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    Integrative Begabungs- und Begabtenförderung

    Begabungs- und Begabtenförderung ist ein Qualitätsmerkmal von Schulen, die der Heterogenität ihrer Lernenden gerecht werden. Kinder mit überdurchschnittlichem Leistungsvermögen oder ausgeprägten intellektuellen Fähigkeiten finden wir in jeder Klasse. Das Anerkennen dieser Lernvoraussetzungen erfordert zusätzliche Kompetenzen im Entdecken der Potenziale aller Kinder und eine erweiterte Didaktik der Differenzierung, «die dem unterschiedlichen Lern- und Leistungsstand und der Heterogenität der Lernenden Rechnung trägt» (Lehrplan 21). Die Weiterbildung vermittelt Fähigkeiten zu begabungsbezogenem Lehren bei gleichzeitiger Integration in einer Gemeinschaft der Vielfalt.

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    Anmeldekarte (Word): Integrative Begabungs- und Begabtenförderung

    Detailinformationen zu «Integrative Begabungs- und Begabtenförderung»

    Ausführliche Informationen zu diesem Lehrgang (PDF)

    Leitung Leistungsnachweise
    Abschluss Anmeldetermin
    Kooperation Studienbeginn
    Aufbau Dauer
    Dozierende Daten
    Adressatinnen Ort
    Zulassungsbedingungen Kosten
    Arbeitsaufwand Administration

    Leitung

    Prof. Victor Müller-Oppliger
    Dozent für Pädagogische Psychologie und Didaktik, PH FHNW

    Beratung

    Victor Müller-Oppliger (Weiterbildungsmaster)
    T +41 61 925 77 43
      Salomé Müller-Oppliger
    Dozentin für Pädagogik, PH FHNW

    Beratung

    Salomé Müller-Oppliger (Zertifikatslehrgang)
    T +41 61 925 77 47

    Ergänzende Beschreibung

    Leistungsstarke Kinder, Jugendliche und Lehrpersonen lehnen die Etikettierung und selektive Förderung als «Hochbegabte» mehrheitlich ab. Dennoch besteht häufig ein zusätzlicher spezifischer Förderbedarf, damit besondere Potenziale entwickelt und die oft spezielle emotionale Situation im sozialen Umfeld erfolgreich gemeistert werden können. Individualisierende Lernarchitekturen, den Klassenunterricht ergänzende Förderangebote sowie die Beratung und Begleitung besonders leistungsstarker Kinder und Jugendlicher (u. a. durch Mentorate), aber auch die Unterstützung von Lehrpersonen, sind zentrale Inhalte des Weiterbildungsangebots. Die vermittelten Konzepte sind praxisbewährt und lerntheoretisch begründet.

    Abschluss

    • Certificate of Advanced Studies«Integrative Begabungs- und Begabtenförderung», 15 ECTS-Punkte.
    • Master of Advanced Studies«Integrative Begabungs- und Begabtenförderung», 60 ECTS-Punkte.
      In Kooperation mit der University of Connecticut (USA) oder der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe kann ein Master of Arts (MA) in Education erworben werden.
    • Den CAS Integrative Begabungs- und Begabtenförderung können Sie am Masterstudiengang (Master of Art, MA) «Organisationsentwicklung und Inklusion» der Hochschule Neubrandenburg (D) im Umfang von 12 ECTS anrechnen lassen.
      Weitere Informationen

    Kooperation

    • National Research Center on the Gifted and Talented (NRC/GT), University of Connecticut/USA
    • Pädagogische Hochschule Karlsruhe
    • Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems
    • Pädagogische Hochschule Oberösterreich
    • Internationale Zusammenarbeit mit dem «International Panel of Experts in Gifted Education» (IPEGE), «dem European Council of High Abilities» (ECHA), und dem «World Council for Gifted and Talented» (WCGTC)

    Aufbau

    Der Zertifikatslehrgang (CAS) und der EDK-anerkannte Weiterbildungsmaster (MAS) bauen aufeinander auf. Das Blended-Learning-Angebot mit E-Learning-Modulen, Präsenzveranstaltungen und vertiefenden Lerngruppen ermöglicht Lernen aus Distanz und grosse Flexibilität in der zeitlichen Gestaltung der berufsbegleitenden Weiterbildung. Das modulare Konzept bietet Gelegenheit zur individuellen Kompetenzerweiterung. Es können auch einzelne Module und Anlässe belegt werden.

