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DGfE-Jahrestagung der Kommission Sportpädagogik: Narrative zwischen Wissen und Können

Wissen und Können sind für die Sportpädagogik konstitutiv. Dies gilt sowohl für das Lernen von Schülerinnen und Schülern im Sportunterricht, als auch für die Ausbildung von Sportlehrpersonen.

Diese Begriffe können in beiden Praxen nur komplementär verwendet und diskutiert werden. Der mit Wissen und Können verbundene Diskurs beginnt bereits mit Ryle (1949), der zwischen «knowing how» und «knowing that» unterscheidet. Im deutschsprachigen Professionsdiskurs hat Radtke (1996) das Begriffspaar zum Titel einer massgebenden Publikation gemacht. Der Kompetenzdiskurs hat den Begriff «Können» zunehmend durch «Anwenden» ersetzt. Diese Verwendung des Begriffs birgt jedoch gerade für den Sportunterricht nicht nur Vorteile. Schülerinnen und Schüler sollten nach gefühlten 10’000 Lektionen Sportunterricht durchaus etwas können und Lehrpersonen sollten nach ihrer Ausbildung nicht nur wissen, wie man Lernende unterrichtet, sondern dieses Wissen auch professionell in der Praxis umsetzen können. Gerade der Professionsdiskurs verweist aber darauf, das ein stilles Wissen (tacit knowledge, das gerne auch als Können bezeichnet wird) alleine nicht ausreicht, damit Lehrpersonen als «Professionals» wahrgenommen werden. Zudem wird im Kompetenzdiskurs von Schülerinnen und Schülern verlangt, dass sie die Fertigkeiten nicht nur können, sondern auch in der Lage sein sollen, diese mündig zu reflektieren.

Beide Diskurse zeigen, dass sich hier für die Sportpädagogik und Sportdidaktik noch viele offene Fragen ergeben. Sowohl der Professionsdiskurs als auch der Diskurs um Kompetenzen (oder besser: Wissen und Können) von Schülerinnen und Schülern sind Gegenstand der Tagung. Sie sind eingeladen, Beiträge einzureichen, die sich mit einem oder mehreren der hier angesprochenen Aspekten beschäftigen und eventuell bereits erste Antworten geben können. In den Beiträgen sollen die Diskurse wenn möglich in Bezug zueinander gesetzt werden.

Ort | Datum
2. bis 5. Dezember 2020, Campus Muttenz

Hauptreferentin und -referenten
Als Hauptreferentin und als Hauptreferenten sind vorgesehen:

  • Jun. Prof. Dr. Julia Hapke, Juniorprofessorin für Fachdidaktik des Sports, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Prof. i. R. Dr. Frank-Olaf Radtke, Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Claus Krieger, Professor fürArbeitsbereich Bewegung, Spiel und Sport, Universität Hamburg

Wichtige Information
In Absprache mit den Veranstaltern der abgesagten dvs-Tagung Sportpädagogik in Frankfurt/M. wird die Tagung um einen Tag nach vorne verlängert. Am Mittwoch wird das gewohnte Tagungsformat der DGfE-Tagung etwas verlassen und es werden parallele Arbeitskreise durchgeführt. Ebenfalls ist eine Postersession vorgesehen. Referentinnen und Referenten, die für die dvs-Tagung einen Beitrag eingereicht haben, können diesen gerne wiederum für diese Tagung einreichen. Die Gutachten liegen uns vor.

Weitere Informationen


Call for Papers
Alle Kolleginnen und Kollegen sind gebeten, sich an dem Programm zu beteiligen. Von Interesse sind sowohl empirische, sowie theoretische Beiträge. Diese sind bis spätestens Montag, 15. Juni 2020, zu richten an c3BvcnRkaWRha3Rpay5waEBmaG53LmNo. Abstracts können in deutscher und in englischer Sprache eingereicht werden und durchlaufen einen Reviewprozess. Beitragsangebote sollten die Zeichenzahl von 5000 Zeichen nicht überschreiten.

Download Call for Papers

    Datum und Zeit

    02.12.2020 - 05.12.2020 iCal

    Ort

    Campus Muttenz

    Veranstalter

    Pädagogische Hochschule

    Kommission Sportpädagogik DGfE

    Kosten

    Details zu den Kosten finden Sie auf der Website des Veranstalters.

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