Mobile Paladin
Kurzbeschreibung
- Entwicklung eines Testverfahrens um zu überprüfen, dass Portierungen von Handyapplikationen äquivalent zu einer vorgegebenen Architektur sind.
- Entwicklung eines genauen Ortungsverfahrens für Mobiltelefone basierend auf Messungen der Sendeleistung von GSM- und WLAN-Antennen.
Keywords
Äquivalenz von Software, Portierung, Software-Testing, Software Architektur, Ortung, Mobiltelefon, GSM-Antennenstandort
Ziele
- Machbarkeitsstudie
- Effizienzüberprüfung
Ausgangslage
Delikte gegen Leib und Leben kommen oft nicht total überraschend und dennoch gibt es bis zum heutigen Tag kaum einen wirkungsvollen Schutz dagegen. Die bekannten Selbstverteidigungsmittel sind nicht selten auch mit grossen Nachteilen behaftet. Zudem kommen sie, wenn überhaupt, erst zum Zuge, wenn die Situation schon eskaliert ist. Wenn die potentiellen Täter wissen, dass sie identifizierbar sind, lassen sie oft von ihrem Vorhaben ab.
Die Firma Paratus AG entwickelt eine Handy-Software, die es erlaubt einen potentiellen Angreifer zu identifizieren. Das Opfer kann in bedrohlichen Situationen bei der Alarmzentrale von Securitas Direct Alarm schlagen. Die Spezialisten bei Securitas können dann Interventionskräfte aufbieten. Zudem können die gesammelten Informationen auch für eine spätere Fahndung eingesetzt werden.
Prävention ist besser! Radiointerview (Argovia) vom 19.5.2009
Projektinhalt
Das IMVS unterstützt diese Idee in zwei Punkten.
- Damit Mobile Paladin ein Erfolg wird, sollte die Applikation auf möglichst vielen Handys laufen. Leider existieren sehr viele zum Teil sehr unterschiedliche Betriebssysteme für Smartphones. Auch die Geräte selber sind von unterschiedlichster Bauweise (Monoblock, Slider, Fold, Touchscreen, etc). Da die Applikation (hoffentlich) sehr selten gebraucht wird, sollte sie so einfach wie möglich sein. Dies wird erreicht indem sie nahtlos an das jeweils verwendete Betriebssystem angepasst wird. Dazu wird eine abstrakte Architektur definiert, welche für die wichtigsten Funktionalitäten festlegt aus welchen Teilkomponenten sich die Applikation zusammensetzen muss. Dazu gehören auch Schnittstellenbeschreibungen für die einzelnen Teilkomponenten.
Am IMVS wird dazu ein Testverfahren entwickelt, das es erlaubt die Äquivalenz von Portierungen bezüglich einer Referenzarchitektur nachzuweisen. Dazu gehört, dass die Teilkomponenten zu Testzwecken durch Mock-Implementationen ersetzt werden können. Die Mock-Implementationen werden dazu nicht auf den Smartphones selbst zum Einsatz gebracht, sondern auf einem zentralen Testserver. Proxys gewährleisten auf den Smartphones, dass die Zusammenarbeit der Teilkomponenten untereinander weiterhin funktioniert. - Die Ortung des Notrufes ist wichtig um Einsatzkräfte gezielt aufbieten zu können. Eine zuverlässige Ortung mittels GPS (Fix) ist nicht immer möglich. Einerseits, weil ein Fix nur unter freiem Himmel möglich ist, also in Gebäuden oder Unterführungen keine oder unzuverlässige Daten liefert. Andererseits benötigt ein Fix den Kontakt zu mehreren GPS-Satelliten, was mehrere Minuten dauern kann; eine ständige Aktivierung der GPS-Einheit in Smartphones kommt wegen des hohen Energieverbraues nicht in Frage. Am IMVS wird untersucht, wie die Ortung mittels gemessener Sendestärken von GSM-Antennen und WLAN-Hotspots optimiert werden kann, so dass brauchbare Genauigkeiten erzielt werden.
Projektinfos
Dauer: November 2009 – Dezember 2010
Förderung: KTI
Kontakt
Prof. Dr. Christoph Denzler
Tel: +41 56 462 47 40 (Direkt)
E-Mail: christoph.denzler@fhnw.ch
Projektteam
Dr. Christoph Denzler, Daniel Kröni, Maxim Moschko, Beat Walti, Ingo Bauersachs
Partner
|
Paratus AG |
Securitas Direct
|


