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30.10.2020 | Hochschule für Musik, Klassik

Rückblick "Im Flow der Apokalypse"

Über 2000 Besucherinnen und Besucher strömten während dreizehn Abenden auf die Kleine Bühne im Theater Basel. Zeitgleich mit der Saisoneröffnung des Theaters unter dem neuen Intendanten Benedikt von Peter fand die Premiere von 'Im Flow der Apokalypse' statt.

Bei diesem aussergewöhnlichen Projekt waren neben dem Theater Basel rund 100 Studierende der Hochschulen für Musik (HSM) und Gestaltung FHNW beteiligt. Eine davon ist Nora Vetter. Die Bratschistin studiert Performance zeitgenössische Musik an der HSM und war u.a. im Veranstaltungsteam engagiert. "Ich blicke auf ein unglaublich tolles Projekt zurück, welches in vielerlei Hinsicht meine Erwartungen übertroffen hat. Während zwei Wochen gab es nur noch die ‘Apokalypse’ – das war wie ein Rausch."

Bereits im Frühling starteten die Studierenden aus allen drei Instituten der HSM (Klassik, Schola Cantorum Basiliensis und Jazz) mit der Vorbereitung ihrer Performances. In enger Begleitung von Dozierenden erarbeiteten sie Werke, mit denen sie der Frage nachgingen: Was ist Apokalypse und wie klingt sie? Derweil verwandelte Andreas Wenger von der Hochschule für Gestaltung die Kleine Bühne in eine begehbare Installation aus Zivilisationsmüll, Ausgrabungszelten und einem abgestürzten Fesselballon.
"Es handelt sich bei dieser Produktion weder um ein klassisches Konzert, noch um klassisches Theater. Publikum und Musikerinnen, Bühne, Zuschauerraum und Bar – alles fliesst ineinander, nichts ist vorhersehbar", erklärt Uli Fussenegger, Leiter Zeitgenössische Musik/sonic space basel und Initiant des Projekts.

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Die Studierenden waren von Anfang an in den Entstehungsprozess involviert, zustande gekommen sind Performances von mittelalterlichem Spiel über (Jazz-)Improvisationen bis hin zu elektronischen Kompositionen und Uraufführungen. "Für die HSM war dies eine fantastische Möglichkeit, sich in einem unkonventionellen Format in ihrer ganzen inhaltlichen Breite zu präsentieren", sagt Fussenegger.

Nora Vetter war beeindruckt von der grossen Anzahl von Personen, die involviert waren. "Ich konnte extrem viel darüber lernen, wen und was es alles braucht, um ein so grosses Projekt zu realisieren. Indem wir so eng von der Hochschule und dem Theater Basel begleitet wurden und von den bereits bestehenden professionellen Abläufen profitieren konnten, spürte ich ausserdem weniger Druck als bei einem Projekt, dass ich eigenständig auf die Beine stellen würde." Inhaltlich hätten die Studierenden jedoch völlige Freiheit gehabt und wurden mit ihren Ideen ernst genommen, betont Vetter. "Jeder Abend war ausverkauft. Und was mich besonders freute war, dass die Open Stage, die jeweils nach den beiden Konzerten stattfand, so gut funktionierte. Es war schön, dass dabei Musikerinnen und Musiker aus allen drei Instituten auftraten. Von Erstsemestrigen bis zu Alumni. Dabei kam es auch zu sehr lustig zusammengewürfelten Gruppen." Nicht nur die Open Stages, auch das Publikum war durchmischt und reichte von Studierenden über ihre Freunde und Verwandten bis hin zum Theaterpublikum.

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Nora Vetter stand im Projekt 'Black Angels' selbst auf der Bühne, war im organisierenden Veranstaltungsteam beteiligt und übernahm während der gesamten Laufdauer des Projekts den Facebook- wie auch den Instagram-Account der HSM: "Es war eine gute Erfahrung, mich mit der Promotion eines Anlasses auf den Sozialen Medien zu beschäftigen. Das wird für uns Musikerinnen auch in Zukunft wichtig sein." Auch wenn die ‘Apokalypse’ mit viel Engagement, Zeit und Kraft verbunden war, Nora Vetters Fazit fällt klar positiv aus: "Ich wäre sofort wieder dabei! Es war ein wundervolles und künstlerisch hochwertiges Projekt, wir hatten ein super Team und ich habe sehr viel dabei gelernt."

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