Module EMBA Management Consulting International
Einführung in die internationale Unternehmensberatung (4 Tage)
In diesem Modul werden die Besonderheiten der internationalen Beratungsmärkte und die spezifischen Ausprägungen der Marktteilnehmenden vermittelt. Die Studierenden sollen die Relevanz unterschiedlicher Umweltbedingungen (makroökonomische, soziokulturelle, politische, rechtliche, natürliche) auf den Beratungsprozess erkennen. Das Modul wird im Rahmen der Winter School in China durchgeführt. Unter Einbezug von Living Case Studies "vor Ort" soll ein Gefühl für die Spezifika internationaler Projektorganisation in der Beratung entwickelt werden. Insgesamt wird im Modul sichergestellt, dass die Studierenden über ein einheitliches Grundwissen in der international und interkulturell orientierten Managementlehre verfügen.
Beratungsprozess (10 Tage)
Ziel des Moduls ist die Vermittlung von Best Current Practice zur Gestaltung des Kernprozesses der Unternehmensberatung – beginnend bei der Kontaktaufnahme zu potenziellen Klienten bis zum Abschluss eines Projektes. Anhand von Auftragsbeispielen werden Auftragsakquisition, Durchführung und Management von Beratungsprojekten, Basis-Techniken der Ist-Analyse, Sollkonzepterstellung, Realisierung, Auftragsabschluss und Nachbetreuung bearbeitet. Weitere Themen in diesem Modul sind Qualitätssicherung, strategisches Projektmanagement und Meta-Consulting.
Management von Beratungsunternehmen (4 Tage)
Aufgrund der spezifischen Dienstleistungsart weist das Management von Beratungsunternehmen Besonderheiten auf. Diese werden noch verstärkt, wenn Unternehmen eine Internationalisierung anstreben. Im Modul wird in einem ersten Schritt das allgemeine Wissen zum Management von Unternehmen erarbeitet und dann jeweils themenspezifisch die Merkmale und Eigenheiten erörtert, wie ein Beratungsunternehmen strategisch, organisatorisch, finanzwirtschaftlich, sozial und operativ geführt wird.
Recht der Unternehmensberatung (2 Tage)
Dieses Modul dient einerseits dazu, die besonderen Rechtsformen von Beratungsunternehmen und deren Auswirkungen auf das Management kennenzulernen und andererseits werden die Rechtsbeziehungen zwischen Unternehmensberatenden und (potenziellen) Kunden analysiert und Problemfälle diskutiert. Zusätzlich sollen die Studierenden den Umgang mit einschlägigen Checklisten und Musterverträgen lernen.
Beratungskommunikation (6 Tage)
In diesem Modul werden den Studierenden die Kommunikationsmethoden näher gebracht, die im Beratungskontext helfen sollen, ein effektives Berater-Klienten-Verhältnis zu gestalten. Im zweitägigen Teambildungs-Workshop, zu Beginn des Studiums, stehen die Selbsterfahrung und die Beziehungsgestaltung als Grundlage für effektives Arbeiten in Gruppen und im Klassenverband im Fokus. Im weiteren Modulverlauf wird besonderes Gewicht auf die Ausweitung und Reflexion der Konfliktkompetenz sowie auf die Entwicklung entsprechender interkultureller Kompetenzen gelegt.
Beratungspsychologie (2 Tage)
In diesem Modul wird vertieft erarbeitet, inwieweit psychologische Aspekte in den Phasen des Beratungsprozesses das Berater-Klienten-Verhältnis beeinflussen und wie aus psychologischer Sicht zu einem effektiven Berater-Klienten-Verhältnis gefunden werden kann. Dabei soll insbesondere der Umgang mit kritischen Situationen im Berater-Klienten-Verhältnis trainiert werden.
BWL und VWL (5 Tage)
Das Modul dient der Auffrischung resp. Erarbeitung des für die Beratertätigkeit erforderlichen betriebs- und volkswirtschaftlichen Wissens. Angesichts der unterschiedlichen fachlichen Hintergründe der Teilnehmenden wird eine einheitliche Ausgangssituation bei den wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen geschaffen. Neben einem Überblick zu den betriebswirtschaftlichen Funktionen und den volkswirtschaftlichen Basiskenntnissen für Unternehmensberater liegt der Schwerpunkt auf externem und internem Rechnungswesen und Controlling, sowie der Investitionsrechnung und Finanzierung.
