Kolloquiumsreihe Musik & Mensch
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Kolloquium 1 «Musikpädagogik – vom Wandel im Dialog»
Dienstag, 25. Oktober 2011, 18 – 20 Uhr
Dr. Hubert Gruber, Musikpädagoge, Didaktiker und Autor, Pädagogische Hochschule Baden bei Wien ; Diskutant: Prof. Dr. Matteo Nanni, Assistenzprofessor für ältere Musikgeschichte am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel
Thema: Schule ist ein dichtes Netz an Interaktionsebenen, das von Menschen mit unterschiedlichsten Erwartungshaltungen geprägt ist. In der Kunstform Musik findet sich jene Vielfalt, durch die das Schulfach Musik zu einem attraktiven Dialogpartner in der Mitte schulischen Lernens werden kann. In der Arbeit mit Musik als dynamische Einheit von Emotion, Kognition und Sozialisation eröffnen sich eine Vielzahl an Möglichkeiten, Schule zu erneuern und Kunst, Theorie und Praxis in Beziehung zueinander zu setzen.
Veranstaltungsort: Musikwissenschaftliches Institut der Universität Basel, Vortragssaal, Petersgraben 27, 4051 Basel
Weitere Informationen: mwi.unibas.ch
Kolloquium 2 «Das Change Ringing – eine typisch englische Absonderlichkeit»
Mittwoch, 30. November 2011, 18 – 20 Uhr
Thomas Meyer, Musikwissenschaftler und freier Journalist ; Performer / in: Stephanie und Lorenz Halbeisen
Thema: Da treffen sich ein paar Leute in einem Kirchturm und läuten dort stundenlang nach streng mathematischen Regeln die Glocken. Die alte Tradition des Wechselläutens wurde nur wenig auf dem Kontinent bekannt. Was für Regeln stehen dahinter, was für Bräuche? Die Mathematiker Lorenz und Stephanie Halbeisen stehen im Gespräch mit Thomas Meyer und werden auch eine kurze Handglockenperformance geben.
Veranstaltungsort: Aargauer Kantonsbibliothek, Aargauerplatz, 5000 Aarau
Kolloquium 3 «David Bowie, das falsche Leben»
Donnerstag, 8. Dezember 2011, 18 – 20 Uhr
Dr. Jean-Martin Büttner, Reporter und Musikkritiker in Zürich, Redaktor u.a. beim Zürcher «Tages-Anzeiger», Dozent; Diskutant: Tomas Bascio, Dozent für Erziehungswissenschaften, Hobby-DJ und Plattensammler
Thema: Kein anderer Musiker hat sich so radikal von einem Stil und einer Rolle distanziert, wie er sich in eine neue stürzte. Trotz vieler Krisen ist Bowie dabei, künstlerisch interessant geblieben. Anhand von Videoausschnitten und Musikbeispielen wird der Referent dem Publikum einen Einblick in die Wechselhaftigkeit David Bowies ge- ben.
Veranstaltungsort: Kulturgarage KUGA, Untere Steingrubenstrasse 19, 4500 Solothurn, www.kulturgarage.ch
Weitere Informationen: www.davidbowie.com
Kolloquium 4 «WennTöne sauer schmecken – Synästhesie als besondere Form der Wahrnehmung»
Donnerstag, 19. Januar 2012, 18 – 20 Uhr
Prof. Dr. rer. nat. Lutz Jäncke, Ordinarius für Neuropsychologie, Universität Zürich
Diskutant: Jürg Frey, Klarinettist, Komponist, Dozent und Leiter der Konzertreihe moments musicaux aarau
Thema: Synästhesie ist eine besondere Form der Doppelwahrnehmung, die höchst selten vorkommt. Diese Zweitwahrnehmung ist automatisch und ununterdrückbar vorhanden. Jeder Synästhet verfügt über eine oder mehrere spezielle Formen der Synästhesie. Diese werden erläutert und ihre neurophysiologischen und neuroana- tomischen Grundlagen dargelegt.
Veranstaltungsort: PH FHNW Aarau, Reithalle Aarau, Kasernenstrasse 20, 5000 Aarau
Kolloquium 5 «Künstlerische Interventionen in der Begleitung von Veränderungsprozessen»
Donnerstag, 1. März 2012, 18 – 20 Uhr
Prof. Dr. h.c. Paolo J. Knill, Ph.D., Rektor European Graduate School EGS Emeritus Lesley University, Cambridge MA, Autor, Gründer der Institute für künstlerische Therapien ISIS in Europa ; Diskutant: Prof. Dr. Roland Reichenbach, Ordinarius für Pädagogik an der Univer- sität Basel Thema: Der künstlerische Ausdruck wird als menschliches Existential gesehen und nicht als Abbild für psychische Entwicklungen. Im künstlerischen Tun kommen die Ressourcen, die Bewältigung von Schwierigkeiten und die «Ensemble oder Company» Kompetenz in den Vordergrund. Die Musikimprovisation in der Kulturentwicklung von Organisationen wird im Zusammenhang mit der Methode des Dezentrierens erläutert und als mögliche «Lösungskunst» diskutiert.
Veranstaltungsort: Musikwissenschaftliches Institut der Universität Basel, Vortragssaal, Petersgraben 27, 4051 Basel
Weitere Informationen: www.paoloknill.com
Kolloquium 6 «Von der Alltagserfahrung zum professionellen Handeln»
Donnerstag, 26. April 2012, 18 – 20 Uhr
Prof. Dr. Roland Messmer, Leiter Professur Sport und Sportdidaktik des Jugendalters PH FHNW; Diskutantin: Gabriele Noppeney, Dozentin für Musikdidaktik, PH FHNW
Thema: Eine empirische Untersuchung über Denkstrukturen von Lehrerinnen und Lehrern zeigt, dass sie sich bei ihren Alltagshandlungen vorwiegend an narrativen Strukturen und weniger an einem scientistisch-logischen Denken der Wissenschaft ori- entieren. «The reflective practitioner», wie er von Schön bezeichnet worden ist, ist dem- nach eher ein «telling practitioner». Darin kann man sehr viel Logik und auch «Rhythmus» entdecken. Dieser «Paradigmenwechsel» in der Wahrnehmung von Alltagshandlungen von Lehrerinnen und Lehrern wird an Beispielen aus dem Sport thematisiert.
Veranstaltungsort: PH FHNW Solothurn, Obere Sternengasse 7, 4502 Solothurn
Kolloquium 7 «Kurzpräsentationen Musik & Mensch»
Donnerstag, 24. Mai 2012, 18 – 20 Uhr Studierende präsentieren ihre Forschungsarbeiten.
Veranstaltungsort: PH FHNW Aarau, Reithalle Aarau, Kasernenstrasse 20, 5000 Aarau
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