    Der Zertifikatslehrgang vermittelt Kompetenzen zur spezifischen Förderung begabter Kinder und Jugendlicher und zur Durchführung von Förderprogrammen Ihrer Schule. Die Weiterbildung dauert ein Jahr und umfasst drei E-Learning-Module, drei Präsenzblöcke pro Semester und monatlich ein Lerngruppentreffen.
    Weitere Informationen zum CAS

    Der Weiterbildungsmaster qualifiziert Lehrpersonen zu Fachexpertinnen und -experten der Begabungs-/Begabtenförderung. In Ergänzung zur Methodik und Didaktik spezieller Förderung befähigt der Weiterbildungsmaster zur Entwicklung, Leitung und Evaluation von Programmen der Begabungsförderung, zur Begabungsdiagnostik sowie zur Beratung und Unterstützung von Lehrpersonen, Eltern, Schulleitungen, Behörden und Schulpsychologen und -psychologinnen.
    Weitere Informationen zum MAS

    Der Weiterbildungsmaster kann – aufbauend auf den Zertifikatslehrgang – in eineinhalb Jahren abgeschlossen werden. Er umfasst sechs E-Learning-Module, drei Präsenzblöcke pro Semester sowie Lerngruppentreffen. Anhand von Wahlmodulen ist eine individuelle Profilierung und Schwerpunktsetzung möglich.

    Die modulare Studienstruktur ist auch ideal für die Weiterbildung von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, die ihre bestehenden Kompetenzen durch Aspekte der Begabtenförderung erweitern möchten.

    E-Learning Module im Zertifikatslehrgang

    Modul 1:

    Grundlagen der Begabungs- und (Hoch-)Begabtenförderung

    • Erkennen von Begabungen (auch verdeckten); pädagogische Diagnostik
    • Positionen und Modelle zu Intelligenz und Begabung in Bezug auf schulische Leistungen
    • Begabungen fördern mit «Schoolwide Enrichment»

    Modul 2:

    Spezielle Methoden und Didaktik der Begabungs- und Begabtenförderung

    • Unterrichtsformen, Methoden und Konzepte integrativer und personalisierter Förderung
    • Begabungsfördernde Lernarrangements für leistungsheterogene Lerngruppen gestalten

    Modul 3:

    Produktive Kreativität in Lernprozessen erkennen und ermöglichen

    • Entwickeln von hohen kognitiven Fähigkeiten, Problemlösestrategien und divergentem Denken
    • Innovative Denkprozesse in offenen Lernwegen
    • Kreatives und eigenständiges Denken fördern
    • Kreative Leistungen angemessen bewerten

    E-Learning-Module im Weiterbildungsmaster (Aufbauprogramm)

    Modul 4:

    Entwicklung und Umsetzung schulischer Begabungsförderprogramme und Schulkonzepte

    • Schulspezifische, regionale und (inter)nationale Modelle zur inklusiven Begabtenförderung
    • Personalisiertes Lernen, Lerncoaching, Mentoring
    • Begabungsdifferenzierende Lernarrangements
    • Entwicklung und Beispiele von Schulkonzepten zur inklusiven Begabungsförderung

    Modul 5:

    Soziale und emotionale Aspekte und Phänomene

    • Begabungsentwicklung in sozialen Kontexten
    • Übergänge zwischen Begabung und Behinderung
    • Schulischer «Misfit», Minderleistung, Perfektionismus, Anpassung und Verweigerung
    • Fehlentwicklungen und deren Auswirkungen

    Modul 6:

    Forschung und Evaluation zur Begabungsförderung

    • Grundlagen zu Forschung und Evaluation
    • Evaluationen und Forschung zur Begabtenförderung
    • Methodenkompetenz für eigene Projekte

    Modul 7 (Wahlmodul):

    Begabungsspezifische Beratung und Begleitung

    • Coaching und Beratung zur Begabungsförderung
    • Beratung von Kindern und Jugendlichen, Eltern, Lehrpersonen, Behörden
    • Professionelle Beratung und Prozessbegleitung

    Modul 8 (Wahlmodul):

    Schulentwicklung und Projektmanagement zur Begabungsförderung

    • Unterrichts- und Schulentwicklungen zur Heterogenität und Inklusion
    • Schulentwicklungen initiieren, entwickeln, leiten und begleiten

    Modul 9 (Wahlmodul):

    Identifikation von Potenzialen und pädagogische Diagnostik der Begabtenförderung

    • Erkennen von Begabungspotenzialen
    • Methoden der Identifikation und Diagnose
    • Förderdiagnostik und Entwicklungsbegleitung

    Aus den Modulen 7–9 werden zwei als Schwerpunktmodule gewählt.

    Mastermodul:

    Umsetzung eines eigenen Projekts zur Begabungs-/Begabtenförderung mit berufspraktischer Relevanz.

