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23.11.2021 |

Lerngemeinschaften: Zusammen ist mehr möglich als alleine

Das Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie der PH FHNW feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Der Jubiläumsanlass am 13. November stand unter dem Motto «Learning Communities»

isp.pngIn Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst der FHNW ist zum Jubiläum eine Kartenserie entstanden.

Am 13. November fand der Jubiläumsanlass zum 50-jährigen Bestehen des ISP, des Instituts Spezielle Pädagogik und Psychologie der Pädagogischen Hochschule FHNW, mit rund 170 Gästen statt. Das ISP bringt die Studiengänge Logopädie, Sonderpädagogik mit den Vertiefungsrichtungen Schulische Heilpädagogik und Heilpädagogische Früherziehung sowie die Modulgruppe Inklusionsmodule für angehende Lehrpersonen der Institute Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe und Sekundarstufe aus. Diese Professionsgruppen schaffen zusammen mehr als sie alleine könnten und sind in ständiger Bewegung, wie Institutsleiter Jan Weisser in seinem Jubiläumswort das Tagungsthema «Learning Communities» auf den Punkt brachte.

Lerngemeinschaften von Kindern und von Fachpersonen

Das Tagungsprogramm umfasste die beiden Themenstränge Lerngemeinschaften von Kindern und Lerngemeinschaften von Fachpersonen. Das Konzept der Lerngemeinschaft wird seit Langem für die Bewältigung der Komplexität pädagogischer und sozial- wie gesundheitsberuflicher Aufgaben vorgeschlagen und untersucht. Es passt als Standortbestimmung auf dem Weg des ISP, weil es als eine der zentralen Bedingungen für die Realisierung inklusiver und partizipativer Bildung und Rehabilitation an Bedeutung gewonnen hat. Eine nicht-homogenisierende Pädagogik bedarf unterschiedlicher Expertisen und Professionen.

Der Vortrag von Melanie Fabel Lamla, Professorin an der Universität Hildesheim, resümierte den Forschungsstand zu beruflicher Kooperation im pädagogischen Feld und gab Einblicke in ihre qualitativen Forschungsarbeiten zu genau jener Frage, die viele der Tagungsteilnehmenden beschäftigt: «Wie kann Kooperation in Schulen und anderen Einrichtungen – mit kindzentrierten Zielen – gelingen?»

Die Kernidee inklusiven Lernens ist gemeinsames Lernen, das von Unterschiedlichkeit lebt. Annedore Prengel, Professorin im Ruhestand an der Universität Potsdam, Seniorprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt und Initiatorin der Reckahner Reflexionen und Leiterin des Projekts «Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen» hat die jahrzehntelangen und noch andauernden Entwicklungen hin zur Inklusion massgeblich vorangetrieben und mitgeprägt. Sie sprach die Zuhörenden mit vertieften Einsichten zu menschlicher Vielfalt und klaren, pointierten Vorschlägen, wie in Kindergruppen Inklusion gelernt werden kann, auch emotional an.

Workshops am Nachmittag

In der Aula des Campus Muttenz versammelten sich am Jubiläumsanlass rund 170 Gäste aus dem ISP, der PH FHNW, der FHNW, aus der Politik, aus dem Berufs- und Schulfeld und von an deren Hochschulen. Sie wurden von der Direktorin der PH-FHNW, Sabina Larcher, und der Vorsitzenden des Bildungsraums Nordwestschweiz, Regierungsrätin Monica Gschwind, mit einem Grusswort empfangen. Das ISP bedankte sich bei Sabina Larcher für ihre grosse Unterstützung, die auch in ihrem Grusswort zum Ausdruck kam.

Die teilnehmenden Fachpersonen aus Frühförderung, Schule und Logopädie nahmen viele Anregungen und Eindrücke mit. Im Foyer präsentierten Professuren, Mitarbeitende und Studierende des ISP Projekte, Poster, Publikationen und Podcasts. Das Nachmittagsprogramm bestand aus einer breiten Palette von Workshops, die sich um nützliche Instrumente für die Kooperation, um die Initiierung und Gestaltung gemeinschaftlichen Lernens von Kindern und Schüler*innen, um die Kooperation mit Eltern, um Rollenklärungen und Reflexion emotionaler Dynamiken drehten. Die Workshopleitenden aus Hochschulen und Praxisorten liessen engagiert und grosszügig an ihren Werken und Erfahrungen teilhaben.

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