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Auf der Suche nach Authentizität

Eine Reise in die Welt des S-Bogens für Barock-Fagotte

Zu Pionierzeiten der historisch informierten Aufführungspraxis war man als Fagottist:in und Instrumentenbauer:in gleichermassen gezwungen, kreativ mit der Tatsache umzugehen, dass die meisten originalen historischen Fagotte ohne eigene S-Bögen erhalten waren.

Experimente und Manipulationen an den S-Bogen und den Instrumenten waren weitgehend unbefriedigend, was sich vor allem in der Veränderung des Klangs und der Klangflexibilität sowie der Veränderung des originalen Grundtons zeigte.

Das Forschungsprojekt mit dem Fagottisten Sergio Azzolini und dem Instrumentenbauer Rainer Egger ging der Frage nach, wie Länge und Verlauf des fehlenden S-Bogens zu einem Barock-Fagott errechnet werden können und welche Einflüsse die «passende» Länge auf das Spielverhalten und den Grundton haben.

Der Anlass soll die Möglichkeit bieten, sich über die individuellen Erfahrungen in der Musikpraxis und in der Organologie auszutauschen und Wissen von damals und heute zu diskutieren.

Der Workshop umfasst Inputreferate, praktische Demonstrationen sowie die Möglichkeit, S-Bögen auszuprobieren. Zur Illustration wird ein RockoBaur-AA (Wien, ca. 1750) sowie ein Peter de Koningh nach J.H. Eichentopf (Leipzig, ca. 1715) und ein Alberto Ponchio nach J.G. Sattler (Leipzig, ca. 1725) mit dem neuen S-Bogen geblasen.  

Datum und Zeit

11.10.2022 iCal

Ort

Hochschule für Musik FHNW, Musik-Akademie Basel

Veranstaltet durch

Fachhochschule Nordwestschweiz

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