23.05.2012
cfp: Holocaust Gedenktag 2013
Zur Lage der Roma und anderer (ehemals) als "Zigeuner" diskriminierter Minderheiten in Europa
Perspektiven der Forschung - Impulse für den Geschichtsunterricht
Im Rahmen der Tagungsreihe "Erinnern - Verantwortung - Zukunft" organisiert das Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik alljährlich eine Konferenz. Die Tagung am 26. Januar 2013 widmet sich der Lage der Roma in Europa. Forschende aller Disziplinen werden eingeladen, Vorschläge für 20minütige Referate einzureichen.
«Zigeuner» bildeten während des Zweiten Weltkriegs hinter den europäischen Juden die zweitgrösste Opferkategorie im nationalsozialistisch besetzten Europa. Zwischen 200'000 und 500'000 Menschen fielen der nationalsozialistischen Zigeunerpolitik zum Opfer. Die Nachfahren der Opfer der NS-Zigeunerpolitik stehen heute vor einer widersprüchlichen Situation: Zum einen wollen Europarat, EU und andere Institutionen ihre Chancen und ihre Integration fördern. Zum anderen dominieren in vielen europäischen Demokratien antiziganistische Vorurteile und strukturelle Ausgrenzungen. Wie gehen Roma und andere (ehemals) als «Zigeuner» stigmatisierte Minderheiten in Europa mit dieser Situation um?
Diese Frage steht am 26. Januar 2013 im Zentrum einer wissenschaftlichen Konferenz in Aarau. Forschende aller Disziplinen werden eingeladen, Vorschläge für 20-minütige Vorträge einzureichen bei: bernhard.schaer@fhnw.ch.
Den ausführlichen call for papers finden Sie hier: «Zur Lage der Roma in Europa».
Bild: Der Berner Roma-Bürgerrechtler Jan Cibula (mit Brille) und andere Roma-Aktivisten 1978 an einer Pressekonferenz in der UNO in Genf: Während internationale Organisationen die Rechte der Roma zu schützen versuchen, dauert ihre Diskriminierung in vielen europäischen Ländern an.