    Inhalte der Präsenzveranstaltungen

    • Begabungs- und Begabtenförderung konkret: Das «Schoolwide Enrichment» Modell
    • Potenziale entdecken – Identifikation von Begabungen
    • Biografien von (Hoch-)Begabten; Entwicklungsverläufe von Begabungen
    • Brennpunkte: (Hoch-)Begabte Mädchen, Minderleister, Minoritäten, Perfektionismus
    • Neuropsychologische Grundlagen: Lehr- und Lernforschung zur Begabungsförderung
    • Personalisiertes Lernen in differenzierenden, begabungsfördernden Lernarrangements
    • Pullout, Lernatelier und Ressourcenraum – Möglichkeiten und Effekte
    • Differenzierende Lernarchitekturen; Begabungsförderung im Klassenunterricht
    • Co-kognitive Fähigkeiten und exekutive Kompetenzen als Basis der Begabungsentwicklung
    • Intelligentes Wissen als Schlüssel zum Können; Intelligenzkonzepte und schulische Umsetzung
    • Lernprozesse personalisieren mit Talent-Portfolio, Lernjournal und Logbuch
    • «Independent Investigations Method»: Ein Modell individuellen forschenden Lernens
    • Aufbau von Lernstrategien, überfachlichen Kompetenzen und Selbstverantwortung; Reflexives Lernen:
    • Kreativität im Schulalltag: Erkennen, Fördern, Bewerten von kreativem Handeln
    • Was lehrt uns die Expertiseforschung für das Fördern von Begabungen?
    • Intelligenzdiagnostik: Gutachten, Interpretation und Aussagekraft der Diagnostik
    • Förderdiagnostik – Fallarbeiten
    • Sonderpädagogische Situationen bei (Hoch-)Begabungen
    • Beratungs- und Mentorenkonzepte in Schulen
    • (Hoch-)Begabtenberatung für Eltern, Lehrpersonen und Behörden
    • Lösungsorientierte Beratung – Fallarbeit
    • Grundlagen pädagogischer Forschung und Evaluation
    • Schulentwicklung: Erfolgreiche Schul- und Förderkonzepte

    Dozierende

    • Dietrich Arnold, Dr., Berater, Begabungspsychologische Beratungsstelle, Universität München
    • Monika Dudler, Lehrperson, SHP, Fachperson Begabungsförderung
    • Basil Eckert, Schulpsychologe, Schulpsychologischer Dienst Basel-Landschaft
    • Urs Eisenbart, Supervisor, Schulberater
    • Christian Fischer, Prof. Dr., Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik, Universität Münster
    • Katharina Fischer, Dozentin, Universität Linz
    • Letizia Gauck, Dr., Psychologin FSP, Verhaltenstherapeutin SGVT, Leiterin Zentrum für Entwicklungs- und Persönlichkeitsdiagnostik, Universität Basel
    • Iris Grossgasteiger, Mitarbeiterin der Begabungspsychologischen Beratungsstelle, LMU München
    • Dominik Gyseler, Dr., Dozent, Hochschule für Heilpädagogik Zürich
    • Armin Hackl, ehem. Direktor des Deutschhausgymnasiums Würzburg
    • Ulrike Kempter, Dozentin, Pädagogische Hochschule Oberösterreich
    • Benno Müller, Lehrer, Schulberater
    • Doris Müller, Lehrerin, Schulische Heilpädagogin
    • Salomé Müller-Oppliger, Dozentin für Pädagogik, PH FHNW
    • Victor Müller-Oppliger, Prof., Dozent für Pädagogische Psychologie und Didaktik, PH FHNW
    • Maya Rechsteiner, Psychologin
    • Lea Salis, Dr., Psychologin
    • Günter Schmid, Dr., ehem. Direktor der Sir Karl Popperschule Wien
    • Stephanie Schmitt-Bosslet, Begabungsspezialistin
    • Ralph Schumacher, Dr. habil., Dozent, ETH Zürich
    • Willi Stadelmann, Prof. Dr., ehem. Direktor PH Zentralschweiz
    • Aiga Stapf, Dr., Dozentin, Universität Tübingen, Tübinger Institut für Hochbegabung
    • Heidrun Stoeger, Prof. Dr., Lehrstuhl für Schulpädagogik, Universität Regensburg
    • Thomas Trautmann, Prof. Dr. habil., Professor für Erziehungswissenschaften und Psychologie, Universität Hamburg
    • Klaus Urban, Prof. Dr. phil. em., Universität Hannover
    • Gabriela Weigand, Prof. Dr., Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft, PH Karlsruhe
    • Anna Julia Wittmann, Prof. Dr., Dipl. Psychologin, FH Hildesheim
    • Albert Ziegler, Prof. Drs., Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie, Universität Erlangen

