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Bauwesen

Sozio-technische Gestaltung des Digitalen Wandels im Bauwesen – Eine Modellentwicklung anhand der Erstellung und Nutzung von Bauwerken.

Welche Problemstellung wird bearbeitet?

In der Planungs-, Bau- und Immobilienindustrie ist im Zuge der Einführung des «Building Information Modelling» (BIM) ein Paradigmenwechsel im Gange. Die damit verbundene durchgängige, zentrale und objektbasierte Verwaltung und Koordination von Projektinformationen hat disruptive Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse, auf die Rollenbilder aller Beteiligten (Auftraggeber, Handwerker und Baufirmen) sowie auf die Anforderungen an die Teamstrukturen und Projektmitarbeitenden.

Dabei ist die informationstechnische Seite der dreidimensionalen, digitalen, informierten Bauwerksmodelle schon weit. Zentrale Herausforderungen für die Einlösung des qualitäts- und kostenbezogenen Potenzials durch eine frühe Modellierung umfassender Bauprojekte liegen v.a. in einer fachlich interdisziplinäreren und firmenübergreifenden Zusammenarbeit sowie in einem weitgehend digitalisiert ablaufenden Projektmanagement. Ebenfalls stellen sich neue Anforderungen an die Gestaltung von Orten, an denen Experten und interdisziplinäre Teams mit den 3D-Modellen arbeiten werden.

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Welche Ergebnisse und Impacts sollen erreicht werden?

Es ergibt sich ein grosses Nutzenpotenzial, wenn es gelingt, im Kontext der gravierenden Umwälzungen im Bauwesen ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum zu etablieren, welches ein Leistungsangebot bestehend aus Forschung, Dienstleistung sowie Aus- und Weiterbildung anbietet.

Konkret werden mit dem Projekt folgende Ziele angestrebt:

  • Erarbeiten von evaluierten, wissenschaftlichen und praxisbezogenen Erkenntnissen zu den 5 interdisziplinären Handlungsfeldern Geschäftsprozesse, Kooperation, Technik, Kompetenz und Geschäftsmodelle innerhalb der digitalisierten Planungs- und Bauindustrie.
  • Durchführung von impulsgebenden Pilotprojekten in erfolgskritischen Prozessabschnitten zur Entwicklung und Evaluation von Modellprozessen und -abläufen in digitalisierten Bauprojekten. Die Pilotprojekte haben eine Wirkung in die Praxis (Leuchtturm).
  • Bildung eines FHNW-weiten Kompetenzzentrums in Anbindung an das neue Institut für Digitales Bauen der HABG zur «Gestaltung des Digitalen Wandels und Förderung der Interdisziplinarität im Bauwesen» sowie einer Anlaufstelle insbesondere für KMU aus dem Bauwesen.
  • Initiierung von mit Drittmitteln finanzierten Forschungsprojekten, welche auf den erarbeiteten theoretisch-methodischen Grundlagen basieren und diese gezielt weiterentwickeln oder ergänzen.
  • Bereitstellen der Erkenntnisse als Grundlage für Lehre und Weiterbildung, insbesondere für die Entwicklung interdisziplinärer Weiterbildungsprodukte.
  • Aktive Mitgestaltung des zukünftigen Planungs- und Bauprozesses im interdisziplinären Projektteam.

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Wodurch zeichnet sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Projekt aus?

Wie im Bauwesen selbst, ist auch im vorliegenden Projekt eine interdisziplinäre Kompetenzstruktur unabdingbar. Aufgrund der bisher nur zögerlichen Digitalisierung von Planungs- und Bauprozessen braucht es branchenspezifische Prozesskenntnisse (HABG), Technikkompetenz insbesondere zur Visualisierung und Manipulation digitaler Daten (HT, HLS), Kompetenz bezüglich Kooperation und Zusammenarbeit sowie zur Bestimmung neuer Kompetenzen der Beschäftigten (APS) sowie Kompetenzen zu neuen Geschäftsmodellen (HSW), die durch die veränderten Prozesse und Kooperationsabläufe möglich werden.

Eine auf die Veränderung von Arbeitsweisen und die konkreten Abläufe im Bauwesen ausgerichtete Zielstellung kann nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit gelingen. Diese wird im Projekt durch verschränkte Zielstellungen und Arbeitspakete, durch eine gemeinschaftliche Projektleitung, durch eine Lernphase der interdisziplinären Kooperation zu Projektbeginn sowie durch gemeinsame Fallstudien, Entwicklungsphasen und Pilotprojekten unterstützt.

Ansprechperson

Prof.
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