Medienmitteilung Tagung Bildungsstandards – 13.02.2009
Naturwissenschaftliche Bildung wohin?
Internationale Tagung zu Kompetenzen und Bildungsstandards im naturwissenschaftlichen Unterricht
Welche Kompetenzen sollen Kinder und Jugendliche in Naturwissenschaften und Technik erwerben? Wie können Lehrpersonen sie entsprechend unterstützen? An einer internationalen Tagung der Pädagogischen Hochschule FHNW diskutieren renommierte Fachleute Entwicklungsperspektiven des naturwissenschaftlichen Unterrichts.
Die Resultate der internationalen PISA-Studie führten im deutschsprachigen Raum zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Bildungszielen und -inhalten der obligatorischen Schule. Die Erziehungsdirektionen und Bildungsministerien in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz initiierten jeweils in ihren Ländern die Entwicklung von Bildungsstandards. Mit diesen soll festgelegt werden, was Kinder und Jugendliche am Ende einer Schulphase können und wissen sollen.
Kompetenzen und Standards in Naturwissenschaften sind denn auch das Thema eines Kongresses an der PH FHNW: Das Zentrum Naturwissenschafts- und Technikdidaktik, welches an der Entwicklung der Schweizer Bildungsstandards in Naturwissenschaften massgeblich beteiligt ist, empfängt vom 12. bis 14. Februar 150 Fachleute. Der internationale Austausch wird gross geschrieben, drei Viertel der Teilnehmenden stammen aus dem Ausland. Forscherinnen, Naturwissenschaftsdidaktiker, Lehrpersonen und Behördenmitglieder widmen sich Fragen nach den zu erwerbenden Kompetenzen, entsprechenden Fördermög-lichkeiten und den zu setzenden Standards.
Ein wichtiges Thema bildet die naturwissenschaftlich-technische Frühförderung von Kindern. Auf spielerische Art und Weise sollen sie Naturphänomene entdecken, einfache Gesetzmässigkeiten erkennen, ihre Neugierde in Bezug auf biologische, chemische, physikalische oder technische Fragen stillen können: «Wieso frieren Vögel nicht im Wintern? Sie haben so nackte Beine.» - «Warum sinkt ein Schiff nicht? Metall ist doch schwerer als Wasser.»
Von Kinderfragen über Fördermöglichkeiten zu Standards: Mit dem Projekt Harmonisierung obligatorische Schule (HarmoS) will die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren verbindliche Standards setzen, welche am Ende des 2., 6. und 9. Schuljahrs die grosse Mehrheit der Schülerinnen und Schüler erreichen soll. Analoge Bestrebungen gibt es in unseren Nachbarstaaten. An der Tagung werden die Standards der einzelnen Länder gegenseitig vorgestellt, ihre Umsetzung und Verbindlichkeit diskutiert. Wobei in einem Punkte Einigkeit besteht: Der naturwissenschaftlich-technischen Bildung muss höhere Priorität beigemessen werden.
Weitere Auskünfte erhalten Sie von:
- Prof. Dr. Peter Labudde, Leiter Zentrum Naturwissenschafts- und Technik-
didaktik; peter.labudde@fhnw.ch
- José Santos, Leiter Marketing & Kommunikation der Pädagogischen Hochschule FHNW,
Tel. 056 462 49 55; jose.santos@fhnw.ch

