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Die Bibliothek im Kopf – Wie sind Wörter im Gehirn gespeichert?

Ein Vortrag von Prof. Dr. Rui Mata, Professor für Kognitions- und Entscheidungswissenschaften an der Universität Basel, im Rahmen der Ringvorlesungen 2019 auf dem FHNW Campus Brugg-Windisch.

Ein typischer Erwachsener kennt mehr als 40.000 Wörter. Aber wie hängen diese Worte zusammen? Können Zusammenhänge zwischen Worten – also welche Worte häufig gemeinsam genannt werden – die Bedeutung von Begriffen wie «Liebe», «Geld» oder «Schweiz» genauer bestimmen? Zum Beispiel der Begriff «Schweiz» ist mit «reich» und «neutral», aber auch mit «Kuh» stark assoziiert. Kognitionswissenschaftler entdecken nun die genaue Struktur dieser Zusammenhänge im Gehirn – unser mentales Lexikon – mit Computermodellen, Neuroimaging-Methoden und massiven Online-Studien. Rui Mata gibt einen Überblick über diese Arbeit und geht besonders auf die internationale Zusammenarbeit «The Small World of Words» ein: Ziel ist es, die Struktur des mentalen Lexikons in über 14 Sprachen von Hunderttausenden Menschen auf der ganzen Welt abzubilden. Forscher hoffen, dass die Erkenntnisse in Zukunft sowohl ein besseres Verständnis der Veränderung des mentalen Lexikons über die Lebenspanne – vom Kleinkind bis ins hohe Alter – als auch die Entwicklung von neuen Werkzeugen zur Diagnose von kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz ermöglicht.

Anschliessend Publikumsgespräch, Leitung Dr. Falk Scheidig, Pädagogische Hochschule FHNW.

Das menschliche Gehirn: Wunderwerk und Mysterium

Die Hirnforschung hat in den letzten Jahren bahnbrechende und verblüffende Ergebnisse über die Wirkungsweise unseres Gehirns erzielt. Es gibt neue Antworten auf alte Fragen: Wie bleiben wir fit bis ins hohe Alter? Wie lernen wir am effizientesten? Wie fügen sich Wörter in unserem Kopf zusammen? Dank Künstlicher Intelligenz und hochwertiger Datenverarbeitung dringt die Hirnforschung in gänzlich neue Gebiete vor. Die Ursachen von psychischen Erkrankungen, unser Konsumverhalten, unser Wesen, unsere Irrationalität und Emotionalität können zunehmend durch die Hirnforschung entschlüsselt werden. Doch wollen wir alles wissen, was sich in unserem Kopf abspielt? Wo sind die Grenzen der Hirnforschung? Was geschieht, wenn Forschungsresultate in falsche Hände geraten?

Die Ringvorlesung 2019 beleuchtet zentrale Themen der Neurowissenschaften und stellt sie zur kritischen Diskussion.

Datum und Zeit

16.10.2019 18:00 - 19:30 iCal

Ort

Gebäude 1 (Audimax 1.045/47) der FHNW
Klosterzelgstrasse 2
5210 Windisch

Veranstalter


Campus Brugg-Windisch

Kosten

Eintritt frei

Lust auf mehr?

Vertiefende Fachliteratur zur Ringvorlesung finden sie in der Themen-Ecke der Campusbibliothek Brugg-Windisch.

Flyer der Ringvorlesung als PDF runterladen.

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