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Schlüsselsituation Schulübergang - 23.10.2009

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Schulübergänge stellen für Kinder und Jugendliche wichtige Wegweiser für das spätere Berufsleben dar. Im schweizerischen Schulsystem sind Schulübergänge mit Selektionsprozessen verbunden, welche die individuellen Bildungs- und Berufsbiografien stark beeinflussen. In Solothurn hat dazu am 23. Oktober eine internationale Forschungstagung stattgefunden.

Die Gestaltung von Selektionsverfahren in die Sekundarstufe I ändert regelmässig und variiert zwischen den Kantonen. Deswegen haben Kinder je nach Kanton unterschiedliche Bildungschancen. Forschungsbefunde zeigen überdies, dass die Selektionsentscheidungen und Bildungsverläufe von vielen Faktoren jenseits der Schülerleistungen beeinflusst werden: Schicht, Geschlecht, Migrationsbiografie, soziale Kompetenzen. Forschungsbefunde belegen allerdings, dass die Chancengleichheit durch eine geeignete Organisation des Übertrittsverfahrens und der Bildungsstrukturen in der Sekundarstufe I erhöht werden kann – wenn der politische Wille dafür vorliegt.

Mit ähnlichen Herausforderungen sind Jugendliche bei der Entscheidung Mittelschule und Berufslehre sowie beim Übergang in die Hochschule konfrontiert. Die hohe Bedeutung der Elternunterstützung beeinträchtigt die Chancengleichheit noch stärker als bei früheren Selektionsentscheidungen. Erstrebenswert sind Übergänge, die sich nach transparenten Kriterien vollziehen, Chancengleichheit und Durchlässigkeit sichern und Kindern den Zugang zu einem Ausbildungsumfeld ermöglichen, das mit den individuellen Fähigkeiten und Interessen optimal zusammenpasst.

Internationale Tagung

Diese offenen Fragen bildeten die Ausgangslage für die Tagung «Schulübergang und Selektion – Forschungserträge und Umsetzungsstrategien» vom 23. Oktober 2009 an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Solothurn. Sie bot den rund 130 Teilnehmenden aus Bildungsforschung, Bildungsverwaltung sowie Delegationen von privaten Institutionen und staatlichen Schulen der Schweiz und Deutschland Gelegenheit, sich über Forschungsstand und aktuelle Umsetzungsstrategien von Bund, EDK und Kantonen zu informieren.

Mit der internationalen Tagung wurde eine Plattform geschaffen, welche den Austausch zwischen Forschung, Bildungspolitik und Bildungspraxis intensiviert. Die Schlussfolgerungen sollen Bund, EDK und Kantonen helfen, die Empfehlungen zu Selektions- und Übertrittsprozessen zu verbessern. Die Tagung wurde vom Zentrum «Schule als öffentlicher Erziehungsraum» der Pädagogischen Hochschule FHNW organisiert und ist eng mit dessen laufenden Forschungen verknüpft. Die Tagung wurde von der Stiftung Mercator Schweiz, der Aebli-Näf-Stiftung sowie dem Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

Tagungswebsite: www.fhnw.ch/ph/schuluebergang

 

Weitere Auskünfte

Prof. Dr. Markus P. Neuenschwander
Professor für Pädagogische Psychologie
Zentrum Schule als öffentlicher Erziehungsraum
T +41 32 627 92 57 oder markus.neuenschwander@fhnw.ch

José Santos
Leiter Marketing & Kommunikation
Pädagogischen Hochschule FHNW
T +41 56 462 49 55 oder kommunikation.ph@fhnw.ch 

 

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