Tagung Unterricht konkret
Tagung Unterricht konkret: "Sprachliche Bildung"
Mittwoch, 9. September 2009 in Basel
Sprache ist nicht nur Medium der menschlichen Kommunikation, sondern zugleich Ausdrucksform von Kultur und Persönlichkeit. Sprachliche Bildung heisst, Sprache in ihrer ästhetisch-kulturellen Dimension erfahren und reflektieren. Es heisst auch, die eigenen Sprachmöglichkeiten als Ausdruck der eigenen Person, der eigenen Gefühle und Gedanken zu entwickeln.
So verstandene sprachliche Bildung wirft für die Unterrichtspraxis folgende Fragen auf:
- Wie können von Anfang an literarisch-ästhetische Erfahrungen bei allen gefördert werden?
- Welche Angebote müssen im Sprachunterricht gemacht werden, damit sich den Lernenden Wege zum Ausdruck der eigenen Person und zum Verstehen anderer Personen eröffnen?
- Was sind ‹gute› Aufgaben für sprachliche Bildung, Kreativität und den spielerischen Umgang mit Sprache?
Die Tagung gibt Einblicke in laufende Entwicklungs- und Umsetzungsprojekte und steht Lehrerinnen und Lehrern aller Stufen der Volksschule sowie weiteren interessierten Personen offen.
Tagungsprogramm (PDF)
Anmeldung (Eine Online-Anmeldung ist erst ab Mitte Mai möglich!)
Rückschau auf die Tagung "Standards und Freiräume für die Sprachförderung" – einheitliche Ziele und vielfältige Wege
Am 3. 9. 2008 fand in Aarau die diesjährige Tagung des Zentrums Lesen zu folgendem Themenkreis statt:
Die bestmögliche Förderung aller Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernangeboten und individuellen Zielvereinbarungen wird weiterhin das zentrale Ziel von Schule sein. Dies alles wirft für die Unterrichtspraxis Fragen auf:
- Was sind Sprachstandards?
- Welche Freiräume schaffen Standards?
- Wie fördern aktuelle Lehrmittel die Sprachkompetenzen und tragen so zum Erreichen der Standards bei?
- Wie wird Lesen und Schreiben nachhaltig, differenziert und auf vielfältige Weise gefördert?
Antworten auf diese Fragen wurden im Einstiegsreferat und in den verschiedenen Workshops diskutiert, erläutert und mit Unterrichtsmodellen konkretisiert.
Handouts der einzelnen Workshops:
A-Workschops
- A1: Einschätzungsraster Erstsprache Deutsch für 4-8 jährige Kinder (Karin Landert)
- A2: Wasser, Meere, Fluten - vielfältiger Umgang mit Sachbuch und Erzählung (Maria Riss)
- A3: Lesetraining in der Praxis (Elisabeth Betschon)
- A4: Schreiben - Überarbeiten (Christoph Häusermann)
- A6: Wenn Schriftaneignung trotzdem gelingt (Hansjakob Schneider, Esther Wiesner)
- A7: Standards für das literarische Lernen? (Kaspar Spinner)
B-Workshops
- B1: Laute und Schrift: Förderung der phonologischen Bewusstheit (Sandra Baumann Schenker, Claudia Schmellentin)
- B2: Diagnose- und Förderinstrumente im Schuleingangsbereich (Ursula Rickli, Gerd Kruse)
- B3: Wasser, Meere, Fluten - vielfältiger Umgang mit Sachbuch und Erzählung (Nora Knechtel)
- B4: Kooperatives Schreiben (Afra Sturm, Res Mezger)
- B5: Romane lesen mit Jugendlichen (Alfred Schlienger)
- B7: Standards und Tests im Unterricht verankern (Thomas Lindauer, Sarah Tresch)
C-Workshops
- C2: Kompetenzorientiert unterrichten (Sonja Gysin, Sabine Leuthard, Mary Wietlisbach)
- C3: Didaktik der Vielfalt - Fokus Sprachlernen (Gabi Bühler Müller)
- C4: Differenzierende Sprachförderung: Offene und geschlossene Aufgaben im Bereich lesen (Werner Senn)
- C5: Kooperatives Schreiben (Afra Sturm, Res Mezger)
- C7: Die Wirkung von Leseunterricht (Hansjakob Schneider, Andrea Bertschi-Kaufmann)

