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Migration und Demokratie
Die 12. Internationale Migrationskonferenz zum Thema „Migration und Demokratie/Migration and Democracy“ findet vom 14. bis 16. Juni 2012 in Dudelange/Luxemburg statt.


Das Verhältnis von Migration und Demokratie ist in den vergangenen Jahren durch widersprüchliche Tendenzen geprägt: In ökonomischer Hinsicht wird Migrationspolitik einerseits verstärkt am Arbeitsmarkt ausgerichtet, das heißt, dass Migration vor allem dann positiv beurteilt und gefördert wird, wenn ein ökonomischer Bedarf gedeckt werden kann. Dies zeigt sich beispielsweise in den Diskussionen um Fachkräftemangel und Pflegenotstand. Politisch wird Migration andererseits weiterhin als Sonderfall betrachtet, was sich etwa dort beobachten lässt, wo Einwanderung und Niederlassung trotz Bedarf erschwert und Maßnahmen zur Grenzsicherung verschärft werden. In vielen europäischen Gesellschaften zeigt sich darüber hinaus auch eine Zunahme populistischer Strömungen, die sich gegen Einwanderung und Einbürgerung von Migrantinnen und Migranten richten. Die Herausforderungen, die hierdurch für demokratische Gesellschaften im Kontext von Migration entstehen, sollen im Rahmen der internationalen Konferenz aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven ausgeleuchtet werden. Ein besonderes Augenmerk gilt der Frage, inwiefern Migrantinnen und Migranten in demokratischer Hinsicht Benachteiligung und Ausgrenzung erfahren.

Als Referentinnen und Referenten nehmen unter anderen an der Konferenz teil: Prof. Dr. Christine Riegel, (Pädagogische Hochschule Freiburg, D), Prof. Dr. Sinan Özbek (Kocaeli Universität, TR), Prof. Dr. Markus Ottersbach (Fachhochschule Köln, D), Prof. Dr. Wolf-Dietrich Bukow (Universität Köln, D), Prof. Dr. Albert Scherr (Pädagogische Hochschule Freiburg, D), Prof. Dr. Marianne Krüger-Potratz (Universität Münster, D), Prof. Dr. Piero Domenico Galloro (Université de Lorraine Metz-Nancy, F), Prof. Dr. Erol Yildiz (Universität Klagenfurt, AU), Prof. Dr. Anne Phillips (London School of Economics, UK), Prof. Dr. Alastair Davidson (Monash University, AU), Dr. Umut Erel (Open University London, UK).

Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Geisen
Institut Integration und Partizipation
thomas.geisen@fhnw.ch
und
Tobias Studer
Institut Integration und Partizipation
tobias.studer@fhnw.ch

 

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11. Internationale Konferenz „Migration und Kultur/Migration and Culture“  
16. - 18. Juni 2011

Neue politische und soziale Herausforderungen werden in den öffentlichen Debatten vielfach mit der Migrationsthematik verknüpft. Denn Migration ist ein zentrales Merkmal moderner Gesellschaften. Sie wird in erster Linie jedoch als ein kulturelles Problem behandelt. Dies zeigen etwa die aktuellen Debatten um „Integration“, „Parallelgesellschaften“ oder „Minarettverbote“ in den westlichen Gesellschaften. Im Migrationskontext werden daher insbesondere die Bedeutung von Kultur und kulturellen Differenzen kontrovers diskutiert: Einerseits werden kulturelle Praxen als Essentialisierungen, Stigmatisierungen und Kulturalisierungen kritisiert, die zu Ausgrenzung und Rassismus führen können. Andererseits wird Kultur eine Orientierungsfunktion zugeschrieben, und sie wird als dynamisch und veränderbar angesehen. Solche Beurteilungen sind insbesondere im Kontext von Macht und Herrschaft von Bedeutung, und zwar in der doppelten Perspektive auf Hegemonie und Widerstand. Im Rahmen der Konferenz soll daher das Spannungsverhältnis, das dem Kulturbegriff bzw. dessen zugrunde liegenden Konzepten inhärent ist, für den Kontext Migration vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Debatten und empirischer Befunde diskutiert werden. Die 11. Internationale Migrationskonferenz findet vom 16. bis 18. Juni 2011 an der Alpen-Adria-Universität (Abteilung Interkulturelle Bildung, Österreich) statt, also im Dreiländereck Slowenien, Italien und Österreich. Weitere Veranstaltende sind das Institut Integration und Partizipation der HSA (Schweiz), das Institut für Regional- und Migrationsforschung (IRM, Deutschland) und das Centre de Documentation pour les Migrations Humaines (CDMH, Luxemburg). Weitere Angaben und Anmeldeunterlagen zur Migrationskonferenz sind unter www.irm-trier.de auf Deutsch und Englisch verfügbar. 

Kontakt: Dr. Thomas Geisen, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut Integration und Partizipation thomas.geisen@fhnw.ch


Fachtagung Eingliederungsmanagement

Pro-aktive Wege in der Arbeitsintegration
26. Januar 2012

Als Handlungsansatz hat sich Eingliederungsmanagement, das im internationalen Kontext als Disability Management bezeichnet wird, in den vergangenen Jahren etabliert. Unternehmen achten inzwischen nicht nur verstärkt auf Absenzen. Mit Hilfe unterschiedlicher Massnahmen und Konzepte versuchen sie auch, erkrankte und verunfallte Beschäftigte so zu unterstützen, dass der Re-integrationserfolg verbessert wird. Dies geschieht sowohl mit Unterstützung eigener Aktivitäten im Unternehmen, diese werden unter anderem als Case Management oder Gesundheitsmanagement bezeichnet, als auch durch die Beteiligung externer Akteure, unter anderem mit Hilfe von Invalidenversicherung, Taggeldversicherern oder externen Dienstleistern.

Im Rahmen der Tagung vom 26. Januar 2012 in Olten wird die aktuelle Debatte um das Eingliederungsmanagement auf nationaler und internationaler Ebene vorgestellt. In Workshops besteht die Gelegenheit aktuelle Praxisbeispiele und Arbeitsfelder kennen zu lernen und über Ansätze und Perspektiven im Eingliederungsmanagement zu diskutieren.

Mehr Infos

Kontakt: Dr. Thomas Geisen  thomas.geisen@fhnw.ch und Christophe Roulin christophe.roulin@fhnw.ch

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