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Biotests zur Untersuchung von Industrieabwässern

Mikroverunreinigungen können aus unterschiedlichen Quellen in die Umwelt gelangen. Neben Stoffeinträgen aus der Landwirtschaft oder den Privathaushalten, spielen Einleitungen aus Industrie und Gewerbe in die Gewässer eine bedeutende Rolle. So ist davon auszugehen, dass bis zu 20 % der relevanten Stoffeinträge in die Gewässer aus Industriebetrieben stammen (Bericht des Bunderates zu «Massnahmen an der Quelle zur Reduktion der Mikroverunreinigungen in den Gewässern» vom 16. Juni 2017). Bisher ist in der Schweiz noch wenig über die Zusammensetzungen und die Auswirkungen von Industrie- und Gewerbeabwässern bekannt.

In der Kombination mit chemischen Analysen bieten Biotests eine wichtige Ergänzung zur Erfassung der Toxizität von Abwasser aus der Industrie. Biotests können sowohl die Mischungstoxizität, als auch die Effekte von chemisch nicht spezifisch untersuchten Mikroverunreinigungen anzeigen und ökologisch relevante Auswirkungen von toxischen Abwässern auf verschiedenen Organismen (z.B. Algen-, Insekten-, Fischtoxizität) sichtbar machen.

Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt zielt das Projekt «Übersichtsstudie zum Einsatz von Biotests zur Beurteilung von Industrieabwasser und Vorschlag eines Untersuchungskonzepts» darauf ab, das nationale und internationale Wissen über die Anwendung von Biotests für die Untersuchung von Industrieabwässern systematisch zu erfassen und zu analysieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird ein anwendungsorientiertes Konzept zur Untersuchung von Industrieabwässern anhand von Biotests entwickelt.

Institut für Ecopreneurship

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