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02.10.2017 | Hochschule für Soziale Arbeit

Verleihung Anerkennungspreise 2017

Zwei Studierende erhielten am 29. September 2017 den Anerkennungspreis des Förderfonds der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW: Samuel Fischer und Aurelia Spring wurden für ihre exzellenten Diplomarbeiten ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Walter Brack, Mitglied der Kommission Förderfonds und bis zu seiner Pensionierung Ende 2015 Leiter der Abteilung Soziales & Stadtentwicklung der Christoph Merian Stiftung.

Anerkennungspreis 2017 für Bachelor Thesis an Samuel Fischer: Gewaltfreie Kommunikation in der Rückfallprävention bei Menschen mit einer Alkoholproblematik

Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) ist eine Methode, wertschätzend und empathisch miteinander zu kommunizieren. In seiner Arbeit zeigte Samuel Fischer auf, dass Teilnehmenden eines ambulanten Entzugs- oder Entwöhnungsprogramms mit der Anwendung der GfK eine ergänzende Möglichkeit geboten werden kann, einem Rückfall präventiv entgegenzuwirken. Ausganspunkt sind persönliche und soziale Kompetenzen, die bei ihnen wegen der Alkoholproblematik geschwächt sind. Dass die GfK genau jene Kompetenzen stärkt, die zur erfolgreichen Bewältigung der wichtigsten Rückfallrisiken benötigt werden, ist ein zentrales Ergebnis der Bachelorarbeit. Somit kann die Anwendung der GfK im Bearbeitungsprozess zum Thema Rückfall als ergänzendes und unterstützendes Element mit präventiver Wirkung verstanden werden. Die Selbstbestimmung der Betroffenen wird gestärkt und ihre Handlungsfähigkeit wieder hergestellt. Sie können damit ihr Leben weniger suchtbestimmt und dafür selbstbestimmter gestalten.

Anerkennungspreis 2017 für Master Thesis an Aurelia Spring: Es gibt die Guten, es gibt die Schlechten und es gibt die Dazwischen

Adressaten und Adressatinnen niederschwelliger Drogenarbeit sind schwierig zu erreichen, wenn sie negative Bilder über Sozialarbeitende und die Soziale Arbeit haben. Jedoch liegen keine Untersuchungen vor, die der Frage nachgehen, welche Bilder diese Adressaten und Adressatinnen tatsächlich haben. Aurelia Spring hat diese Forschungslücke für die Stadt Zürich mit ihrer Masterarbeit geschlossen. Sie konnte acht kollektive Bilder herausarbeiten, die sowohl arbeitsbereichsspezifisch oder -unspezifisch sind als auch differenzierte – positive wie auch negative – Bewertungen von Sozialarbeitenden und der Sozialen Arbeit enthalten. Für die niederschwellige Drogenarbeit und die Sozialarbeitenden sind daraus wichtige Hinweise ableitbar, beispielsweise wie tragfähige Arbeitsbeziehungen zu den Adressaten und Adressatinnen besser aufgebaut sowie positive Fremdbilder und damit die Erreichbarkeit gefördert werden können.

Die Verleihung fand im Rahmen der Diplomfeier der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in Olten statt. 

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