Ethik in der Unternehmensberatung (2 Tage)
Ziel ist es zunächst, durch eine allgemeine Annäherung an den Begriff "Ethik" eine Verknüpfung mit Wirtschaftsthemen herzustellen. Spannungsfelder im Bereich der Wirtschaftsethik sollen aufgezeigt werden. Das ethisch relevante Umfeld der Beratenden soll verstanden werden. Mit Hilfe von Fallstudien sollen ethische Probleme in der Unternehmensberatung analysiert und die Studierenden zur selbstständigen Entwicklung von Lösungsansätzen angeleitet werden.
Wissenschaftliche Methoden (2 Tage)
Die Zielsetzung dieses Moduls besteht darin zu erkennen, wie man wissenschaftliche Forschungsprojekte beschreibt und bearbeitet. Ebenso soll der Unterschied zwischen reiner und angewandter Forschung erkannt werden. Dies soll den Studierenden helfen, am Ende des Studiums eine erfolgreiche Dissertation (Abschlussarbeit) zu verfassen. Durch die Diskussion selbst erarbeiteter Vorschläge sollen die Studierenden angeregt werden, sich bereits frühzeitig mit einer möglichen Thematik für ihre Abschlussarbeit auseinander zu setzen.
Wahlpflichtfach Fremdsprache/Wirtschaftsenglisch (8 Tage)
Im Modul wird ein Übungsspielraum geboten, in dem die Studierenden ihre schon fortgeschrittenen Englischkenntnisse weiterentwickeln und in Hinblick auf typische Beratungssituationen effektiv einzusetzen lernen. Besonderes Gewicht wird auf die Optimierung der Präsentations-, Verhandlungs- und Moderationskompetenzen gelegt. Zudem werden die Eigenheiten von in Englisch abgefassten, wissenschaftlichen Arbeiten erörtert.
Vertiefungsmodul 1: Organizational Behavior (10 Tage)
Auf der Grundlage des Wissens um die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Individuen, Gruppen und Organisationen werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Effektivität von Organisationen zu steigern und Reibungsverluste zu minimieren. Wichtige Ansatzpunkte sind hierbei sozialwissenschaftlich-systemische Grundkenntnisse über Mechanismen wie Wahrnehmung, Denken und „Fühlen“ auf den verschiedenen Organisationsstufen von Unternehmungen zu vermitteln. Im Rahmen der Themen Learning Organization, Unternehmenskultur, Changemanagement und Wissensmanagement werden praktische Umsetzungen aufgezeigt und diskutiert. Ein Teil des Moduls wird in der Summer School in Lincoln (GB) durchgeführt. Damit ist bei der Bearbeitung von Living Cases den Merkmalen und Eigenheiten interkultureller Zusammenarbeit in und zwischen Unternehmen die Praxisnähe gesichert.
Vertiefungsmodul 2: Beratungsinhalte/Problemlösungsmethoden (10 Tage)
In diesem Modul lernen die Studierenden die unterschiedlichen funktionalen Spezialisierungen der Unternehmensberatung namentlich der Strategie- und Sanierungsberatung sowie die sich daraus ergebenden standardisierten und nicht-standardisierten Problemlösungsmethoden (Beratungsprodukte) kennen, soweit sie für die allgemeine Managementberatung relevant sind. Namentlich werden bearbeitet: Business Plan Development, Mergers&Acquisitions Beratung, Geschäftsprozess- und Kostensenkungsberatung, Value Chain Beratung, Risk Management Beratung und IT- sowie E-Business Beratung. Ebenso werden neuere Ansätze der Unternehmensberatung wie Lean Consulting und Lean Management und Führungsinstrumente wie Balanced Scorecard thematisiert. Dabei werden die Teilnehmenden angeleitet, neue Beratungskonzepte auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen und Einsatzmöglichkeiten im spezifischen Beratungskontext zu identifizieren.

