtsentwicklung (pdf)
- Seminar Integration - Kompetenzvertiefung in Schulischer Heilpädagogik
- CAS Unterrichtsentwicklung - Lehren und Lernen in heterogenen Klassen
- CAS Integrative Begabungs- und Begabtenförderung
- CAS Lerncoaching
- CAS Interkulturelle Bildung und Deutsch als Zweitsprache
- Seminare für Schulleitungen:
Integration und Chancengerechtigkeit. Meine Rolle als Schulleitungsperson
Veränderungsprojekte in Schulen erfolgreich gestalten
Im Projekt «Schul-In IS UE» des Instituts Weiterbildung und Beratung entwickeln Fachpersonen für interessierte Schulen Support-, Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote. Weitere Informationen zum Projekt «Schul-in IS UE» finden Sie unter www.schul-in.ch
Kontakt
Michele Eschelmüller
Projektleitung
michele.eschelmueller@fhnw.ch
T +41 62 838 90 07
Claudia Keller
Projektleitung
claudia.keller@fhnw.ch
T +41 62 838 90 89
Institut Weiterbildung und Beratung
Pädagogische Hochschule FHNW
Küttigerstrasse 42
CH-5000 Aarau

