Leitungswechsel im Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie - 10.04.08
Der Sonderpädagoge und Erziehungswissenschafter Jan Weisser übernimmt ab September 2008 die Leitung im Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie der Pädagogischen Hochschule FHNW von Johannes Gruntz-Stoll, der sich nach sechs Jahren Führungsarbeit wieder dem Dozieren zuwendet.
Brugg, 10.04.2008 - Prof. Dr. Jan Weisser (38) studierte Pädagogik, Religionswissenschaft und Psychopathologie an der Universität Bern. Seit 2003 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilpensum am Institut für Sonderpädagogik der Universität Zürich und leitete ab 2007 interimistisch den Studienbereich «Förderung, Beratung und Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen».

Jan Weisser
Jan Weisser setzt sich in seinen Publikationen mit Fragen der Bedeutung und Wirkung des pädagogischen und sonderpädagogischen Wissens auseinander. Im Vordergrund seiner Arbeiten standen in letzter Zeit die Auswirkungen einer erneuerten Definition von Behinderung auf Pädagogik und Sonderpädagogik. Dazu hat er 2005 ein Buch mit dem Titel «Behinderung, Ungleichheit und Bildung. Eine Theorie der Behinderung» im transcript Verlag Bielefeld publiziert. Weitere Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: Fragen im Verhältnis von Gesellschaft, Erziehungssystem und Behinderung; Prozessdiagnostik; Disability Studies; Qualitative Sozialforschung, insbesondere diskursanalytische Methodologie.
Im Oktober 2006 stiess Jan Weisser als Dozent in den Bereichen Erziehungswissenschaften und Sonderpädagogik zur Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er übernahm einen Lehrauftrag für Sonderpädagogik und Pädagogische Diagnostik in den Studiengängen Sekundarstufe I und Kindergartenstufe.
Als neuer Leiter im Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie wird Jan Weisser unter anderem die Integration der Studieninhalte der Schulischen Heilpädagogik und Logopädie in die Regelstudiengänge Vorschul-/Unterstufe, Primarstufe sowie Sekundarstufe I und II weiterführen und den nationalen als auch internationalen Ruf des Instituts weiter entwickeln.
Dabei kann er auf die Vorarbeit von Prof. Dr. Johannes Gruntz-Stoll bauen, der 2002 die Leitung des Instituts Spezielle Pädagogik und Psychologie übernommen hat und die Zeit des Übergangs von der Universität Basel zuerst in die Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel (HPSA-BB) und dann in die heutige Pädagogische Hochschule FHNW massgeblich mitgestaltet hat.
Johannes Gruntz-Stoll promovierte wie Weisser an der Universität Bern und arbeitete dann als Dozent am Sonderpädagogischen Seminar des Kantons Bern, an der Universität Bern, aber auch an den Universitäten Innsbruck und Bozen. 2000 habilitierte er in Erziehungswissenschaft an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck mit einer Arbeit über «Pädagogische Antinomien und Paradoxe Anthropologie». Ab Herbst 2008 wird Johannes Gruntz-Stoll weiter als Dozent im Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie der Pädagogischen Hochschule FHNW arbeiten.
Weitere Auskünfte
José Santos
Leiter Marketing & Kommunikation
Pädagogischen Hochschule FHNW
T +41 56 462 49 55 oder kommunikation.ph@fhnw.ch

