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Energie als Themenbereich im MobiLab

Energie zum Anfassen – Ein Lastwagen voller Experimente gibt Schulklassen ab der vierten Stufe die Chance, Energie richtig gut zu verstehen.

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Was ist Energie? Diese einfach formulierte Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Doch Energie ist ein zentrales gesellschaftliches Thema unserer und folgender Generationen. Um die damit einhergehenden Herausforderungen zu meistern, muss man zunächst verstehen, was sich hinter dem abstrakten Energiebegriff verbirgt. Dieser Aufgabe hat sich ein naturwissenschaftlich und technikbegeistertes Team um Manuel Haselhofer vom Zentrum für Naturwissenschafts- und Technikdidaktik der FHNW angenommen: Sie verpacken das abstrakte physikalische Konzept in naturwissenschaftliche Experimente für Schülerinnen und Schüler der vierten bis sechsten Schulstufe.

Diese mobile Sammlung an Experimenten heisst MobiLab und ist in einem modern bemalten LKW untergebracht, der von Schulen in der Nordwestschweiz gebucht werden kann. Haselhofer hat mit seinem Team zwanzig Versuche entwickelt, die das seit sechs Jahren bestehende MobiLab um das Thema Energie bereichern. Somit können Schulklasse ab jetzt im MobiLab unter anderem auch mit Energieformen und deren Umwandlung experimentieren. Das Thema passt gut zum Lehrplan 21, wie Haselhofer hervorhebt: «Unter dem Bereich ‹Natur, Mensch, Gesellschaft› hat der Lehrplan 21 ein eigenes Kapitel ‹Energie›. Es lag also nahe, dass wir Energie thematisiert haben.»

Strenges Auswahlverfahren

Dafür haben sie die zwanzig Versuche einem strengen Auswahlverfahren unterzogen. «Wir hatten so viele Ideen und haben um die vierzig Experimente entwickelt. Aber es waren nicht alle für den schulischen Einsatz geeignet», erzählt der ehemalige Lehrer für Technik und Physik. «Einige waren nicht robust und langlebig genug und haben den Rabaukentest einfach nicht bestanden.»

Den Pädagogen begeistert besonders die Flexibilität des MobiLabs. Die Experimente sind in Schwierigkeitsgrade aufgeteilt, unter denen die Kinder frei auswählen können. Zu jedem Experiment gibt es eine umfassende schriftliche Anleitung, und die Schülerinnen und Schüler müssen über ihre Versuche ein Forschungsjournal führen. Das stärkt den Lerneffekt. Zudem gelingen die meisten Experimente schon mit Alltagsgegenständen. Somit lassen sie sich auch zu Hause nochmals wiederholen. Neben den Lernenden richtet sich das MobiLab auch an die Lehrpersonen. Sowohl in externen als auch in schulinternen Weiterbildungen erhalten sie Informationen zum Angebot und können selbst die Experimente ausprobieren.

Test mit fünf Schulklassen

Um zu überprüfen, ob das Versuchskonzept funktioniert, haben Haselhofer und sein Team ihre Experimente in fünf Schulklassen in der Nordwestschweiz getestet. Dort ist das Angebot sowohl bei Schülern, wie auch Lehrpersonen gut angekommen. Geschätzt wurden vor allem die Abwechslung zum normalen Schulalltag und die gefragte Selbständigkeit.

Für Haselhofer und sein Team bleibt das MobiLab auch in Zukunft Thema: «Obwohl das Projekt nun abgeschlossen ist, werden wir die Experimente noch optimieren und weiterentwickeln, denn wir bekommen immer wieder Rückmeldungen von Lehrpersonen. Diese lassen wir in die Verbesserung des MobiLabs einfliessen.»

Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier.

Ansprechperson

Manuel
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