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Politische Bildung im Fächerübergreifenden Unterricht mit Geschichte auf der Sekundarstufe I

Das Interventionsprojekt untersucht, ob in einem fächerübergreifenden Unterricht die fachlichen Konzepte der Politischen Bildung und der Geschichte sichtbar gemacht werden müssen um Lernwirksamkeit zu entfalten.

In der Schweiz ist die Politische Bildung institutionell sehr schwach verankert. Sie ist kein eigenständiges Unterrichtsfach und wird darum mehrheitlich fächerübergreifend im Unterricht vermittelt. Auch der geplante, erstmals für die ganze Deutschschweiz formulierte „Lehrplan 21“ greift die Politische Bildung als fächerübergreifendes Thema auf. Empirische Befunde weisen zudem darauf hin, dass die gezielte Herausarbeitung der politischen Perspektive durch die Lehrperson nicht realisiert wird.

Hier setzt das vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierte Interventionsprojekt „Politische Bildung im fächerübergreifenden Unterricht mit Geschichte auf der Sekundarstufe I“ an. Im Zentrum steht dabei die Hypothese, dass in einem fächerübergreifenden Unterricht die fachlichen Konzepte der Politischen Bildung und der Geschichte sichtbar gemacht werden müssen um Lernwirksamkeit zu entfalten. Dies kann allerdings nur funktionieren, wenn Lehrpersonen die unterschiedlichen Zugänge von Geschichte und Politikwissenschaften auf Gesellschaft zu unterscheiden vermögen.

Im Interventionsprojekt ist eine Weiterbildung für Geschichtslehrpersonen der Sekundarstufe I (15 bis 20 Lehrpersonen) vorgesehen, welche in Prinzipien, Methoden und Ziele Politischer Bildung einführt und Zeit bietet für die Entwicklung von Unterrichtseinheiten zu den beiden Lehrplanthemen "Europa und die Schweiz" sowie "Menschenrechte". Diese Unterrichtseinheiten sollen mit der eigenen Klasse erprobt werden. Die Umsetzung im Unterricht wird nach den Prinzipien des "Fachspezifisch-pädagogischen Coachings" unterstützt, das die gemeinsame Erarbeitung und Besprechung des Lektionsplans vorsieht.

Die begleitende Forschung will die Wirksamkeit der Weiterbildung und der durchgeführten Coaching-Gespräche mit Fokus auf die Umsetzung der eingeführten Prinzipien und Methoden der Politischen Bildung erfassen. Dazu werden Videoaufnahmen der Coachinggespräche und des anschliessenden Unterrichts erstellt und analysiert sowie miteinander in Verbindung gebracht. Die Lehrpersonen werden zudem zu ihren fachdidaktischen Kenntnissen und Überzeugungen vor und nach der Intervention befragt. Es wird nach der Akzeptanz des Ansatzes sowie den praktischen Herausforderungen gefragt. Zudem ist eine Erfassung des Lernzuwachses bei den Schülerinnen und Schülern geplant.

Die Befunde dieser Studie werden eine genauere Bestimmung des Potentials und der Herausforderungen der Politischen Bildung erlauben, wie sie derzeit im Lehrplan 21 vorgesehen ist.

Team

Projektleitung

Prof. Dr. Monika Waldis, Claudia Schneider

Projektmitarbeit

Julia Thyroff, Franziska Hedinger

Für Fragen zum Projekt oder zur Weiterbildung wenden Sie sich bitte an Claudia Schneider: Y2xhdWRpYS5zY2huZWlkZXJAZmhudy5jaA==

Projektlaufzeit

1.9.2016 - 31.8.2019

Finanzierung

Das Projekt wird gefördert durch

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