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Was Menschen für Geld (nicht) tun

Ein Vortrag von Prof. Dr. Christian Ruff, Professor of Neuroeconomics and Decision Neuroscience an der Universität Zürich, im Rahmen der Ringvorlesungen 2019 auf dem FHNW Campus Brugg-Windisch.

Zur Frage, ob und wie Geld als Motivationsmittel wirkt, gibt es zahlreiche Experimente. Die Ergebnisse sind vielschichtig, relativieren aber eindeutig das in der Ökonomie verbreitete Modell des «Homo oeconomicus». Dieses Modell geht davon aus, dass der Mensch ein rationales Wesen ist und dass Menschen stets bestrebt sind, ihren eigenen Nutzen zu maximieren. Zahlreiche Experimente zeigen jedoch: Menschen verhalten sich oft irrational und selbstlos. Zudem können Geldanreize unter Umständen gerade das Gegenteil bewirken: Statt die Motivation zu stärken, kann Gelddie Einsatzbereitschaft auch schwächen.

Christian Ruff, Professor für Neuroökonomie und neurowissenschaftliche Entscheidungsforschung am Department of Economics der Universität Zürich gibt Einblick in die Ergebnisse der experimentellen Forschung zu den Möglichkeiten und Grenzen der menschlichen Entscheidungsfindung. Er zeigt auf, wie unsere Entscheidungen zusätzlich zum Geld auch durch soziale und moralische Werte beeinflusst werden und wie anscheinend irrationale Entscheidungen durch biologisch angelegte Verhaltenstendenzen erklärt werden können.

Anschliessend Publikumsgespräch, Leitung Andreas Mühlhäuser, Hochschule für Wirtschaft FHNW.

Das menschliche Gehirn: Wunderwerk und Mysterium

Die Hirnforschung hat in den letzten Jahren bahnbrechende und verblüffende Ergebnisse über die Wirkungsweise unseres Gehirns erzielt. Es gibt neue Antworten auf alte Fragen: Wie bleiben wir fit bis ins hohe Alter? Wie lernen wir am effizientesten? Wie fügen sich Wörter in unserem Kopf zusammen? Dank Künstlicher Intelligenz und hochwertiger Datenverarbeitung dringt die Hirnforschung in gänzlich neue Gebiete vor. Die Ursachen von psychischen Erkrankungen, unser Konsumverhalten, unser Wesen, unsere Irrationalität und Emotionalität können zunehmend durch die Hirnforschung entschlüsselt werden. Doch wollen wir alles wissen, was sich in unserem Kopf abspielt? Wo sind die Grenzen der Hirnforschung? Was geschieht, wenn Forschungsresultate in falsche Hände geraten?

Die Ringvorlesung 2019 beleuchtet zentrale Themen der Neurowissenschaften und stellt sie zur kritischen Diskussion.

Datum und Zeit

20.11.2019 18:00 - 19:30 iCal

Ort

Gebäude 6 (Raum 6.-1D09) der FHNW
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch

Veranstalter


Campus Brugg-Windisch

Kosten

Eintritt frei

Lust auf mehr?

Vertiefende Fachliteratur zur Ringvorlesung finden sie in der Themen-Ecke der Campusbibliothek Brugg-Windisch.

Flyer der Ringvorlesung als PDF runterladen.

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