topbild
You are here: ign → Forschung → Angewandte Ethik → Umweltethik
Navigation
 
Artikelaktionen

Umweltethik

Die Wissenschaft führt zurück zur Natur.

 Der Umgang mit der Natur war langezeit nicht Gegenstand der moralischen Reflexion; die Natur schien in ihrer Grandiosität und Mächtigkeit unverletzlich zu sein. Deutlich sichtbar werdende Umweltschäden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schreckten aber Millionen von Menschen auf. Mögliche globale Veränderungen, insbesondre im Bereich des Klimas,  und die Bedürfnisse zukünftiger Generationen kamen in den Blickwinkel.

Umweltethik

In derselben Epoche machten auch neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse klar, dass das Verhalten natürlicher Systeme nicht in unsere gängigen linearen Ursache-Wirkungs-Denkschemata hinein passt. So lassen sich lebendige Systeme nicht «in den Griff» kriegen, wie wir uns dies von einfachen technischen Systemen her gewohnt sind. Vielmehr müssen wir uns überall auf Überraschungen gefasst machen, wo wir natürliche Systeme mit Hilfe der Technik verändern, sei dies beispielsweise das globale Klimasystem oder die Gene von Pflanzen und Tieren. Weiter legen uns Erkenntnisse aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen nahe, dass wir nicht von irgendwoher auf diesen Planeten gesetzt wurden, um ihn zu erobern, sondern dass wir mit ihm und unseren Mitgeschöpfen zusammen hier entstanden sind.

Wir sollten uns deshalb als Teil der Natur und nicht als Wesen ausserhalb betrachten und einsehen, dass unsere Mitwelt nicht einfach für uns da ist, sondern uns vielmehr toleriert, im übrigen aber gerade so gut ohne uns auskäme. Diese Einsicht hat wesentliche Konsequenzen auf unser aller Verhalten als Bürger, auf die Art und Weise, wie wir den Fortgang des naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozesses gestalten wollen, auf die Art unseres Wirtschaftens und auf die Art unseres Umganges mit der Natur.

Publikationen:

Fridolin Stähli; Fritz Gassmann, Umweltethik. Die Wissenschaft führt zurück zur Natur, Sauerländer, Aarau, Frankfurt/M., Salzburg 2000. (204 seiten)

Fridolin Stähli, Die Greina als Vorbild für einen sensiblen Umgang mit der Natur, in: Aargauer Zeitung, 17. Juni 2000. AZ am Wochenende, S. 3.

Fridolin Stähli; Fritz Gassmann, Gedanken aus der Sicht der Umwelt, in: Wasserschloss – Das Wassertor der Schweiz. Verlag Merker im Effingerhof, Baden und Lenzburg 2000, S. 14 ff.

Fridolin Stähli, Meditationen über Steine - Eine holistische Perspektive, in: Natur und Kultur. Transdisziplinäre Zeitschrift für ökologische Nachhaltigkeit 2/2 (2001), 99-110 (reviewed). Als pdf.  http://www.umweltethik-online-bibliothek.info/download.php?id=287

Fridolin Stähli, Respekt vor der Rheinlandschaft - Überlegungen aus naturethischer Sicht, in: Natur und Kultur. Transdisziplinäre Zeitschrift für ökologische Nachhaltigkeit 6/2 (2005), 120-132 (reviewed). Als pdf.  http://www.umweltethik-online-bibliothek.info/download.php?id=332

Direkt zu
Suchportlet
Events
Übersicht Events