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Im Gespräch: Falko Schlottig

Falko Schlottig ist seit 2015 Direktor der Hochschule für Life Sciences FHNW (HLS) in Muttenz. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit steht eine besonders interessante Herausforderung: der neue FHNW-Campus in Muttenz. Das ist die Zusammenführung der beiden Standorte der HLS im Basler Rosenthal-Areal und in Muttenz in ein Gebäude am Standort Muttenz. Dies und die enge Vernetzung im Life Sciences-Cluster Nordwestschweiz eröffnen der HLS neue Chancen und Perspektiven.

Herr Schlottig, Sie haben vor rund zwei Jahren die Leitung der HLS übernommen. Was hat Sie seitdem besonders beeindruckt?

Die hohe Qualifikation, die Einsatzbereitschaft sowie die Motivation der Mitarbeitenden hier an der HLS  sind  etwas  Besonderes. Infrastrukturell ist es die Vorbereitung unseres Umzugs in den neuen Campus Muttenz, wo wir dann nicht nur fachlich, sondern auch durch das neue Gebäude sichtbar sind. Dort werden wir die Möglichkeit haben, uns um Technologien herum zu organisieren, also konzentriert und interdisziplinär Life Sciences zu betreiben. Zusätzlich dürfen wir ein komplett neues Prozess- und Technologiezentrum betreiben, in welchem wir Prozesse, so wie sie heute und morgen im industriellen Life Sciences Umfeld geführt werden, abbilden können.

Was wird die Arbeit im Campus-Neubau auszeichnen?

Einerseits werden wir als HLS institutsübergreifend verschiedenste neue technologische Fragestellungen bearbeiten, in welche die disziplinäre Kompetenz aller Institute einfliesst. Wir erwarten auch, dass wir intensiver mit den anderen Hochschulen der FHNW zusammenarbeiten und Querschnittsthemen wie zum Beispiel digitaler Wandel oder alternde Gesellschaft gemeinsam angehen können. Hinzu kommt, dass wir im neuen Campus Muttenz eine Infrastruktur haben werden, die es uns ermöglicht, auch ein Begegnungszentrum mit der umliegenden Industrie und Bevölkerung zu werden.

Wir forschen anwendungsorientiert, arbeiten eng mit der Industrie zusammen und können beim Technologietransfer flexibel und schnell entscheiden.

Falko Schlottig

Was macht die HLS als Partner für Unternehmen attraktiv?

Wir haben industrie- und projekterfahrene Mitarbeitende, technologiespezifisches aber auch fachübergreifendes Knowhow, modernste Infrastruktur und einen schnellen und flexiblen Technologietransfer.

Was macht die HLS für Studierende interessant?

Die HLS bietet Studierenden eine sehr praxisorientierte Ausbildung und ist aufgrund der Zusammenarbeit mit der Industrie in der Lage, für Projekt-, Bachelor- oder Masterarbeiten die Kontakte in der Industrie zu nutzen. Achtzig Prozent der Bachelor- und sogar einhundert Prozent der Masterarbeiten unserer Studierenden werden in der Industrie durchgeführt. Hinzu kommt, dass unsere Absolvierenden nach Beendigung des Studiums bevorzugte und stark nachgefragte Arbeitskräfte in der Industrie sind.

Wieso sollten Forschende an die HLS gehen?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ein grosses Interesse haben, das Resultat ihrer anwendungsorientierten Forschung in einem Produkt oder in einer Produktentwicklung zu sehen, sind an der HLS genau richtig.

Wie arbeitet die HLS mit ihren Partnern zusammen?

Zusammenarbeit mit unseren Partnern findet über verschiedene Wege statt. Ein Weg sind direkte Projekte, bei denen es einen Forschungsauftrag gibt und man eng verzahnt mit der jeweiligen Firma die Problemstellung löst. Der zweite Weg sind Projekte mit Unternehmen, unterstützt von der Kommission für Technologie und Innovation KTI, um neue Technologien zu entwickeln oder Produktentwicklungen voranzutreiben. Ein dritter Weg sind verschiedenste Arten von nationalen und internationalen Funding Boards von der EU über den Schweizerischen Nationalfond bis hin zu Stiftungen, die solche Zusammenarbeiten fördern.

Will sich die HLS künftig auch mehr international orientieren?

Eine Fachhochschule ist eine lokal orientierte Institution mit internationaler Vernetzung und Präsenz. Auch kann man erfolgreiche anwendungsorientierte Forschung nicht nur lokal betreiben. Man muss schauen, was woanders passiert, und man braucht ein internationales Umfeld, um sich langfristig zu entwickeln. Der überwiegende Anteil der Firmen, mit denen wir Kooperationen haben, arbeitet international. Wenn wir unsere Studierenden gut ausbilden wollen und sie später in einer der lokal ansässigen, aber international orientierten Firmen arbeiten möchten, müssen auch wir unseren Teil dazu beitragen. Wir machen das heute schon durch Zusammenarbeit mit verschiedensten akademischen Einrichtungen in anderen Ländern und wollen das künftig noch verstärken.

Spielt Wissenstransfer an der HLS eine Rolle?

Wissenstransfer ist bei uns essenziell. Er hat zwei Facetten: Die eine Facette ist die Zusammenarbeit mit Firmen. Um dort in beiderseitigem Sinne erfolgreich zu sein, müssen wir sehr schnell und flexibel agieren können. Die zweite Facette ist die Start-up-Förderung: Dort gehören wir zu den führenden Einrichtungen der Nordwestschweiz und wollen diese Kultur weiter ausbauen.

Hochschule für Life Sciences FHNW

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hochschule für Life Sciences Hofackerstrasse 30 4132 Muttenz
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