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Unternehmen

Das Unternehmen schafft sich mit seiner Leistungserstellung seine Existenzberechtigung. Für diese Leistungserstellung muss er verschiedenste Ressourcen einsetzen und abgelten. Im Gegensatz zu andern Ressourcen, wie etwa Apparaten, Rohstoffen, Zwischen­produkten oder eingekauften Dienstleistungen, kann die "Ressource Arbeit" vom Be­trieb nicht als Vorleistung in einer bestimmten Qualität und Quantität beschafft und dann mehr oder weniger unabhängig vom Res­sourcenlieferanten bereitgehalten und nach unmittelbarem Bedarf in den Leistungsprozess mitein­bezogen werden. Darin liegt eine spezifische Eigenart dieses "Produktionsfaktors": Die "Ressource Arbeit" wird überhaupt erst im betrieblichen Leistungsprozess real. Das Personal­management hat deshalb zwei Hauptaufgaben:

  1. Die Gewinnung des Lieferanten der Ressource "Arbeit", das heisst, des "Personals" mit dem erforderlichen Potential.
  2. Den optimalen Personaleinsatz im Leistungsprozess, damit die erforderliche Quantität und Qualität der Ressource "Arbeit" realisiert wird.

Die Realisierung und Verwendung der Ressource "Arbeit" ist zudem an die Anwesenheit und Be­findlichkeit des Ressourcenlieferanten (der Mitarbeitenden) am Arbeitsplatz gebunden. Die Qualität und Quantität der Arbeitsleistung des Menschen ist so von einer Vielzahl von Bedingungen abhän­gig. Es hat beispielsweise keinen Einfluss auf die Leistung einer Maschine, wozu das hergestellte Produkt dienen wird. Die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden wird dagegen von einer Vielzahl von Umständen beeinflusst. Die Mitarbeitenden müssen mit ihrem Betrieb, mit ihrer Tätigkeit, ihrem Produkt eine Beziehung aufbauen können und sich bis zu einem gewissen Grad damit identifizieren können. Die Leistungsbereitschaft wird beispielsweise negativ beeinflusst, wenn der Mitarbeitende in der Öffentlichkeit verheimlichen muss, dass er in jenem Betrieb arbeitet, da dieser in der öffentli­chen Meinung schlecht angesehen wird. Ebenso, wenn die Mitarbeitende den Effekt seiner Tätigkeit nicht erkennen kann oder das produzierte Gut problematisch ist (z.B. Umweltverschmutzung, Kriegsmaterial usw.). Die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden wird beispielsweise unterschiedlich sein, wenn sie an der Herstellung eines Produktes mit unbestreitbaren Nutzen für alle Betroffenen beteiligt sind oder an der Herstellung eines Produktes, das anderen Menschen schadet (z.B. Um­weltverschmutzung, Kriegsmaterial usw.)

 

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