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    5. Tagung Soziale Diagnostik - Diagnostik in der Sozialen Arbeit - Wissenschaft trifft Praxis

    Das Institut für Professionsforschung und kooperative Wissensbildung der Hochschule FHNW führte am 17./18. Oktober 2014 in Olten die  5. Tagung der Reihe der Reihe „Soziale Diagnostik“ durch

    Die Tagung stiess auf ein grosses Interesse: Rund 230 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – Praktikerinnen und Praktiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende – führten gemeinsam den Diskurs zu Diagnostik in der Sozialen Arbeit weiter.

    Mit ihren Statements zum Stellwert Sozialer Diagnostik in ihren jeweiligen Praxisfeldern und ihren Fragen an die Tagung legten Nadia Martin, Christian Güggi und Stefan Armenti die Grundlage für die Diskussion in den folgenden zwei Tagen. Eine zweite wertvolle Basis stellte der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Silke Gahleitner dar. Unter dem Titel „Klassifikatorisch, rekonstruktiv, kooperativ usw.: Kennzeichen einer Diagnostik in der Sozialen Arbeit“ nahm sie eine Auslegeordnung des Diskurses in der Disziplin vor und plädierte für ein integratives Verständnis von Sozialer Diagnostik. Im Workshop-Panel „Diagnostische Instrumente in verschiedenen Handlungsfeldern“ fanden anschliessend neun parallele Workshops statt, u.a. zur Kinder- und Jugendhilfe, zum Kindes- und Erwachsenenschutz, zur Behindertenhilfe, Psychiatrie, Traumapädagogik u.a.m.. Nach einem Input durch zwei bis drei Vorträge wurde lebhaft über diagnostische Instrumente und feldspezifische Fragen zu sozialer Diagnostik diskutiert.

    Am Samstagvormittag thematisierten zwei Keynotes unterschiedliche Aspekte von Kooperation. Im Vortrag von Prof. Dr. Kitty Cassée wurden Gelingens-Bedingungen für die Kooperation von Wissenschaft und Praxis bei der Erarbeitung diagnostischer Instrumente dargelegt. Prof. Dr. Ursula Hochuli Freund befasste sich mit dem Verhältnis von Dialog und Diagnostik: Sie analysierte, wie die Kooperation mit Klientinnen in verschiedenen Diagnose-Methoden konzipiert ist und forderte eine explizite Gestaltung des Einbezugs von Klienten in den Prozess des Fallverstehens. In acht parallelen Workshops wurden anschliessend vielfältige Formen von Kooperation zur Diskussion gestellt.
    Im vierten Hauptvortrag  thematisierte Prof. Dr. Thomas Klatetzki am Samstagnachmittag die sinnstiftende Funktion von Diagnosen in Organisationen und löste mit seinem andersartigen Zugang zum Thema eine kontroverse Diskussion aus.

    Die abschliessende Podiumsdiskussion stand unter dem Motto „Wie geht es weiter" mit der Diagnostik in der Sozialen Arbeit“. Wissenschaftler wie Praktikerinnen waren sich einig, dass es nicht mehr die Frage geht,OBdie Soziale Arbeit Diagnostik betreibt, sondernWIEsie das macht. Auf dem Podium kam aber auch zur Sprache, dass der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis in den Workshops nicht immer einfach gewesen war: nicht nur aufgrund unterschiedlicher inhaltlicher Gewichtungen (z.B. bezüglich Komplexitätsreduktion), sondern auch aufgrund der grösseren Redegewandtheit der Wissenschaftler.

    Die Evaluation zeigt eine grosse Zufriedenheit der Teilnehmenden mit der Tagung. Organisation und Programm-Mix wurden als sehr gut beurteilt, ebenso die Qualität der Keynotes. Geschätzt wurden auch die Möglichkeiten Diskussion, Austausch und internationaler Vernetzung.

    Die nächste Tagung der Reihe wird im Herbst 2016 in Hamburg stattfinden.
    Weitere Informationen auf der Tagungswebseite http://www.soziale-diagnostik.ch/tagung-2014

    Kontakt:
    Prof. Dr. phil. Ursula Hochuli
    T +41 62 957 20 71
    ursula.hochuli@fhnw.ch

    Website Tagung Soziale Diagnostik

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