    Adressatinnen

    • Lehrpersonen aller Stufen
    • Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
    • Schulleitungen, Schulbehörden, Schulpsychologen
    • Fachpersonen spezieller Förderung

    Zulassungsbedingungen

    Zertifikatslehrgang und Weiterbildungsmaster stehen interessierten Personen mit einem Lehrdiplom, Hochschulabschluss oder einer gleichwertigen beruflichen Ausbildung und Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren offen.

    Abgeschlossene Vorbildungen können sur Dossier an die Weiterbildungen «Integrative Begabungs- und Begabtenförderung» angerechnet werden.

    Arbeitsformen

    Das individuelle Lernen und die Arbeit in Lerngruppen in den Online-Modulen werden ergänzt durch Präsenzanlässe, Diskussionsforen, regionale Lerngruppen sowie die individuelle Teilnahme an Fachtagungen zur Begabungsförderung.

    Arbeitsaufwand

      Leistungsnachweise

      Jedes Modul wird mit einem Kompetenznachweis abgeschlossen. Die Zertifizierung erfolgt auf der Basis der erfüllten Module und der angenommenen Zertifikatsarbeit respektive Masterthesis.

      Organisatorisches

      Anmeldetermin

      15. August 2016

      Studienbeginn

      Zertifikatslehrgang: 16. September 2016
      Weiterbildungsmaster: 16. September 2016

      Dauer

      • Zertifikatslehrgang: September 2016 bis August 2017 mit 7 Präsenzveranstaltungen à 1,5 Tage
      • Weiterbildungsmaster: September 2016 bis März 2019 mit 14 Präsenzveranstaltungen à 1,5 Tage

      Daten

      1. Studienjahr

      • Fr/Sa, 16./17.9.2016
      • Fr/Sa, 21./22.10.2016
      • Fr/Sa, 2./3.12.2016
      • Fr/Sa, 13./14.1.2017
      • Fr/Sa, 17./18.2.2017
      • Fr/Sa, 31.3./1.4.2017
      • Fr/Sa, 19./20.5.2017

      Die Präsenzveranstaltungen finden statt:

      Freitag: 16.30–20.00 Uhr

      Samstag: 9.00–17.00 Uhr

      Zusätzlich treffen sich die Lerngruppen dreimal im Semester.

      2. Studienjahr

      Gemäss Angabe anlässlich der Kurseröffnung

      Ort(e)

      Liestal

      Kosten

      Zertifikatslehrgang: (2 Semester)

      • CHF 6800.–
      • Lehrpersonen mit Anstellung im Kanton Aargau: CHF 4200.–
      • Lehrpersonen mit Anstellung im Kanton Solothurn: CHF 4200.–
      • Lehrpersonen mit einer Anstellung beim Kanton Basel-Landschaft wenden sich für Informationen betreffend Kostengutsprache an die Fachstelle Erwachsenenbildung Basel-Landschaft FEBL, , www.febl.ch.
      • Für Lehrpersonen mit Anstellung im Kanton Basel-Stadt werden die Kosten vom Kanton übernommen
      • Zahlreiche weitere Kantone beteiligen sich an den Kurskosten durch Antrag an die Weiterbildungsverantwortlichen.
      • Spesen gehen zu Lasten der Teilnehmenden.

      Weiterbildungsmaster: (5 Semester, inkl. 2 Semester Zertifikatslehrgang)

      • CHF 20300.– (inkl. CAS)
      • Lehrpersonen mit Anstellung im Kanton Aargau: CHF 14360.–
      • Lehrpersonen mit Anstellung im Kanton Solothurn: CHF 14360.–
      • Über die Kostenbeteiligungen bei Anstellungen in anderen Kantonen können sich Interessierte bei der Lehrgangsleitung erkundigen.
      • Spesen gehen zu Lasten der Teilnehmenden.

      Kontakt

      Fachhochschule Nordwestschweiz
      Pädagogische Hochschule
      Institut Weiterbildung und Beratung
      Bahnhofstrasse 6
      5210 Windisch

      Beratung

      Salomé Müller-Oppliger (Zertifikatslehrgang)
      T +41 61 925 77 47

      Victor Müller-Oppliger (Weiterbildungsmaster)
      T +41 61 925 77 43

      Administration

      Dzenisa Sadikovic
      T +41 56 202 80 36 

      Informationen für:
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